10. Januar 2021 / 18:28 Uhr

Sieg Nummer zehn für Rostock Seawolves - Coach Bauermann muss aussetzen

Sieg Nummer zehn für Rostock Seawolves - Coach Bauermann muss aussetzen

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Co-Trainer Christian Held (l.) vertrat den erkrankt ausgefallenen Chefcoach Dirk Bauermann.
Co-Trainer Christian Held (l.) vertrat den erkrankt ausgefallenen Chefcoach Dirk Bauermann. © Gunnar Rosenow
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Rostocker Basketball-Zweitligist nach hartem Kampf 85:78 in Schwenningen. Coach Dirk Bauermann fehlte und wird auch in beiden nächsten Spielen nicht dabei sein können. 

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Villingen-Schwenningen. 37 Sekunden sind noch zu spielen, als Seawolves-Spielmacher Behnam Yakh- chali im Spiel bei den Panthers Schwenningen an den Ball kommt. Die Rostocker führen mit einem Punkt (79:78). Der Iraner dribbelt kurz an und versenkt einen Dreipunktwurf über zwei Gegenspieler hinweg im Korb. Die Vorentscheidung. Den Hansestädtern gelingt es, den nächsten Angriff der Gastgeber zu verteidigen und selbst noch einmal zu punkten. Mit 85:78 (43:33) gewinnt der Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga bei den Württembergern und feiert damit seinen zehnten Saisonsieg.

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Co-Trainer Christian Held, der den kurzfristig mit gesundheitlichen Problemen ausgefallenen Chefcoach Dirk Bauermann vertrat, analysierte: „Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. Am Ende haben wir den kühleren Kopf bewahrt und die wichtigen Würfe getroffen.“

Das sind der aktuelle der Kader und das Trainerteam der Rostock Seawolves (Stand: 30. November 2020).

Till Gloger (am Ball) ist der erste Neuzugang der Rostock Seawolves für die kommende Saison. Zur Galerie
Till Gloger (am Ball) ist der erste Neuzugang der Rostock Seawolves für die kommende Saison. ©

Held wird die Rostocker auch in den kommenden beiden Spielen gegen Kirchheim Knights (13. Januar) und die Tigers Tübingen (17. Januar) aus der ersten Reihe heraus betreuen. Nach Angaben der Seawolves vom Sonntag wurden bei Chefcoach Bauermann eine akute Blinddarmentzündung ärztlich festgestellt. Der 63-Jährige wird damit die kommende Woche fehlen.

Gleich zu Beginn bekamen die Rostocker zu spüren, dass der Tabellenneunte es ihnen nicht leicht machen würde. Mit 7:12 gerieten die Gäste in Rückstand. Nach einer Auszeit von Held kam der Favorit dann besser ins Spiel, konnte erst ausgleichen (16:16/7.) und das Spiel bis zum Ende des ersten Viertels sogar drehen (24:18). Bis zur Halbzeitpause erhöhten sie auf 43:33. Der Vorsprung wuchs Anfang des dritten Abschnitts sogar auf 14 Punkte an. Doch Schwenningen kämpfte sich zurück, kam wieder auf zwei Zähler ran. „In der zweiten Hälfte ist es Schwenningen leider gelungen, uns mit ihrer Physis und sehr guten Verteidigung aus unserer Offensive herauszudrücken“, kritisierte Held.

In den Schlussminuten entwickelte sich eine spannende Partie, in der die Seawolves immer knapp führten und durch den Yakhchali-Dreier kurz vor Schluss vorentscheiden konnten. „Wir sind sehr zufrieden, ein schweres Spiel gewonnen zu haben“ resümierte Held, der mit der Mannschaft in Süddeutschland blieb. In Ulm bereitet sich das Team mit Chefcoach Bauermann auf das Spiel am Mittwoch in Kirchheim unter Teck vor.

Seawolves: Yakhchali 24 Punkte/4 Rebounds, Reischel 14/7, Wright 14/10, Theis 13/1, Loesing 11/0, Veideman 5/2, Gloger 4/3, Ilzhöfer 0/3, Jost, Skobalj.