01. September 2021 / 16:00 Uhr

Sieben Neue für Wolfsburg-Coach van Bommel: "Jetzt müssen wir eine Mannschaft zusammenstellen"

Sieben Neue für Wolfsburg-Coach van Bommel: "Jetzt müssen wir eine Mannschaft zusammenstellen"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Premiere: Luca Waldschmidt (r.) spielte gegen 96 zum ersten Mal für den VfL Wolfsburg.
Premiere: Luca Waldschmidt (r.) spielte gegen 96 zum ersten Mal für den VfL Wolfsburg. © Boris Baschin
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Im Kader des VfL Wolfsburg hat sich kurz vorm Ende der Sommer-Transferperiode noch einiges getan. Nach dem Testspiel gegen Hannover 96 sprach VfL-Trainer Mark van Bommel über seine Neuzugänge: "Jetzt müssen wir eine Mannschaft zusammenstellen".

Beim Testspiel am Mittwoch gegen Hannover 96 (3:3) waren Dodi Lukebakio und Micky van de Ven nicht dabei. Beide hatte der VfL kurz vor Schluss des Transferfensters am Dienstagabend noch verpflichtet. Flügelspieler Lukebakio war am Montag von Hertha ausgeliehen worden, Abwehrtalent van de Ven am Dienstagabend vom niederländischen Zweitligisten FC Volendam. Zwei von insgesamt sieben Neuen für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. „Ich glaube, dass wir sehr gute Spieler verpflichtet haben. Jetzt müssen wir eine Mannschaft zusammenstellen, in der jeder weiß, was er tun muss“, sagt Trainer Mark van Bommel.

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Neben van de Ven und Lukebakio hat der VfL noch Aster Vranckx (KV Mechelen), Sebastiaan Bornauw (1. FC Köln), Lukas und Felix Nmecha (beide Manchester City) sowie Königstransfer Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon) geholt. Van de Ven war der letzte Neue – wie van Bommel Niederländer. „Aber deshalb haben wir ihn nicht verpflichtet“, so der Coach schmunzelnd. „Wolfsburg wollte ihn schon länger – und jetzt war die Möglichkeit da, ihn zu verpflichten.“

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Testspiel des VfL Wolfsburg gegen Hannover © Boris Baschin

Dem 20-jährigen van de Ven traut man nicht nur beim VfL einen ähnlichen Höhenflug wie Maxence Lacroix zu, der im Sommer 2020 wie van de Ven von einem Zweitligisten kam. Neben Feyenoord soll auch Olympique Marseille am hoch talentierten Abwehrspieler aus den Niederlanden dran gewesen sein. Van de Ven spielte seit 2013 in der Jugend des FC Volendam. Dort hatte er am 4. Oktober 2019 sein Debüt im Profi-Fußball gefeiert. Seitdem war der junge Verteidiger, der Matthijs de Ligt von Juventus Turin (Marktwert 75 Millionen Euro) als sein Vorbild bezeichnet, aus der Volendamer Abwehr nicht mehr wegzudenken. Van Bommel: „Das ist ein Junge für die Zukunft.“

Van de Ven soll in Wolfsburg die Zeit bekommen, um sportlich wachsen zu können, sagt der Coach, der mit Vranckx (18) und den Nmecha-Brüdern (Felix ist 20 und Lukas 22 Jahre alt) weitere, junge und hungrige Spieler dazubekommen hat. „Wir holen als Verein gern junge Spieler, die sich hier entwickeln können, die jetzt aber auch schon reinkommen können. Und in zwei, drei Jahren spielen sie dann alle. Oder vielleicht schon in einigen Monaten. Das kann ich jetzt noch nicht sagen“, so der Trainer, der davon ausgeht, dass die Neuen schnell integriert sein werden. Van Bommel: „Alle haben riesiges Potenzial. Ich glaube, für die Jungs ist es einfach, hier reinzukommen, denn wir haben keine schwierige Mannschaft. Unsere Mannschaft ist charakterlich sehr gut.“

Weiter in seiner Entwicklung als Nmecha und Co. ist Waldschmidt, der Königstransfer der Wolfsburger in diesem Sommer. Der deutsche Nationalspieler war für 12 Millionen Euro von Benfica Lissabon gekommen – beim Test gegen 96 gab er sein Debüt. Der Neuzugang hätte schon gegen Leipzig im Kader stehen sollen, aber nachdem er sich in seinem ersten VfL-Training bei einem Zweikampf eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte, war das nicht möglich gewesen.

Gegen Hannover kickte Waldschmidt in der offensiven Dreierreihe zentral hinter Sturmspitze Daniel Ginczek. Van Bommel: „Er ist ein Spieler, der auf mehreren Positionen spielen kann, er ist technisch gut.“ Am übernächsten Samstag im Duell mit Fürth steht er erstmals im Kader. Van Bommel: „Er ist einsatzfähig.“ Schließlich habe er ja auch schon für Benfica in dieser Saison gespielt. „Jetzt hatte er wegen der Platzwunde einen kleinen Rückschlag, konnte zwei Wochen nicht spielen.“ Gegen 96 jedoch spielte der abschlussstarke Offensivmann durch.


Übrigens: Am Ende hätte der VfL die Partie gegen die Roten noch gewinnen können, aber nach einem Foul von 96-Profi Dominik Kaiser an VfL-Talent Gil Walther im Strafraum zeigte Schiri Robert Schröder nicht auf den Punkt, er hätte es laut van Bommel aber tun müssen, denn: „Das war ein Elfmeter.“ Trotzdem war der Coach mit der Leistung seines Teams, das nun vier freie Tage bekommt, nicht unzufrieden. Der Coach: „Wir haben gegen einen guten Gegner gespielt, das war ein gutes Spiel. Und wenn man am Ende Elfer pfeift, kann man das Spiel gewinnen.“