23. Dezember 2021 / 21:59 Uhr

Sieg im Topspiel: Seawolves übernehmen zu Weihnachten die Tabellenspitze

Sieg im Topspiel: Seawolves übernehmen zu Weihnachten die Tabellenspitze

Sebastian Lindner
Ostsee-Zeitung
Nijal Pearson konnte in der Schlussphase zwar nicht mehr mitwirken, freute sich aber schon vorher über eine starke Leistung seines Teams.
Nijal Pearson konnte in der Schlussphase zwar nicht mehr mitwirken, freute sich aber schon vorher über eine starke Leistung seines Teams. © Gunnar Rosenow
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Durch den elften Sieg in Serie, der Vereinsrekord bedeutet, haben die Rostock Seawolves den bisherigen Ligaprimus vom Thron gestoßen. Nach ganz deutlicher Halbzeitführung wurde es zwischendurch aber nochmal eng.

Während es draußen vor der Rostocker Stadthalle gar nicht mehr aufhören wollte zu schneien, wurde es drinnen im heißer. Mit einer starken Leistung haben die Wölfe am Ende aber doch den bisherigen Tabellenführer Medipolis Jena mit 94:81 bezwungen und damit selber die Spitze in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A übernommen. Zur Pause führten die Hausherren in der leeren Halle bereits mit 57:30. Zusätzliches Weihnachtsgeschenk für die Seawolves war der elfte Sieg in Serie – neuer Vereinsrekord.

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„Über 40 Minuten sind wir heute definitiv der verdiente Sieger“, sprach Wölfe-Coach Christian Held nach der Partie selbstbewusst in die Mikros. Einen „sehr, sehr guten“ Auftritt habe sein Team dabei geliefert. Und auch benötigt. „Dass Jena nach 20 Minuten nicht die weiße Fahne hisst, war uns klar.“

Machtdemonstration im zweiten Viertel

Wie in so vielen Spielen des bisherigen Saisonverlaufs dauerte es eine Weile, bis die Wölfe auf Betriebstemperatur waren. Vor allem Jordan Roland fand im ersten Viertel überhaupt nicht ins Spiel. Nichtsdestotrotz hielt Rostock mit, ging beim 6:5 erstmals in Führung, musste die aber schnell wieder hergeben. Gegen Ende des ersten Viertels konnten sich die Wölfe dann aber doch absetzen, nach zehn Minuten stand es 26:20.

Am 17. September starteten die Rostock Seawolves in die neue Saison. Klares Ziel sind auch in diesem Jahr wieder die Play-offs.

Das offizielle Mannschaftsfoto der Rostock Seawolves Zur Galerie
Das offizielle Mannschaftsfoto der Rostock Seawolves ©

Der zweite Abschnitt war eine Rostocker Machtdemonstration. Jena sammelte nur zehn Punkte, die Wölfe hingegen deren 31. Neben Till Gloger, der unter dem Korb zuverlässig punktete, drehte nun auf Roland auf, traf aus nahezu allen Lagen. „Irgendwann kriegen wir unseren Lauf“, so Held. „Davon leben wir dann.“ In erster Linie war es aber die Defense, mit der die Gastgeber glänzten. Jenas Wurfquoten lagen unter ferner liefen, die Wölfe sammelten schon bis zur Pause 20 Rebounds, 14 davon unter dem eigenen Korb.

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Held ohne Jacket, Pearson ohne Kontaktlinse

Jena hingegen ging zunächst mit hängenden Köpfen zurück in die Kabine, doch Coach Domenik Reinboth konnte seiner Männer wieder aufbauen. In einem anfangs hektischen dritten Viertel mit mehreren Ballverlusten auf Rostocker Seite stabilisierten sich die Wölfe hintenraus wieder und gingen mit 72:51 in den letzten Abschnitt.

Trotz des vermeintlich sicheren Vorsprungs bekamen es die Hausherren nochmal mit den Nerven zu tun. Fünf Minuten vor dem Ende waren es plötzlich nur noch elf Zähler vor. Jenas Werfer begannen von draußen zu treffen. Während sich Coach Held vor Anspannung seines Jackets entledigte, verloren die Wölfe für die Crunchtime Nijal Pearson, weil dem eine Kontaktlinse verlustig ging.

Theis und Roland beste Werfer

Drei Minuten vor dem Ende waren die Seawolves nur noch neun Punkte in Front. Doch einmal mehr war es Chris Carter, der in der Schlussphase Verantwortung übernahm. Auch Sid-Marlon Theis, mit 18 Punkten gemeinsam mit Roland bester Werfer, konnte in den letzten Sekunden noch einen wichtigen Dreier beisteuern, damit am Ende doch noch ein beruhigendes Plus zu verzeichnen war.

„Ich fand wir haben es am Ende gut verwaltet“, sagte Held, dem auch nicht bange wurde, als es eng wurde. „Und auch noch etwas für den direkten Vergleich getan, falls der denn zustande kommen sollte. Von daher: ein rundum gelungener Tag.“

Mehr zu den Rostock Seawolves

Allzu lange feiern dürfen die Rostocker aber nicht. Schon am Sonntag geht es weiter, die Wölfe müssen zum 16. Spieltag zu den Lions nach Karlsruhe (Beginn: 17.30 Uhr) reisen.

Seawolves: Montgomery 2 Punkte, Nelson 17, de Oliveira, Carter 9, Ilzhöfer 4, Roland 18, Gloger 14, Theis 18, Perason 10, Loesing 2

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