26. Juli 2018 / 20:24 Uhr

Sieg gegen Häcken: RB Leipzig mit eineinhalb Beinen in dritter Runde

Sieg gegen Häcken: RB Leipzig mit eineinhalb Beinen in dritter Runde

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 26.07.2018, Red Bull Arena, Fussball, UEFA Euro League , Qualifikation, 2.Runde, Hinspiel, RB Leipzig vs. BK HŠcken ,  
Im Bild;  Tor fŸr RB Leipzig. Bruma (17, RB Leipzig) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen Torwart Peter Abrahamsson (26, HŠcken). , 
Foto: PICTURE POINT / S. Sonntag , 
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RB Leipzigs Bruma trifft gegen BK Häcken zum 1:0 - der erste Pflichtspieltreffer der noch jungen Saison. © PICTURE POINT
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Europa-League-Qualifikation: Rasenballer gewinnen 4:0 (2:0) gegen BK Häcken / Ilsanker fliegt vom Platz

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Leipzig. Sie mussten beißen, den ständig insistierenden inneren Schweinehund bekämpfen, ließen viele Körner und viele Liter Flüssigkeit. Und sie belohnten sich. RB Leipzig steht nach einem nie gefährdeten 4:0 (2:0) gegen BK Häcken mit eineinhalb Beinen in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League und werden am kommenden Donnerstag in Schweden das finale halbe Beinchen hinterherziehen. Tore: Bruma (35.), Matheus Cunha (39.), Kevin Kampl (50.) und Jean Kevin Augustin (84.). Stattliche 18126 Fans dürfen sich schon freuen aufs Heimspiel gehen Uni Craiova, das am 9. August in der Red-Bull-Arena steigt. Weniger schön: Stefan Ilsanker sieht gelb-rot, fehlt am Donnerstag in Häcken.

Coach Ralf Rangnick bringt in seinem ersten Pflichtspiel seit dem Bundesliga-Aufstieg 2016 die erwartete Elf und das gewohnte 4-3-3-System. Eingedenk der Hitzegrade und des suboptimalen Trainingszustandes der Seinen steht dem 60-Jährigen der Sinn nach einer frühen Führung. Die erste Chance haben aber die im schwarz-gelben Bienen-Outfit gedressten Schweden. RB-Abwehrchef Willi Orban vertändelt den Ball, sieht nach sieben Minuten gelb. Häcken-Ass Paulinho taucht unter der anschließenden Ecke weg. Nach elf Minuten flankt RB-Neuzugang Marcelo Saracchi auf Jean-Kevin Augustin - das hätte er sein können, der zeitige erste Schritt ins stressfreie Glück.

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RB Leipzig - BK Häcken (4:0) Zur Galerie
RB Leipzig - BK Häcken (4:0) ©
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Ja, aller Anfang ist schwer. Die ewig lange Pause, die Sonne, die zusammengewürfelte Formation, die stählernen schwedischen Gardinen - all das mündet in zerfahrene 30 Start-Minuten, die in einer beklatschten Trinkpause kulminieren. Auffälligster Akteur bis dahin: Schiri Aleksander Starev aus Mazedonien. Der zeigefreudige Mann zückt sechs gelbe Karten. Es sollten sich noch einige dazu gesellen.

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In der 35. Minute springt im Glutofen der glühend heiße Hosenknopf auf. Stefan Ilsanker mit Traumpass in der Strafraum, Bruma dreht und wendet sich - 1:0. Vier Minuten später biegt das Spiel nach Leipzig ab. Der Brasilianer Matheus Cunha, Neuzugang aus Sion, nimmt den Ball filigran runter und zirkelt den Ball zum 2:0 in den Winkel. Weltklasse-Tor! Es folgt ein Lauf zu Boss Rangnick, die Herren herzen einander.

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(1) Peter Gulacsi: Muss keinen einzigen Ball halten, bei den Rückgaben seiner Kollegen eiskalt. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Muss keinen einzigen Ball halten, bei den Rückgaben seiner Kollegen eiskalt. Note 3. ©

Zweite Halbzeit, der Entscheidung geht die schönste Kombination des Spiels voraus. Bruma steil auf Augustin, der spielt nicht den in die Gasse sprintenden Cunha, sondern Kevin Kampl an. KK schmettert den Ball zum 3:0 ins Netz. Womit die Spiele gegen Uni Craiova zu 99 Prozent fixiert sind, sich die Gruppenphase nähert. Der Rest des Spiels ist ein Spiel auf ein Tor. RB kombiniert sich einen Wolf, Häcken hält die Gardinen zu. Bis zur 84. Minute bleibt es beim 3:0, dann macht Augustin nach Cunha-Vorarbeit das 4:0. Ralf Rangnick zum Erstlingswerk seiner Männer in der EL-Quali: „Die äußeren Bedingungen waren extrem, wir mussten uns durchkämpfen. Mit dem 1:0 wurde es leichter und besser. Wir können vor allem mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.“

Nach dem Spiel ist vor dem achttätigen Trainingslager im schönen Seefeld. Am Freitag, 11 Uhr, hebt der Charterjet der Roten Bullen ab, ein Stündchen später setzt der Flieger butterweich in Innsbruck auf. Danach geht es im Mannschaftsbus 30 Minuten kurz zum Hotel Nidum, um 13.30 wird gegessen, um 16 Uhr bittet Ralf Rangnick zum ersten Training.

Die WM-Aktivisten Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Timo Werner gehören zur Tirol-Delegation, werden langsam an Heldentaten herangeführt. Stichwort Werner: Der Nationalspieler kann sich vorstellen, länger zu bleiben, denkt über eine Vertragsverlängerung nach. Die neue Besetzung auf der Trainerbank korrespondiert mit Werners Vorstellungen, die Nachfolge-Lösung mit Julian Nagelsmann ebenfalls. Eine Verlängerung würde für (fast) alle Sinn machen. Werner käme gehaltstechnisch sofort in die ihm zustehenden Spitzen-Sphären, müsste nicht mehr von der Hand in den Mund aus der 2016er Verabredung leben. RB hätte relative Ruhe an dieser Front. Und falls Bayern, Real oder Paris die Ausstiegsklausel (Gesprächsgrundlage 100 Millionen Euro) ziehen, werden vorm Cottaweg goldene Büsten von Rangnick und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff aufgestellt.

Das Fünf-Sterne-Hotel Nidum ist fest in Leipziger Hand, kein Touri soll die fokussierten Sportler stören, kein Jodler den Nachtschlaf stören. Selbst auf der Terasse wird streng kontrolliert, beim letztjährigen Camp wurde ein Zigarillo schmauchender Journalist von zwei normannischen Wandschränken ins Tal eskortiert.

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Diego Demme (RB Leipzig): „Bei so einem Wetter spielt keiner gerne Fußball. Wir haben es vorm 1:0 nicht gut gemacht, danach lief es. Das 4:0 muss natürlich reichen, wir spielen auch in Schweden auf Sieg. Die Fans haben super Stimmung gemacht. Man merkt, dass wir alle zusammen richtig Bock auf die neue Saison haben.“ Zur Galerie
Diego Demme (RB Leipzig): „Bei so einem Wetter spielt keiner gerne Fußball. Wir haben es vorm 1:0 nicht gut gemacht, danach lief es. Das 4:0 muss natürlich reichen, wir spielen auch in Schweden auf Sieg. Die Fans haben super Stimmung gemacht. Man merkt, dass wir alle zusammen richtig Bock auf die neue Saison haben.“ ©
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