29. Juni 2017 / 21:26 Uhr

Sieg über Mexiko: Deutschland im Finale des Confed Cups

Sieg über Mexiko: Deutschland im Finale des Confed Cups

Eric Zimmer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Großer Jubel: Deutschland steht im Finale des Confed Cups 2017.
Großer Jubel: Deutschland steht im Finale des Confed Cups 2017. © imago
Anzeige

Folgt nach der Weltmeisterschaft jetzt auch der Confederations Cup? Die deutsche Nationalmannschaft greift nach dem Erfolg gegen Mexiko im Halbfinale jetzt nach dem nächsten Titel. Gegner im Finale am Sonntag ist Chile.

Anzeige
Anzeige

„Wir wollen etwas Besonderes schaffen“, hatte Nationalspieler Lars Stindl gesagt – dann lieferten er und seine Kollegen eine Show ab. Der Traum vom Titelchen lebt, die deutsche Fußballnationalmannschaft hat es geschafft: Auch ohne die ganz großen Stars im Kader steht sie im Finale des Confed Cups in Russland, schlug am Donnerstag in Sotschi Mexiko mit 4:1.

Nächster Halt: St. Petersburg. Nächster Gegner: Chile. Am Sonntag (20 Uhr) geht es gegen die Südamerikaner um die 40 Zentimeter hohe und 8,6 Kilogramm schwere Trophäe aus Ebenholz, vergoldeten Silber und dem Mineral Lapislazuli. Glänzende Aussichten für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw! Wer hätte das vor wenigen Wochen gedacht? „Es hat sich schnell eine Mannschaft gebildet, die eine Einheit ist“, benannte Löw nach Abpfiff einen der Erfolgsschlüssel seines aus der Not heraus geborenen Confed-Cup-Teams. „So etwas erhofft man sich natürlich vor einem Turnier, dass man ins Halbfinale oder Finale kommt. Aber erwarten konnte man es nicht.“

Marc-André ter Stegen: Immer wach, als Mexiko nach dem 2:0 aufdrehte. Gutes Stellungsspiel mit Auge und Sicherheit. Redete viel mit den Vordermännern und zeigte damit, wer die klare Nummer zwei hinter dem abwesenden Manuel Neuer ist: er. Gute Parade in der 32. Spielminute. Kassierte kurz vor Schluss noch ein Gegentor. Note: 3 Zur Galerie
Marc-André ter Stegen: Immer wach, als Mexiko nach dem 2:0 aufdrehte. Gutes Stellungsspiel mit Auge und Sicherheit. Redete viel mit den Vordermännern und zeigte damit, wer die klare Nummer zwei hinter dem abwesenden Manuel Neuer ist: er. Gute Parade in der 32. Spielminute. Kassierte kurz vor Schluss noch ein Gegentor. Note: 3 ©
Anzeige

Löw wechselt schlau

Gegen die Mexikaner um den Leverkusener Javier „Chicharito“ Hernandez griff der Bundestrainer in die Trickkiste. Emre Can, Kerem Demirbay, Marvin Plattenhardt und Niklas Süle, die noch gegen Kamerun gestartet waren, nahmen auf der Bank Platz, dafür rotierten Leon Goretzka, Jonas Hector, Lars Stindl und Leverkusens Youngster Benjamin Henrichs (20) ins Team.

Henrichs? Schlau gemacht von Löw. Denn: Henrichs hatte den Abwehrkollegen vor dem Spiel geraten, wie man „Chicharito“ stoppen kann – er kennt Mexikos Superstar aus dem Verein. Beide spielen für Leverkusen. „Man darf ihn vor allem nicht zum Abschluss kommen lassen.“ Auf dieses Insiderwissen wollte Löw nicht verzichten. Vorne: Die geballte Offensive mit Stindl, Kapitän Julian Draxler und Leipzigs Timo Werner.

Was soll man sagen? Besser hätte die Sache nicht klappen können. Acht Minuten waren gespielt, da stand es 2:0 für Deutschland. Direkt an den Treffern beteiligt waren zwei der Reinrotierten: Goretzka und Henrichs. In der 6. Minute spielte Henrichs den Ball in die Mitte auf den Schalker, der aus 17 Metern in die linke Ecke des Tores von Guillermo Ochoa schoss. 1:0. Löw hatte gerade mit dem Abklatschen der Kollegen auf der Bank aufgehört, da konnte er mit dieser Prozedur schon wieder beginnen: 2:0! Wieder Goretzka, jetzt bedient von Werner. Was für ein Start, was für ein glückliches (oder gekonntes?) Händchen von Löw. Und nebenbei ein neuer DFB-Rekord: Noch nie zuvor war einem Nationalspieler nach nur acht Minuten ein Doppelpack gelungen. Gottfried Fuchs (1912) und Rudi Völler (1987) hatten das als bisherige Spitzenreiter in dieser Kategorie nach neun Minuten geschafft.

Hier lesen: Mit Kabinenselfie - Die Reaktionen auf den deutschen Halbfinalsieg gegen Mexiko

Der Traum vom Titelchen lebt weiter

Schnelle Führung. Aber dann kam Mexiko, hatte sich an das Pressing, vor allem von den Offensiven Stindl und Werner, gewöhnt. Die deutsche Abwehr warf alles rein, Antonio Rüdiger wuchs über die Spielzeit zum Abwehrboss heran und machte gemeinsam mit den Kollegen vieles richtig. „Wir haben sehr viel geschafft als Mannschaft“, sagte der Verteidiger des AS Rom.

Halbzeit zwei, Deckel drauf, Werner mit dem 3:0 (59.). Es war ein tolles Spiel im Olympiastadion von Sotschi. Das DFB-Team mutig, das Finale eingetütet. Jetzt macht dieser Confed Cup Spaß! Die Schlusspunkte setzten Mexikos Marco Fabian mit dem Anschlusstreffer (89.) und der eingewechselte Amin Younes mit dem 4:1 (90.).

Und so blieb es dabei: Deutschland gegen Mexiko ist bei Turnieren eine klare Sache: 1978, 1986 und 1998 setzte sich die DFB-Auswahl bei Weltmeisterschaften gegen die Mittelamerikaner durch, 2005 und am Donnerstag beim Confed Cup. „Wir bewundern Deutschland“, sagt Mexiko-Trainer Juan Carlos Osorio. Das tun derzeit viele.

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN