27. Juli 2019 / 16:16 Uhr

Sieg in Überzahl: Eintracht Braunschweig bezwingt 1860 München (mit Einzelkritik)

Sieg in Überzahl: Eintracht Braunschweig bezwingt 1860 München (mit Einzelkritik)

Alex Leppert
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Münchens Dennis Erdmann (links) gegen Braunschweigs Nick Proschwitz.
Münchens Dennis Erdmann (links) gegen Braunschweigs Nick Proschwitz. © imago images / MIS
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Zweites Spiel, zweiter Sieg: Mit 2:1 (1:1) gewann Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig gegen 1860 München. Die 19.233 Zuschauer sahen dabei eine Partie, die völlig anders begann als sie endete.

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„Wir wollen eine Heim-Macht werden“, hatte Eintracht-Trainer Christian Flüthmann vor der Partie gesagt. Seine Mannschaft startete jedoch eher hasenfüßig, musste den klar überlegenen Münchenern ständig hinterherlaufen. Und geriet auch früh in Rückstand, als Sturm-Opa Sascha Mölders eine Ecke fast unbedrängt einköpfte (5.).

Die Löwen in Noten: Die Einzelkritik nach dem Spiel gegen den TSV 1860 München

Jasmin Fejzic: War rechtzeitig wieder spielfähig geworden und beim 0:1 ohne Chance. Sorgte mit zwei guten Paraden schon in der ersten Hälfte dafür, dass 1860 nicht höher in Führung ging. Später kaum noch gefordert. Note: 2,5. Zur Galerie
Jasmin Fejzic: War rechtzeitig wieder spielfähig geworden und beim 0:1 ohne Chance. Sorgte mit zwei guten Paraden schon in der ersten Hälfte dafür, dass 1860 nicht höher in Führung ging. Später kaum noch gefordert. Note: 2,5. ©
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Münchner Löwen schwächen sich selbst, Braunschweig nutzt Überzahl

„In der ersten Halbzeit hatten wir tatsächlich Probleme“, sagte Flüthmann hinterher. Doch er brachte mehr Sicherheit in die Defensive: Nach gut einer halben Stunde stellte er von Vierer- auf Fünferkette um. Offensiv fand Braunschweig aber nach wie vor kaum statt. Das oft gewählte Mittel, es mit langen Bällen zu versuchen, war das falsche. Dennoch erzielten die Blau-Gelben den Ausgleich: Manuel Schwenk (Ex-Janzer) schlenzte den Ball von halblinks aufs lange Eck, Torwart Henrik Bonmann ließ den Ball abprallen, Martin Kobylanski staubte per Kopf ab – 1:1 (43.). Sein viertes Tor im zweiten Spiel. 

Die Gäste dezimierten sich bei tropischen Temperaturen früh selbst – Felix Weber sah nach einem Foul am Mittelkreis Gelb-Rot (51.). Zudem gab es neunmal Gelb – erstaunerlicherweise aber nicht für die Eintracht-Kartenkönige Marc Pfitzner und Benjamin Kessel. „Hätte das einer gewettet, wäre er wahrscheinlich reich geworden“, lachte Kessel nach dem Abpfiff.

Die zahlenmäßige Überlegenheit machte sich sofort bemerkbar. Das 2:1 fiel allerdings im Anschluss an eine Ecke. Präzise Flanke Kobylanski, Hecht-Kopfball Kessel – Tor (62.). In der Hitze brachten die in Überzahl spielenden Braunschweiger den Sieg dann ohne große Aufreger ins Ziel.

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„Die Tabellensituation spielt für uns keine Rolle“, erteilt Flüthmann voreiliger Euphorie eine schnelle Absage. Auch Sieg-Torschütze Kessel sagt: „Wir müssen jetzt die Kirche im Dorf lassen. Wichtig ist, dass wir so ein bisschen im Flow sind und, dass wir die Euphorie mitnehmen.“ Schon am Dienstagabend steht in Jena das nächste Spiel an.

Eintracht: Fejzic – Kessel, Becker, Nkansah, Kijewski – Nehrig (46. Ademi), Pfitzner – Bär, Kobylanski, Schwenk (75. Putaro) – Proschwitz (82. Wiebe).

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