28. November 2021 / 13:17 Uhr

Sieg und Niederlage für die Red Dragons

Sieg und Niederlage für die Red Dragons

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Dragons-Akteur Andrew Louis Jones (r.) wird kurz vor dem Korbwurf erfolgreich durch Davor Barovic (Aschersleben Tigers) gestoppt.  
Dragons-Akteur Andrew Louis Jones (r.) wird kurz vor dem Korbwurf erfolgreich durch Davor Barovic (Aschersleben Tigers) gestoppt. © Oliver Schwandt
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Basketball-Regionalliga: Mannschaft von Coach Michael Opitz unterliegt erst Aschersleben, um einen Tag später einen Sieg gegen Berlin Braves einzufahren.

Mit zwei unterschiedlichen Ergebnissen beendete Basketball-Regionalligist Red Dragons Königs Wusterhausen das vergangene Wochenende. Am Freitagabend verlor das Dahmeland-Team in der heimischen Paul-Dinter-Halle mit 49:56 (9:16, 15:14, 11:14, 14:12) gegen den Tabellenzweiten Aschersleben Tigers BC. Einen Tag später kehrten die Dragons mit einem verdienten 71:58-Erfolg (20:10, 16:17, 19:18, 16:13) bei den Berlin Braves 2000 aus der Hauptstadt zurück.

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Besonders die knappe Niederlage gegen seinen alten Verein aus Aschersleben – Michael Opitz stand bei den Tigers von 2012 bis 2014 als Chefcoach unter Vertrag – ärgerte den Dragons-Trainer gewaltig. „Wir waren heute im Abschluss einfach zu schwach und verloren hinten die Bälle zu einfach. Aschersleben ging es ähnlich, sodass ein Erfolg für uns locker im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Leider musste ich auf zwei sehr wichtige Eckpfeiler verzichten, mit denen wir sicherlich die Tigers heute besiegt hätten.“ Opitz spielte dabei auf die fehlenden Leistungsträger Tomislav Gabric und Acha Njei an. Er begründete auch das Fehlen der beiden Akteure: „Sie erfüllen zurzeit die geforderten 2G-Vorgaben nicht. Aus diesem Grund werden sie uns sicherlich noch ein paar Wochen nicht zu Verfügung stehen.“ Nur zu einem Kurzeinsatz gegen die Tigers kam Leon Hecker, der mit den Nachwehen seiner Boosterimpfung zwei Tage vor dem Match zu kämpfen hatte. „Das war wirklich schade, da sich Leon in den vergangenen Partien echt gut entwickelt hatte“, erkannte der Dragons-Coach.

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Vor knapp 50 Zuschauern, die im Vorfeld von zwei Ordnern auf die erforderliche 2G-Regel überprüft worden waren, taten sich die Dahmeländer im ersten Viertel schwer. Zwar brachte Gideon Steffen, mit elf Zählern erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft, die Dragons mit 2:0 in Führung, doch in den weiteren Spielminuten lief im Angriff bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen. Besonders viel Wurfpech hatte Michel Ramanarivo, der von drei Drei-Punkte-Versuchen nicht einen im Korb unterbrachte. „In diesen Situationen war Michel einfach zu hektisch. Da muss er viel ruhiger abschließen“, sagte Opitz. Aufgrund der schwachen Angriffsquote der Dragons lagen die Gäste aus Sachsen-Anhalt nach zehn Minuten deutlich mit 16:9 vorn.

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Nach einem starken 8:2-Lauf der Brandenburger kämpften diese sich bis auf 17:18 heran (16.). Allerdings verpasste es anschließend Ramanarivo, mit seinem Abschluss völlig freistehend unterm Korb sein Team in Führung zu bringen. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte Aleksandar Dimitrijevic, als er mit einem Dreier den 24:30-Pausenstand herstellte.

Schlechte Dreierquote bei den Dragons und Gegner Aschersleben

Nach dem Wechsel wurde der ehemalige Erstliga-Profi bei den Dragons, Oliver Mackeldanz, gleich von zwei Gästeakteuren hauteng gedeckt, da von den Außenpositionen beim Tabellenzehnten nicht wirklich viel Gefahr ausging. Insgesamt gelangen der Mannschaft von 19 Dreierversuchen nur drei, die im Korb landeten. Wie leicht die Gäste zu schlagen gewesen wären, zeigte deren Dreierquote, denn von den 21 Abschlüssen aus mindestens 6,75 Meter Entfernung zum Korb konnte die Truppe aus dem Nachbarbundesland ebenfalls nur drei versenken.

Mit zwei erfolgreichen Zwei-Punkte-Würfen zum 37:44 eröffnete Mackeldanz den Schlussabschnitt und die von Opitz in der kurzen Pause geforderte Aufholjagd, die bis zum 45:48 (37.) führte. In den letzten Minuten erhöhte der Ligazweite jedoch noch einmal die Schlagzahl, sodass am Ende ein schwer erkämpfter 56:49-Erfolg für ihn auf der Anzeigetafel zu lesen war.

Red Dragons gegen Aschersleben: Steffen (11), Mackeldanz (10), Jones (9), Dimitrijevic (7), Ramanarivo (5), Diallo (4), Bihari (3), Hecker, Tyrekidis.

Red Dragons gegen Berlin Braves 2000: Steffen (11), Mackeldanz (20), Jones (7), Dimitrijevic (4), Ramanarivo (12), Diallo (10), Bihari (5), Hecker (2), Tyrekidis.