26. Januar 2020 / 18:16 Uhr

Siegesserie der flippo Baskets reißt in Saarlouis

Siegesserie der flippo Baskets reißt in Saarlouis

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Jenny Crowder (hier gegen TK Hannove) stand mit den flippo Baskets BG 74 in Saarlouisauf verlorenem Posten.
Jenny Crowder (hier gegen TK Hannove) stand mit den flippo Baskets BG 74 in Saarlouisauf verlorenem Posten. © Swen Pförtner
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Nach vier Erfolgen gegen die Topteams der Damenbasketball-Bundesliga ist ausgerechnet beim Schlusslicht die Siegesserie der flippo Baskets BG 74 gerissen. Die Göttingerinnen verloren bei den Royals Saarlouis deutlich mit 68:95 (37:48).

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Nach einem ausgeglichenen Start (5:5/3.) gelang es den Gastgeberinnen sich immer weiter abzusetzen – über 15:7 (4.), 26:10 (8.) auf 30:16 zum Ende des ersten Viertels. Der Tabellenletzte traf allein sechs Mal in diesem Abschnitt von jenseits der 6,75-Linie, während die Göttingerinnen sich einige Male die Zähne an der Defensive der Royals ausbissen und teilweise Pech im Abschluss hatten. Etwa 800 Zuschauer in der Stadtgartenhalle in Saarlouis bildeten eine Rekordkulisse in der bisherigen Saison, sie alle hatten an diesem Nachmittag freien Eintritt.

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Kleiner Lichtblick im zweiten Viertel

Das zweite Viertel entschieden die flippo Baskets mit 21:18 für sich. Das lag zum einen daran, dass mehr Würfe für die Göttingerinnen fielen, zum anderen aber auch daran, dass die Gastgeberinnen nicht mehr so viele Gelegenheiten erhielten, aus der Distanz zu werfen. Näher als zehn Punkte kam die Mannschaft von Trainer Goran Lojo allerdings nicht heran. Ein Handicap auf Seiten der BG-Damen war sicherlich die hohe Foulbelastung von Ivana Blazevic, die mit vier Bestrafungen in die Pause ging. Sie und Viki Karambatsa hatte vor allem im ersten Viertel immer wieder gepunktet.

Die Hypothek aus dem ersten Viertel war zu hoch. Das zeichnete sich schon im dritten Abschnitt ab. Zweimal konnten die flippo Baskets den Abstand auf einstellig verkürzen (46:54/25.; 50:59/28.), aber die Gastgeberinnen hatten immer wieder die richtige Antwort parat, zeigten sich stark verbessert zu ihren Auftritten im bisherigen Saisonverlauf. Mit 17 Punkten Rückstand (50:67) ging es in das Schlussviertel. Hier hätten die Göttingerinnen ein Wunder gebraucht, um das Spiel noch zu drehen. Das trat nicht ein.

Befürchtungen bewahrheiten sich

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Dafür bewahrheiteten sich die Befürchtungen von Geschäftsführer Richard Crowder: „Alle hatten erwartet, dass wir nach den letzten Erfolgen so weitermachen würden. Ich hatte Angst vor diesem Spiel. Wie sich zeigt – zu Recht.“ Crowder berichtete, dass die Mannschaft all das vermissen ließ, was sie zuletzt ausgezeichnet hatte. „Es fehlte der Kampfgeist und die hammerharte Defense. Von der ersten bis zur letzten Minute ein schwaches Spiel von uns, in dem sich Saarlouis dann auch noch in einen Rausch gespielt hat.“ – Punkte flippo Baskets: Blazevic (10), Oevermann (1), Crowder (12), Morton (7), Karambatsa (12), Kelly (8), McMorris (18).