04. Oktober 2021 / 18:02 Uhr

Sieg beim ESV Delitzsch: Ziffert macht für Bad Lausick den Deckel drauf

Sieg beim ESV Delitzsch: Ziffert macht für Bad Lausick den Deckel drauf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Der FC Bad Lausick war am Wochenende siegreich. © Imago/Schiffmann
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Nach den beiden Zu-Null-Niederlagen des FC Bad Lausick gegen Wurzen und in Torgau fehlte es in der Kurstadt nicht an deutlichen Worten. Am Wochenende gab es eine erfolgreiche Reaktion in Form eines tollen 3:0-Erfolgs beim ESV Delitzsch.

Delitzsch. Auf dem Platz fanden sich einige Kicker auf zum Teil durchaus auch ungewohnten Positionen wieder. Über den Kampf ins Spiel finden war die Marschroute. Ersteres scheinen die rekordverdächtigen fünf gelben Karten innerhalb von 40 Minuten zu belegen, allerdings glich sich dies nach der Pause mit viermal Gelb für Spieler und Betreuer des ESV fast aus. Schiri Reiche verfuhr nach der Devise „Wehret den Anfängen“, zeigte auch bei ersten Fouls Karten, sorgte so naturgemäß auf beiden Bänken für Unmut. Speziell im letzten Spieldrittel ging es verbal hitzig zu.

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Nach Seitenwechsel bot sich anders Bild

Es dauerte eine Weile, bis sich die umformierten Gäste fanden. Sie hatten Glück, dass Janko Schötzke den Schuss von Kaselowski, der frei vor ihm auftauchte, mit einer Hand um den Pfosten lenken konnte (12.). Einfacher hatte es Bernhardt, als er nach einem Rückpass frei am Elfmeterpunkt an den Ball kam, doch weit übers Gebälk verzog (20.). Die dritte und erstaunlicherweise bereits letzte ESV-Möglichkeit vereitelte Schötzke kurz vor der Pause, als gleich zwei Delitzscher nach einem Freistoß am linken Pfosten zur stelle waren.

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Was hatten die Bad Lausicker offensiv zu bieten? Gleich dreimal tauchte Fliegner am Strafraum des ESV auf. Einmal setzte er den Ball per Kopf nach Flanke Jeremy Dusts über den Kasten (18.). Zweimal traf er den Ball nicht richtig, so dass Schulze im Tor nicht in Not kam. Ähnlich erging es Kapitän Eric Ziffert, als er aus rund 16 Metern abzog (30.).

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Nach dem Seitenwechsel bot sich ein anderes Bild, natürlich half den Gästen dabei ihr schneller Führungstreffer. Einen Freistoß von der linken Seitenlinie zog Dust nach innen, eigentlich zu nah und weit ans Delitzscher Tor. Nicht nur Keeper Schulze sah den Ball ins Toraus gehen, auch seine Verteidigung schien der Meinung, hier passiert nichts mehr. Doch die Kugel landete am Innenpfosten, sprang nach rechts wo Andreas Streubel völlig frei stand und keine Mühe hatte, den Ball zum 0:1 über die Linie zu schieben. Ein Wirkungstreffer auf beiden Seiten.

Schötzke kaum gefordert

Das Geschehen verlagerte sich zunehmend Richtung FC-Strafraum, doch die meist weiten Flanken und Zuspiele strichen allesamt mehr oder weniger weit am Kasten vorbei. Auch Freistöße, meist lang und ausgiebig diskutiert, wurden kläglich vergeben.

Kurz gesagt: Schötzke musste in der gesamten zweiten Halbzeit nicht einmal ernsthaft eingreifen. Sein Gegenüber machte hingegen die Erfahrung, die bereits einer seiner Vorgänger beim unvergesslichen 4:4 vor einigen Jahren machen durfte.

Eric Ziffert überwand in der Saison 2013/14 Sven Gedigkt im ESV-Tor dreimal vom Elfmetermal. Diesmal überlistete er Schulze mit einem Heber fast vom Anstoßpunkt, als er sah, dass der Hüter zu weit vor dem Tor stand und zudem in die tief stehende Sonne schaute – sowie in der langen Nachspielzeit per Freistoß aus 18 Metern. Hier fehlte mindestens ein Mann in der Mauer. Denn Ziffert zog die Kugel rechts vorbei, Schulze kam zu spät – und flog mitsamt der Kugel in die Maschen.

hpw