31. Oktober 2020 / 21:10 Uhr

Sieglos, punktlos, hoffnungslos? Mainzer nach erneuter Pleite bedient: "Nicht Bundesliga-tauglich"

Sieglos, punktlos, hoffnungslos? Mainzer nach erneuter Pleite bedient: "Nicht Bundesliga-tauglich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Brosinski zeigte sich nach der Pleite gegen den FC Augsburg frustriert.
Daniel Brosinski zeigte sich nach der Pleite gegen den FC Augsburg frustriert. © imago images/MIS
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Was ist nur mit Mainz 05 los? Die einst so stolzen Rheinhessen führen ihre Horror-Serie in dieser Bundesliga-Saison fort. Auch das sechste Saisonspiel verliert die Mannschaft von Trainer Jan-Moritz Lichte. Die Spieler zeigten sich bedient.

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Nach ihrer nächsten Grusel-Pleite trotteten die Mainzer mit hängenden Köpfen vom Rasen. Mit gedämpfter Stimme sprach Trainer Jan-Moritz Lichte nach dem 1:3 (0:1) am sechsten Spieltag beim FC Augsburg über den Sechs-Pleiten-Start seines FSV. "Es ist verständlich, dass die Jungs nicht vor Selbstvertrauen strotzen", kommentierte der Nachfolger von Achim Beierlorzer zerknirscht den nächsten Tiefschlag an Halloween. So schlecht wie die noch immer punktlosen Mainzer war sonst nur Fortuna Düsseldorf 1991/92 mit ebenfalls sechs Pleiten zum Start gewesen - am Ende stiegen die Rheinländer auch ab. Das Schlusslicht aus Mainz muss es kommende Woche im Duell der Verzweifelten gegen Schalke 04 weiter mit den ersten Zählern der Saison versuchen.

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Ein hoffnungsloses Unterfangen? Die Art und Weise der Pleite in Augsburg sorgte bei Spielern wie Verantwortlichen für Kopfschütteln. Mit einem Fallrückzieher brachte Ruben Vargas in der 40. Minute die Augsburger nach zwei Niederlagen nacheinander in Führung. Joker Karim Onisiwo (64.) schlug für nach der Halbzeit etwas mutigere Mainzer zurück. Mit einem Doppelpack sorgte André Hahn (80., 90.+1) schließlich für Augsburger Erleichterung - und Mainzer Frust: "Insgesamt war das von den elf, die da auf dem Platz waren und angefangen haben, nicht Bundesliga-tauglich", sagte 05er-Routinier Daniel Brosinski bei Sky - und sprach von "Schlafwagen-Fußball" in der ersten Halbzeit.

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Kapitän Danny Latza sah es ähnlich wie Brosinski: "Nach dem 1:2 hatte man dann direkt wieder das Gefühl, dass die Köpfe runtergehen. Insgesamt war das zu wenig von uns", meinte Latza - und sieht schwierige Tage auf sein Team zukommen. "Es ist klar, dass wir uns jetzt wieder Gedanken machen. Wir stehen nach sechs Spielen ohne Punkte da. Wir müssen schnellstmöglich den Turnaround schaffen."

Auch Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder zeigte sich nach Abpfiff "frustriert" und "enttäuscht" - vor allem wegen der ersten Halbzeit, "weil das genau das ist, was wir nicht sehen wollen", so Schröder. Die Mainzer hielten auch im saisonübergreifend achten Ligaspiel am Stück nicht die Null. Im Angriff waren sie erschreckend harmlos, Hoffnungsträger Jean-Philippe Mateta war auf sich alleine gestellt. "Wir haben zwei Spiele, Leverkusen und Gladbach, da haben wir verloren, aber da hatten wir eine ganz andere Intensität, eine ganz andere Energie", kritisierte der Sportvorstand. "In der ersten Halbzeit haben wir uns hinten mit dem Passspiel in der Dreierkette im Aufbau einfach die Energie nicht gegeben, waren nicht da"


Dass sich mit Brosinski ein eigener Spieler so selbstkritisch äußert, hält Schröder für positiv: "Ich finde das wichtig", meinte der 45-Jährige. "Deshalb ist es schon mal der erste Schritt und uns allen muss es so gehen - das nächste Mal müssen wir es besser machen. So in der Form in der ersten Halbzeit kann das nicht funktionieren."