26. August 2020 / 14:11 Uhr

Sieg der Wolfsburg-Frauen gegen Barca sorgt für Rekord-Quote im TV

Sieg der Wolfsburg-Frauen gegen Barca sorgt für Rekord-Quote im TV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfL-Erfolg gegen Barca bescherte Sport1 eine Rekordquote für den Frauenfußball
Der VfL-Erfolg gegen Barca bescherte Sport1 eine Rekordquote für den Frauenfußball © AP / Getty
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Der deutsche Frauenfußball-Meister VfL Wolfsburg steht erneut im Finale der Champions League. Den Halbfinal-Sieg gegen Barcelona sahen bei Sport1 zeitweise mehr als eine Million Menschen. Und das Endspiel am Sonntag wird auch in die USA übertragen.

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Die VfL-Fußballerinnen freuen sich über den Einzug ins Champions-League-Finale – und Sport1 freut sich über eine Spitzenquote: Die Übertragung des Wolfsburger Halbfinal-Siegs am Dienstag gegen den FC Barcelona in der UEFA Women’s Champions League sahen in der Spitze 1,07 Millionen Zuschauer im TV, im Schnitt waren es 630.000 Zuschauer. "Diese beiden überragenden Werte sind gleichzeitig das bisherige Allzeit-Hoch für Frauenfußball-Liveübertragungen auf Sport1“, teilte der Sender am Tag nach dem Spiel mit.

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Den bisherigen Rekord hielt das Finale von 2018, in dem sich in Kiew der VfL und Olympique Lyon gegenüber gestanden hatten. Damals waren bis zu 970.000 Zuseher und Zuseherinnen vorm Fernsehgerät dabei.

Für den VfL könnte das Finale vielleicht eine der letzten Chancen auf den großen Pott sein. 2018 und 2016 verlor der deutsche Meister im Endspiel gegen den Dauerrivalen Olympique Lyon. 2021 wird nicht nur Erfolgstrainer Stephan Lerch den Verein verlassen, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit auch Topspielerin Pernille Harder und weitere Stars. Mindestens einmal noch die Champions League gewinnen, bevor es zum großen Umbruch kommt - das ist in Wolfsburg das Ziel. "Jedes Mal, wenn wir so ein schweres Spiel haben, macht uns das stärker. Wir wachsen dann zusammen", sagte Siegtorschützin Fridolina Rolfö. "Es sagt viel über den Verein aus, dass jeder gewinnen will und so eine starke Siegermentalität hat. Ich hoffe, wir schaffen das am Sonntag!"



Sport1 überträgt am Sonntag auch das Finale (Anstoß um 20 Uhr) aus San Sebastian. Kurzfristig nahm der Sender zudem einen „Champions-League-Countdown ins Programm“, der bereits um 19 Uhr startet. Laura Papendick moderiert, Oliver Forster ist als Kommentator im Einsatz. Für die Übertragung der VfL-Partie musste übrigens Darts weichen – vom Premier-League-Turnier in Milton Keynes berichtet der Sender jetzt erst nach dem Champions-League-Finale. Das Spiel gibt es nicht nur auf Sport1 im TV zu sehen, der Sender bietet parallel auch einen kostenlosen Online-Stream auf sport1.de an.

Öffentliche Aufmerksamkeit dieser Art sei, „in anderen Ländern längst üblich“, so Ralf Kellermann, sportlicher Leuter der VfL-Frauen. „Wir hoffen, dass das in Deutschland jetzt nicht nur eine punktuelle Angelegenheit ist....“

Der Medienrummel vor der Partie ist schon jetzt gewaltig. Torschützin Rolfö gab nach dem Spiel um 0.30 Uhr das letzte Skype-Interview für schwedische Medien, am Tag danach standen allein für sie vier weitere Interviews an. Auch Ingrid Engen und Pernille Harder sind bei den skandinavischen Medien sehr gefragt, der MDR sprach mit Anna Blässe, WölfeTV lieferte Bilder für mehrere Fernsehanstalten. Anfragen gibt es zudem auch aus den USA – CBS überträgt das Finale am Sonntag um 14 Uhr New Yorker Zeit live.

VfL Wolfsburg gegen Barcelona - Die Bilder

Da ist er drin: Fridolina Rolfö bejubelt den Treffer zum 1:0 Zur Galerie
Da ist er drin: Fridolina Rolfö bejubelt den Treffer zum 1:0 ©

Der Finalgegner muss zwischen dem Titelverteidiger Olympique Lyon und dessen französischem Rivalen Paris Saint-Germain zwar erst noch ermittelt werden. Doch egal, wer es wird: Viel schwerer als im Halbfinale gegen Barcelona kann es für die Wolfsburgerinnen auch im Endspiel nicht mehr werden. "Natürlich hatten wir in der einen oder anderen Situation Glück, denn Barcelona hat ein sensationelles Spiel gemacht", sagte Lerch nach dem Halbfinale. Aber man müsse diesen Erfolg jetzt auch genießen können. "Man zieht nicht jeden Tag in ein Champions-League-Finale ein. Dass wir das Spiel analysieren und die eine oder andere Sache auch kritisch ansprechen müssen, ist uns allen klar. Die Spielerinnen sind da aber auch sehr selbstkritisch."

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Auf dem Papier sieht die Königsklasse der Frauen nach einer monotonen Veranstaltung aus. Lyon gewann den Titel zuletzt vier Mal in Serie. Davor war von 2008 bis 2015 jedes Mal ein deutsches Team im Finale. Doch von den vergangenen vier Endspielen wurden drei erst in der Verlängerung oder per Elfmeterschießen entschieden. Der FC Barcelona gewann bei den Frauen noch nie einen internationalen Titel, schaffte es aber in der vergangenen Saison ins Finale und vergab am Dienstagabend gegen Wolfsburg mehrere dicke Chancen. Das verrät einiges über die Ausgeglichenheit auf diesem Niveau.

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