22. Februar 2021 / 14:26 Uhr

Sieg gegen Stuttgart II: Grimmaer Volleyballerinnen wieder in der Efolgsspur

Sieg gegen Stuttgart II: Grimmaer Volleyballerinnen wieder in der Efolgsspur

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Die Vorwärts Sachsen Volleys stehen für die Spielbesprechung im Kreis zusammen.
Gegen die zweite Garde des MTV Stuttgart gab es für die Volleyballerinnen von den Vorwärts Sachsen Volleys einen Sieg. © Memofotografie
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Die Vorwärts Sachsen Volleys setzen sich in der 2. Volleyball-Bundesliga mit 3:1 gegen Allianz MTV Stuttgart II durch.

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Grimma. Ihre Nervenstärke unter Beweis zu stellen, dazu hatten die Vorwärts Sachsen Volleys Grimma am frühen Sonntagabend in der heimischen Muldentalhalle keine Gelegenheit. Abgesehen vom ersten verloren gegangenen Satz, boten die Zweitliga-Damen des Volleyballvereins Grimma gegen Gegner Allianz MTV Stuttgart II eine dominant geführte Partie und konnten mit einem 3:1-Sieg (20:25, 25:13, 25:17, 25:17) drei Zähler auf ihr Punktekonto überweisen – und damit zugleich auf den 6. Tabellenplatz klettern.

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Daumen hoch für den Block

Von diesem Erfolg allerdings waren die Langguths, Schröders & Co nach den ersten 23 Spielminuten noch ein ganzes Stück weit entfernt. Hatten die Vorwärts Sachsen Volleys im ersten Drittel des ersten Satzes das Geschehen noch fest in der Hand, entglitt es ihnen mit zunehmender Spieldauer. In der entscheidenden Spielphase machte auf Stuttgarter Seite Mittelblockerin Jennifer Böhler den Unterschied, die mit ihren Aktionen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass der erste Satz zu einer sicheren Angelegenheit für ihr Team wurde.

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Doch auch die 1,81 Meter große Nummer 3 der Stuttgarterinnen, die zu recht zur „wertvollsten Spielerin“ der Partie aus den Reihen ihres Teams gekrönt wurde, konnte nicht verhindern, dass die Hausherrinnen im 2. Durchgang zunehmend das Heft des Handelns in die Hände nahmen. Zunächst jedoch agierten beide Teams noch auf Augenhöhe, bis beim Spielstand von 7:7 ein langer Ballwechsel zum Punktgewinn für die Volleys führte, die mit einem Ass und einer starken Aktion am Block den Vorsprung ausbauten. Die wiederholt zur „wertvollsten Spielerin“ auf Grimmaer Seite gekrönte Elena Kömmling sorgte mit einem ihrer unnachahmlichen Schläge aus dem Hinterfeld zur ersten Vier-Punkte-Führung ihres Teams im 2. Satz (12:8), die die Sachsen Volleys im Anschluss mit fünf Punkten am Stück ausbauen konnten.

Stuttgarter Trainer Johannes Koch nutzte danach eine technische Auszeit, um sein Team kräftig durchzumischen. Erfolg allerdings war ihm damit nicht vergönnt, weil die Gastgeberinnen in dieser Phase der Partie dominant auftraten und ihren 2. Satzball mit einer ganz starken Aktion am Block zum Satzausgleich verwerteten. Satz 3 ähnelte zunächst dem Geschehen im vorangegangenen Spielabschnitt. Beide Teams agierten zunächst auf Augenhöhe, bis sich die Gastgeberinnen beim Spielstand von 9:9 mit einer starken Blockaktion die erneute Führung zurückholen konnten – wofür es von Chefcoach Ronny Lederer einen gehobenen Daumen gab.


Sieg nach anderthalb Stunden

Die Aufmunterung von der Seitenlinie bewirkte immerhin, dass die Vorwärts Sachsen Volleys die Kontrolle über das Spiel in ihren Händen behielten. Nach einem langen Ballwechsel, den die Gäste vom Neckar zum Punktgewinn zum 13:15-Anschluss nutzten, sorgten Emily Langguth mit einem abgeschlossenen Angriffszug und Kristin Schröder mit zwei Assen dafür, das sich die Muldestädterinnen etwas absetzen konnten (18:13). Herausragende Akteurin auf Seiten der Hausherrinnen war in diesem Spielabschnitt neben Kristin Schröder Außenangreiferin Elena Kömmling, die ihrem Team zwei Punkte am Stück zum 21:16 sicherte. Mit einer stabilen Annahme und mutig vorgetragenen Angriffen dominierten die Grimmaerinnen auch die Endphase des 3. Satzes und verwandelten ihren 2. Satzball zum 25:17.

Im vierten Satz übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando. Einmal mehr Elena Kömmling brachte ihr Team mit 6:4 in Führung, die im Angriff überaus effektive Mittelblockerin Ulrike Schemel besorgte über die Mitte das 9:6. Danach verloren die Gäste aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt den Faden und sahen sich zudem mit einigen gegen sie gerichteten strittigen Entscheidungen von Schiri Steffen Matern konfrontiert, was Trainer Johannes Koch beim Spielstand von 12:6 für die Muldestädterinnen die gelbe Karte wegen Meckerns einbrachte.

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Seine Schützlinge drückten derweil noch einmal ihre Rücken durch und stemmten sich gegen die drohende Niederlage mit drei gewonnenen Punkten am Stück. Doch namentlich gegen Kristin Schröder und Elena Kömmling war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Die beiden Grimmaer Angreiferinnen fanden immer wieder Lücken in den Reihen der Stuttgarterinnen, bevor ein auf die Netzkante gesetzter Aufschlag den Volleys nach rund eineinhalb Stunden den Satz- und Spielgewinn bescherte. Als nächstes empfangen die Vorwärts Sachsen Volleys am 7. März um 16 Uhr das saarländische Team proWIN Volleys TV Holz.