03. März 2019 / 17:38 Uhr

Sieg gegen Gummersbach: SC DHfK Leipzig liefert starke Vorstellung

Sieg gegen Gummersbach: SC DHfK Leipzig liefert starke Vorstellung

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Lucas Krzikalla (DHfK 8) gegen Moritz Preuss (Gummersbach 69) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs VfL Gummersbach, Handball, 1.Liga, 03.03.19
Der SC DHfK Leipzig gewinnt das Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit 28:18. © Christian Modla
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Gelungener Heimauftakt! Der SC DHfK Leipzig gewinnt das Spiel gegen den VfL Gummersbach mit 28:18.

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Leipzig. Das war ein Heimauftakt nach Maß! Der SC DHfK Leipzig hat sich am Sonntagnachmittag deutlich mit 28:18 (13:8) gegen den VfL Gummersbach durchgesetzt. Damit verschafften sich die Grün-Weißen nach zwei Niederlagen in Folge wieder etwas Luft und konnten Selbstvertrauen tanken. Im ersten Heimspiel der Rückrunde und des Jahres zeigten die Gastgeber viel Biss. Vor 4630 Zuschauern in der ausverkauften Arena Leipzig konnte der VfL lediglich ein Mal in Führung gehen, in der zweiten Minute beim 0:1 durch Pouya Norouzinezhad.

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Handball: SC DHfK Leipzig - VfL Gummersbach 28:18 Zur Galerie
Handball: SC DHfK Leipzig - VfL Gummersbach 28:18 © Christian Modla
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„Zu Hause fällt es uns definitiv leichter zu spielen. Ich denke, das hat man auch gesehen“, resümierte DHfK-Trainer André Haber. Es gebe so genannten Muss-Spiele. Das Duell gegen Gummersbach sei genau so ein Spiel gewesen. „Ich denke, im Leistungssport gibt es nichts wichtigeres, als solche Partien zu gewinnen.“ Zu wie viel Prozent der Erfolg den Klassenerhalt bedeute, wollte der Coach dann aber nicht schätzen. „Da lasse ich mich zu nichts hinreißen.“ Klar ist: Mit Kiel, Melsungen und den Füchsen Berlin warten in den nächsten Wochen drei schwere Brocken.

RB Leipzigs Ilsanker sieht starken Weber

Dass sie im ersten Heimspiel nach rund drei Monaten unter Zugzwang stehen, merkte man den Hausherren vom Anpfiff weg an. Bei Kapitän Alen Milosevic entlud sich die Spannung direkt nach fünf Minuten in einer harten Attacke auf Norouzinezhad. Der blieb liegen, musste längere Zeit behandelt werden. „Milo“ war mit den verhängten zwei Minuten gut bedient.

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Franz Semper (SC DHfK Leipzig): „Wir wussten, dass es ein hartes Siel wird, ein Kampfspiel. Wir sind froh, dass wir so einen guten Start erwischt haben. Später gab es einige Unkonzentriertheiten. Vielleicht lief es heute auf so gut, weil wir nach so langer Zeit wieder hier gespielt haben. Ich persönlich habe das sehr vermisst. Es hat uns auf jeden Fall einen Riesen-Push gegeben.“ Zur Galerie
Franz Semper (SC DHfK Leipzig): „Wir wussten, dass es ein hartes Siel wird, ein Kampfspiel. Wir sind froh, dass wir so einen guten Start erwischt haben. Später gab es einige Unkonzentriertheiten. Vielleicht lief es heute auf so gut, weil wir nach so langer Zeit wieder hier gespielt haben. Ich persönlich habe das sehr vermisst. Es hat uns auf jeden Fall einen Riesen-Push gegeben.“ © Christian Modla

In der Offensive legten die DHfK-Jungs indes recht ordentlich los, freundlich unterstützt von ihren Gästen, die zunächst eher unentschlossen in Aktion traten und wirkungsvolle Defensivaktionen vermissen ließen. Ach Keeper Carsten Lichtlein fand nicht in die Partie. Die Grün-Weißen hatten so wenig Mühe, zogen auf 3:1, dann auch 6:2, schließlich auf 11:4 davon. Philipp Weber war mit fünf Treffern wurf-fleißigster Leipziger in Hälfte eins. Am Ende standen zehn Tore für ihn zu Buche. Das freute auch Stefan Ilsanker. Der Profi von RB Leipzig, mit frischem Haarschnitt und passend mit Weber-Trikot gekleidet, hatte in der ersten Reihe neben dem DHfK-Lazarett um Raúl Santos und Jens Vortmann Platz genommen und feuerte die Messestädter an.

Wichtig, wichtig, wichtig! 👊 Der SC DHfK Leipzig setzt ein fettes AUSRUFEZEICHEN im Kampf um den Klassenerhalt und...

Gepostet von SC DHfK Handball am Sonntag, 3. März 2019

Was „Ilse“ unter anderem sah: Rund zehn torlose Minuten der Gummersbacher, denen die von Bastian Roscheck umsichtig organisierte Leipziger Abwehr im Verbund mit dem gut aufgelegten Milos Putera wirkungsvoll den Zahn zog. Erst gegen Ende der ersten Hälfe kamen die Gäste doch noch zum Zug. Das lag auch an Matthias Puhle. Der Keeper hatte nach 19 Minuten den Platz von Lichtlein eingenommen und führte sich bestens ein, entschärfte beispielsweise einen Tempogegenstoß von Lukas Binder. Zur Pause stand schließlich ein 13:8 zu Buche - das klang erst einmal nicht schlecht. Wermutstropfen: Ausgerechnet Abwehrchef Roscheck ging mit der Hypothek von zwei Zeitstrafen in die zweiten 30 Minuten.

Putera mit starkem Comeback in der Schlussphase

Coach André Haber stellte in Halbzeit zwei entsprechend um. Maciej Gebala kam nun neben Milosevic zum Zug. Es entwickelte sich zunächst ein engerer Schlagabtausch als zuvor. Solltehier doch noch einmal etwas gehen für den VfL, der seine Comeback-Qualitäten in der Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt hatte? Nein. Denn rechtzeitig bevor der grün-weiße Vorsprung unter die Vier-Tore-Marke sinken konnte, drehte der SC DHfK auf. Hauptakteure: Putera, der vier Würfe in Folge entschärfte, und Patrick Wiesmach, der drei Mal in kurzer Folge traf - machte ein 22:15 in der 48. Minute.

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Franz Semper (SC DHfK Leipzig): „Wir wussten, dass es ein hartes Siel wird, ein Kampfspiel. Wir sind froh, dass wir so einen guten Start erwischt haben. Später gab es einige Unkonzentriertheiten. Vielleicht lief es heute auf so gut, weil wir nach so langer Zeit wieder hier gespielt haben. Ich persönlich habe das sehr vermisst. Es hat uns auf jeden Fall einen Riesen-Push gegeben.“ Zur Galerie
Franz Semper (SC DHfK Leipzig): „Wir wussten, dass es ein hartes Siel wird, ein Kampfspiel. Wir sind froh, dass wir so einen guten Start erwischt haben. Später gab es einige Unkonzentriertheiten. Vielleicht lief es heute auf so gut, weil wir nach so langer Zeit wieder hier gespielt haben. Ich persönlich habe das sehr vermisst. Es hat uns auf jeden Fall einen Riesen-Push gegeben.“ © Christian Modla

Ein weiteres Aufbäumen der Gäste blieb aus. Auch Puhle konnte nun nichts mehr ausrichten. Angefeuert von ihren wie immer lautstarken Fans spielten der SC DHfK die Partie souverän zu Ende, bauten ihren Vorsprung weiter aus. Nun war auch das sprichwörtliche Glück mit den tüchtigen Grün-Weißen. Beleg? Moritz Preuss zog rund fünf Minuten vor Schluss ab. Der Ball knallte an den Pfosten und blieb dann auf der Torlinie liegen. „Da war ich ganz schön dankbar“, gab Putera später zu. Die Aktion ging im ohrenbetäubenden Leipziger Jubel unter. Jetzt lief einfach alles. Was für ein Nachmittag! „Ich würde jetzt gern die Lok einmal anhalten und sagen: Das war gut. Da war wichtig“, so Haber. „Morgen kann die Lok dann weiter fahren.“

Leipzig: Villadsen; Putera; Semper (7); Wiesmach (3); Rojewski; Jurdzs; Krzikalla; Binder (2); Janke (2); Pieczkowski (2); Roscheck; Weber (10/3); Gebala; Milosevic (2); Esche; Löser.

Gummersbach: Lichtlein; Puhle; Schröter; Dayan (1); Martinovic (2/1); Baumgärtner (6); Sommer (2); Köpp (3); Zhukov (1); Stüber; Becker; Preuss (2/2); Norouzinezhad (1); Busch.

Siebenmeter: Leipzig 3/4, Gummersbach 3/4.

Strafen: Leipzig 4, Gummersbach 5.

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