04. November 2018 / 16:41 Uhr

Sieglos-Serie der TuSG Ritterhude hält an

Sieglos-Serie der TuSG Ritterhude hält an

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Marcel Meyer (rechts) musste sich mit der TuSG Ritterhude abermals geschlagen geben.
Marcel Meyer (rechts) musste sich mit der TuSG Ritterhude abermals geschlagen geben. © Tobias Dohr
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Landesligist führt gegen den FC Verden 04 mit 1:0, verliert am Ende aber noch mit 1:2

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Marcel Meyer von der TuSG Ritterhude richtete erleichtert seine Zeigefinger in Richtung Himmel. In der 18. Minute nutzte der Angreifer eine seiner zahlreichen Großchancen endlich zum 1:0 für die Gastgeber im Match der Fußball-Landesliga Lüneburg gegen den FC Verden 04. Der Aufsteiger drehte den Spieß aber noch zu einem 2:1-Erfolg um.

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Bereits nach acht Minuten hielt sich Marcel Meyer ungläubig die Hände vors Gesicht. Er fasste es einfach nicht, dass er die Kugel nach einem Pass von Jan-Luca Gehrmann freistehend über den Querbalken gejagt hatte. „Kommt, weiter so. Das sieht richtig gut aus“, ermutigte TuSG-Keeper Hendrik Schulz seine Vorderleute. 60 Sekunden hiernach scheiterte Meyer auf Zuspiel des starken Niklas Lehmkuhl unbedrängt an FC-Torsteher Stefan Wöhlke. „Wir hätten mit 3:0 führen müssen“, ärgerte sich später Ritterhudes Coach Julian Geils.

Auf der anderen Seite rettete Merten Hellmann aber gegen Verdens Mirco Temp auch auf der Linie (11.). Patrick Zimmermann senste freistehend im Ritterhuder Strafraum über den Ball (13.). Nick Zander lupfte das Leder zudem eine Zeigerumdrehung später mit viel Gefühl an die TuSG-Querlatte. Bei seinem 1:1 bewies Katip Tavan eine feine Schusstechnik (24.). Nach etwas mehr als einer halben Stunde war Marcel Meyer mal wieder damit dran, ohne Gegenspieler in der Nähe seinen Meister in Stefan Wöhlke zu finden. Schulz entschärfte auf der Gegenseite einen sehenswerten Freistoß von Philipp Breves (42.).

Das Spiel war in der zweiten Hälfte noch nicht einmal 60 Sekunden alt, da ließ Merten Hellmann auch schon Katip Tavan im 16-Meter-Raum über die Klinge springen. Referee Jan-Luca Wilken blieb gar nichts anderes übrig als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. „Dabei hatte ich in der Pause extra noch darauf hingewiesen, nur zu grätschen, wenn man sich ganz sicher ist. Da frage ich mich, ob mir überhaupt jemand zuhört“, schimpfte Julian Geils. Patrick Zimmermann beförderte das Spielgerät aber in den Himmel. Nach einer Stunde zeigte Hendrik Schulz zudem eine starke Parade gegen Katip Tavan.

Der sehr trickreiche Ibrahim Koua schloss ferner eine tolle Kombination über Frederik Bormann und Katip Tavan kläglich ab (67.). Mirco Temp visierte auf Pass des agilen Katip Tavan zehn Minuten vor Schluss nur den linken TuSG-Pfosten an.

Nur 60 Sekunden hiernach holte Nick Zander aber mutterseelenalleine das 2:1-Siegtor für den Gast nach. Joker Pascal Kranz ließ mit einem Kopfball nach einer Flanke von Marcel Meyer eine dicke Chance zum 2:2 aus (85.). Meyer selbst übersah später bei einem Schuss den freistehenden Kranz. „Die Ritterhuder sind nicht wie ein typischer Tabellenletzter aufgetreten. Sie waren sehr giftig und haben auch nicht viel verkehrt gemacht“, urteilte Verdens Coach Sascha Lindhorst kurz nach Spielende.