20. November 2020 / 22:27 Uhr

Sieben Spiele ungeschlagen: Wolfsburg jagt auf Schalke schon wieder einen Startrekord

Sieben Spiele ungeschlagen: Wolfsburg jagt auf Schalke schon wieder einen Startrekord

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auf dem Weg zur neuen Bestmarke: Der VfL Wolfsburg und Trainer Oliver Glasner sind in der Bundesliga noch ungeschlagen.
Auf dem Weg zur neuen Bestmarke: Der VfL Wolfsburg und Trainer Oliver Glasner sind in der Bundesliga noch ungeschlagen. © dpa / Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg ist als einer von zwei Klubs in der Fußball-Bundesliga noch ungeschlagen - damit jagt das Team von Trainer Oliver Glasner seinen Vorjahres-Startrekord. Am Samstag beim FC Schalke soll diese Serie ausgebaut werden.

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Sieben Spiele liegen in der Fußball-Bundesliga hinter dem VfL Wolfsburg, alle sieben Partien hat die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner nicht verloren. Damit jagt das Team seinen Startrekord, den es ausgerechnet in der Vorsaison aufgestellt hatte. Um den Ziel einen weiteren Schritt näher zu kommen, muss der VfL am Samstag (15.30 Uhr) bei Kellerkind FC Schalke 04 bestehen, im besten Fall soll der dritte Saisonsieg her.

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Erst zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte blieb der VfL in sieben Spielen in Folge ohne Niederlage - und das andere Mal ist noch gar nicht lange her. Es war zu Beginn der vergangenen Spielzeit. Da waren die Wolfsburger sogar in neun Partien in Serie ohne Pleite geblieben, den ersten Dämpfer gab's erst Anfang November beim 0:3 in Dortmund. Ähnlich wie damals läuft es in dieser Saison. Zwar ist spielerisch noch Luft nach oben, an der Chancen-Verwertung muss der VfL noch arbeiten und es hätte durchaus der eine oder andere Punkt mehr sein können, aber die Defensivarbeit ist gut, eine Niederlage musste die Glasner-Truppe bisher noch nicht einstecken und steht derzeit auf Platz sechs. Interessant: Vor einem Jahr hatte Wolfsburg aus den ersten neun Spielen fünf Unentschieden und vier Siege geholt, zum jetzigen Zeitpunkt stehen erneut fünf Remis zu Buche, dazu zwei Siege (2:1 gegen Bielefeld, 2:1 gegen Hoffenheim).

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Um den alten Startrekord weiter zu jagen, braucht es auf Schalke mindestens einen Punkt. Um nach neun Spieltagen wieder mit 17 Punkten dazustehen, müssten die Wolfsburger in Gelsenkirchen und am Freitag darauf gegen Werder Bremen gewinnen. Auf dem Papier ist der VfL am Samstag der klare Favorit, schließlich warten die Königsblauen seit 23 Liga-Partien auf einen Dreier, belegen nur Rang 17. Auch Werder - das Duell steigt eine Woche später - ist schlagbar, danach geht's zum nächsten Sorgenkind der Liga nach Köln (Platz 16), ehe Eintracht Frankfurt nach Wolfsburg kommt. Alles lösbare Aufgaben für den Europa-League-Anwärter.

Auf Schalke wird es auch wieder darauf ankommen, dass der VfL sein Spiel auf den Platz bringt. Stark: In Sachen intensive Läufe und Zweikämpfe liegen die Wolfsburger Liga-weit vorn. "Das ist uns schon sehr wichtig, weil es ein Teil unserer Spielanlage ist und wir sehr intensiv spielen. Das sind wichtige Parameter, wenn auch nicht die einzigen", betont Glasner. "Wir versuchen, den Gegner immer wieder unter Druck zu setzen und machen viele Läufe nach vorn." Dass seine Spieler das auch am Samstag abrufen, ist dem Coach wichtig, denn: "Auf Schalke erwarten wir ein Zweikampf-intensives Spiel. Zuletzt haben die Schalker im 3-5-2 mit drei physisch starken Innenverteidigern gespielt, dazu haben sie Goncalo Paciencia und Vedad Ibisevic vorn, die körperlich stark sind. Da müssen wir dagegenhalten."

Aber nicht nur dagegenhalten, sondern auch selbst Torgefahr entwickeln und die Chancen dann auch nutzen - das wird ebenfalls entscheidend sein. Und wenn's aus dem Spiel heraus nicht läuft, könnte vielleicht was vom Elfmeter-Punkt gehen... Denn gegen keinen Verein bekam der VfL mehr Strafstöße zugesprochen als gegen Schalke 04 (sieben in 46 Liga-Duellen). Und damit nicht genug: Schalke wiederum ist die erste Mannschaft in der Bundesliga-Historie, die nach sieben Spieltagen bereits sechs Strafstöße verursacht hat. Zwar hatte Angreifer Wout Weghorst im vergangenen Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim (2:1) nach zuletzt acht verwandelten Elfmetern verschossen, doch Schütze Nummer 1 dürfte der Niederländer dennoch bleiben.