12. Mai 2019 / 15:34 Uhr

Sieben-Tore-Hypothek für die A-Junioren der TSV Burgdorf

Sieben-Tore-Hypothek für die A-Junioren der TSV Burgdorf

Volker Klein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zu viele solcher Gelegenheiten bleiben ungenutzt: Justus Fischer (am Ball) und ihre Teamkollegen scheitern zu oft an Löwen-Keeper Niklas Gierse, am Gebälk oder an sich selbst.
Zu viele solcher Gelegenheiten bleiben ungenutzt: Justus Fischer (am Ball) und ihre Teamkollegen scheitern zu oft an Löwen-Keeper Niklas Gierse, am Gebälk oder an sich selbst. © Thomas Bork
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Das war ein zahnloser Auftritt gegen einen starken Gegner: Die A-Junioren der TSV Burgdorf haben das Halbfinal-Hinspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 22:29 verloren und stehen im zweiten Aufeinandertreffen am Sonnabend vor einer Herkulesaufgabe.

Das Rückspiel wird für den Recken-Nachwuchs zur Herkulesaufgabe. Nach dem 22:29 (12:16) im ersten Aufeinandertreffen mit den Rhein-Neckar Löwen ist das Endspiel um die deutsche Meisterschaft für die A-Junioren der TSV Burgdorf in weite Ferne gerückt.

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"Wir werden alles versuchen"

„Wir haben nicht den Schlüssel gefunden, um die Abwehr der Gäste nachhaltig zu knacken“, sagte TSV-Trainer Iker Romero nach dem Halbfinalhinspiel. Zu viele Fehlwürfe und technische Fehler verhinderten eine bessere Ausgangsposition. Aufgeben kommt Romero dennoch nicht in den Sinn: „Wir haben erst Halbzeit. Es wird natürlich wahnsinnig schwer, aber wir werden alles versuchen.“

Es begann gut für die Hausherren, bereits nach 35 Sekunden sorgte Veit Mävers für den ersten Treffer. Die Zuschauer in der ausverkauften Gudrun-Pausewang-Halle sahen zu Beginn ein ausgeglichenes Duell.

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Gegner körperlich und spielerisch überlegen

Lukas Becher und erneut Mävers erzielten das 2:1 und 3:2 (5. Minute), allerdings waren es die letzten Führungen für den Gastgeber. Der körperlichen und spielerischen Überlegenheit der Badener versuchte Romero mit wechselnden Abwehrformationen entgegenzutreten, es reichte allerdings nicht, um sie in Verlegenheit zu bringen.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen Spielmacher Jannis Schneibel (7 Tore) und Kreisläufer Benedikt Damm (4) konnte im ersten Durchgang nicht gestoppt werden.

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Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste am Drücker und bauten den Vorsprung auf 19:12 (35.) aus. Durch drei Treffer des Spaniers Pablo Urdangarin (16:20, 41.) blieben die Gastgeber in Schlagdistanz. Die Hoffnung kam zurück, als Joel Wolf und Becher fünf Minuten später sogar auf 18:21 verkürzten.

"Unser Plan ist aufgegangen"

Der Burgdorfer Anhang trieb seine Mannschaft unermüdlich nach vorn, die Rhein-Neckar Löwen ließen sich jedoch nicht beeindrucken, hatten kurze Zeit später die kleine Schwächephase überwunden und steuerten am Ende dem sicheren Sieg entgegen.

„Unser Plan ist aufgegangen“, sagte Löwen-Coach Daniel Haase. „Unsere Deckung war sehr aufmerksam, hat die TSV zu Fehlern gezwungen.“ Für Burgdorfs Kapitän Koray Ayar ist die Entscheidung noch nicht gefallen: „Es gibt noch das zweite Spiel, in dem wir alles probieren wollen, unser Ziel doch noch zu erreichen.“

Flensburg bezwingt Melsungen

Im Rückspiel am Sonnabend (19 Uhr) klärt sich endgültig, wer ins Finale einzieht. Gute Chancen hat auch die SG Flensburg-Handewitt, die sich im zweiten Halbfinale bei der JSG Melsungen mit 35:32 durchsetzte.

TSV Burgdorf: Buschhorn, Mecke – Mävers (9/2), Urdangarin (4), Becher (3), Juric (2), Ayar, Fischer, Wolf, Wunsch (je 1), Hanne, Ahrens, Holletzek, Schröder.