06. Juni 2021 / 16:43 Uhr

Sieg gegen Leverkusen: HC Leipzigs Nachwuchs setzt sich Meisterschaftskrone auf

Sieg gegen Leverkusen: HC Leipzigs Nachwuchs setzt sich Meisterschaftskrone auf

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
Siegerfoto
Posieren fürs Sieger-Bild: Die Freude beim HC Leipzig ist riesig. © Christian Modla
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Die Nachwuchs-Handballerinnen des HC Leipzig sind Deutscher Meister 2021. Die Mannschaft hat am Sonntag im Endspiel gegen Bayer Leverkusen knapp mit 22:21 gewonnen. Die spannende Partie haben rund 200 Zuschauer in der Halle verfolgt.

Leipzig. Der HC Leipzig hat es geschafft. Die A-Jugend des früheren Europapokal-Siegers setzte sich im Final-Four-Turnier in der heimischen Sporthalle Brüderstraße nach dem Halbfinalsieg gegen Buxtehude am Sonnabend auch im Endspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen durch. Nach dem 22:21 (16:11) dürfen sich die Leipzigerinnen erstmals seit 2017 (damals die B-Jugend) wieder Deutscher Meister nennen. „Riesen-Kompliment an meine Spielerinnen, wie wir als Zweitligist so viele Erstligisten geschlagen haben“, freute sich ein sichtlich abgekämpfter und heiserer HCL-Coach Steffen Obst nach der Partie.

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Abwehrschlacht in Halbzeit zwei

Zu Beginn zeigten beide Teams vor rund 200 Zuschauern (zugelassen waren nur Angehörige der Spielerinnen) große Nervosität, technische Fehler und einfache Ballverluste waren die Folge – aber auch keine große Überraschung angesichts der stressigen Aufgabe eines Finales um die Deutsche Meisterschaft. Dank einer starken Annabell Krüger im HCL-Krüger ging die Anfangsphase an die Leipzigerinnen, die nach drei Minuten mit 2:0 führten. Den Leverkuserinnen steckte wohl auch nach das Halbfinale vom Vortag in den Knochen, in dem sie sich erst im Sieben-Meter-Werfen mit 33:31 gegen Bietigheim hatten durchsetzen können. Der HCL hatte bei seinem 27:16 gegen Buxtehude dagegen deutlich weniger Probleme.

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Der HC Leipzig hat es geschafft. Die A-Jugend setzte sich im Final-Four-Turnier in der heimischen Sporthalle Brüderstraße im Endspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen mit 22:21 durch. Zur Galerie
Der HC Leipzig hat es geschafft. Die A-Jugend setzte sich im Final-Four-Turnier in der heimischen Sporthalle Brüderstraße im Endspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen mit 22:21 durch. ©

Dennoch kämpften sich die Gäste in die Partie und waren beim 4:5 nach zehn Minuten wieder fast gleichauf. Diverse Fehler in der Bayer-Abwehr sowie das starke Leipziger Offensiv-Duo Lotta Röpcke und Lara Seidel sorgten dann aber dafür, dass die Hausherrinnen zur Pause eine Fünf-Tore-Führung herauswerfen konnten. Eine ähnliche Konstellation für den HCL wie schon im Semifinale, doch im Gegensatz dazu war der Meisterschafts-Keks noch lange nicht gegessen.

Denn die zweite Hälfte entwickelte sich zu einer wahren Abwehrschlacht. Es ging hin und her, wobei sich die Leverkuserinnen sukzessive wieder herankämpften. Beim 19:20 (47.) war die Werkssieben wieder bis auf ein Tor dran, Obst beschwerte sich daraufhin so heftig, dass er die Gelbe Karte sah. Es blieb bis in die Schlussphase eine ganz enge Kiste, dann traf Lara Seidel 40 Sekunden vor dem Abpfiff perfekt in den Winkel zum umjubelten 22:21. Bayer-Coach Martin Schwarzwald nahm noch einmal eine Auszeit, doch die sonst so starke Lucy Jörgens scheiterte im Anschluss Sekunden vor dem Ende an Krüger und dem Pfosten. Der Rest war grenzenloser Leipziger Jubel. Steffen Obst erinnerte in der Stunde des Erfolgs auch an die vielen Helfer, die das Final-Four-Turnier an der Pleiße erst ermöglicht hatten. „Und nächste Saison wollen wir wieder so angreifen, dann hoffentlich auch mit mehr Zuschauern.“

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