02. Mai 2022 / 10:27 Uhr

Sieg in letzter Sekunde: HC Elbflorenz gewinnt Handball-Krimi

Sieg in letzter Sekunde: HC Elbflorenz gewinnt Handball-Krimi

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Dresdner Sebastian Greß, Marius Noack, Nils Kretschmer und Henning Quade (v. l. n. r.) rasten vor Freude über den Sieg aus.
Die Dresdner Sebastian Greß, Marius Noack, Nils Kretschmer und Henning Quade (v. l. n. r.) rasten vor Freude über den Sieg aus. © Matthias Rietschel
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Die dritte Niederlage in Folge wurde abgewendet. Der HC Elbflorenz gewann mit einem Tor von Sebastian Greß quasi mit der Schluss-Sirene 26:25 gegen Bietigheim.

Dresden. Eine Sekunde vor der Schluss-Sirene steigt Sebastian Greß hoch und drischt den Ball ins Tor. Nun gibt es für die Spieler des HC Elbflorenz kein Halten mehr. Sie stürzen sich auf den 27-Jährigen und tanzen mit ihm jubelnd im Kreis. Sein Treffer machte im spannenden und phasenweise hochklassigen Handball-Krimi gegen die SG BBM Bietigheim den 26:25-Sieg (14:12) des Dresdner Zweitligisten perfekt.

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Damit verhinderten die Schützlinge von Trainer Rico Göde die dritte Niederlage in Folge. Bietigheims Trainer Iker Romero gestand: „Das war hart.“ Sein Kollege Göde strahlte dagegen: „Es war die ganze Zeit eng und ein sehr intensives Spiel. Ich bin wirklich unheimlich stolz auf die Jungs. So können wir weitermachen und vieles aus der Partie mitnehmen“, sagte er.

Tatsächlich erlebten die 902 Zuschauer ein „hart umkämpftes, geiles Handballspiel mit schöner Härte in den Zweikämpfen“, wie es später Nils Kretschmer befand. Er war nicht nur mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer, sondern zeichnete sich vor allem als Fels in der Abwehr aus. Anders als zuletzt zweimal gegen Coburg präsentierten sich die Göde-Schützlinge mit einer anderen Körpersprache, agierten bissig in der Abwehr und waren mehrfach mit Tempogegenstößen erfolgreich. Dennoch ließen sie noch die eine oder andere Chance liegen.

Und die Bietigheimer hielten dagegen, so konnte sich kein Team wirklich absetzen. Das setzte sich zunächst auch nach dem Seitenwechsel fort. Nach einer 21:20-Führung (47.) der Bietigheimer drehte Kreisläufer Henning Quade auf. Im Verbund mit einem glänzend parierenden Marius Noack brachte er die Dresdner binnen vier Minuten mit 23:21 in Front. Als die Elbestädter den Vorsprung sogar auf 25:22 (55.) ausbauten, schien der Sieg greifbar. Doch drei Fehler der Hausherren nutzten die Gäste zu drei schnellen Kontertoren durch Christian Schäfer. Nun stockte den HCE-Fans der Atem. Doch Co-Kapitän Sebastian Greß erlöste mit dem letzten Angriff seine Mannschaft.

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Elbflorenz-Tore: Kretschmer 7/3, Quade 5, Greß 4, Zobel, Emanuel je 3, Jungemann 2, Dierberg, Vanco je 1.

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