08. November 2021 / 15:07 Uhr

Sieg gegen Deutzen: SV Klinga-Ammelshain reicht die rote Laterne weiter

Sieg gegen Deutzen: SV Klinga-Ammelshain reicht die rote Laterne weiter

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Gefahr im Strafraum von Klinga-Ammelshain.
Gefahr im Strafraum von Klinga-Ammelshain. © Karsten Hannover
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Der SV Klinga-Ammelshain hat in der Fußball-Kreisoberliga ein ganz wichtiges Lebenszeichen von sich gegeben. Die Truppe von der Autobahn behielt gegen den SV Blau-Weiß Deutzen in der Begegnung des 11. Spieltages mit 3:2 die Oberhand.

Klinga. Durch den ersten Heimerfolg der laufenden Saison ist der SVKA nun Tabellen-13. und reichte damit die rote Laterne quer durchs Muldental nach Burkartshain weiter, während die in dieser Spielserie auf fremden Plätzen weiterhin sieglosen Deutzener auf dem zehnten Rang des Klassements verharren.

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Vor fast genau einem Jahr hatten die Blau-Weißen im Premieren-Duell beider Mannschaften an der Staudnitzstraße noch mit 5:1 die Nase vorn gehabt. Wenige Stunden später begann damals die zweite Corona-Pause, folgt jetzt die dritte? Dies war allerdings noch Zukunftsmusik, als sich die Teams bei typischem Herbstwetter unter Leitung des Unparteiischen Dominik Hildebrandt vom Falkenhainer SV – welcher in einer herzhaft geführten Partie siebenmal (4/3) den gelben Karton zückte – am Sonntagnachmittag vor 44 Zuschauern ins Getümmel stürzten. Der Rasen im Parthensteiner Ortsteil zeigte sich nach den heftigen Regenfällen zu Wochenmitte einigermaßen erholt, dem Match stand also nichts im Wege.

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Der SV Klinga-Ammelshain konnte am Sonntag gegen Blau-Weiß Deutzen einen 3:2-Heimsieg einfahren. Zur Galerie
Der SV Klinga-Ammelshain konnte am Sonntag gegen Blau-Weiß Deutzen einen 3:2-Heimsieg einfahren. ©

Den Einheimischen war der unbedingte Wille anzumerken, das Schlusslicht auszuknipsen. Nach einer halben Stunde wurden die Bemühungen belohnt, denn Nino Willuhn erzielte den Führungstreffer für die Rot-Weißen (30.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff avancierte der umjubelte Schütze jedoch zum Pechvogel, als er mit einem unglücklichen Eigentor den unfreiwilligen Gleichstand herstellte (43.).


Coach Surma mit auf dem Feld

Mitte der zweiten Halbzeit hatten dann die Gäste aus dem Neuseenland allen Grund, von einem abermaligen Triumph an der einstigen Wirkungsstätte ihres Trainers Rolf Tröger zu träumen. Christoph Ertner war es zu diesem Zeitpunkt vorbehalten, die Deutzener in Front zu bringen (63.). Ein knapper Vorsprung, den sie letztlich allerdings nicht über die Runden bringen konnten. Stattdessen drehten die Hausherren in der Schlussviertelstunde den Spieß erneut um. Zunächst erzielte Evans Yaw Mensah den Ausgleich (78.), bevor kurz darauf der eingewechselte Julian Heller mit seinem Treffer den eminent wertvollen Dreier aus dem Feuer reißen konnte (82.).

Coach Ronny Surma war inzwischen ebenfalls aufs Feld gekommen und half mit, diesen abzusichern. Ob die Kontrahenten am kommenden Wochenende nachlegen beziehungsweise Wiedergutmachung betreiben können, ist angesichts der aktuellen Pandemie-Lage jedoch ungewisser denn je. Für beide Teams stünden laut Ansetzung am Samstag um 14 Uhr regionale Aufeinandertreffen auf dem Programm. Klinga-Ammelshain wäre im Derby beim SV Tresenwald Machern zu Gast, Deutzen würde den Lokalrivalen SV Chemie Böhlen empfangen.