04. November 2021 / 22:55 Uhr

Sieglos-Serie mit Europa-Gala gestoppt: Leverkusen schlägt Betis Sevilla und hat K.-o.-Phase vor Augen

Sieglos-Serie mit Europa-Gala gestoppt: Leverkusen schlägt Betis Sevilla und hat K.-o.-Phase vor Augen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Moussa Diaby hat Bayer Leverkusen zu einem verdienten Heimsieg geschossen.
Moussa Diaby hat Bayer Leverkusen zu einem verdienten Heimsieg geschossen. © dpa
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Bayer Leverkusen kann doch noch gewinnen. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge hat die Werkself Betis Sevilla geschlagen und sich eine gute Ausgangsposition in der Europa-League-Gruppe G erarbeitet.

Mit einer Europa-Gala vor knapp über 15.000 Zuschauern in der BayArena hat Bayer Leverkusen seine fünf Pflichtspiele andauernde Sieglos-Serie gestoppt. Gegen Betis Sevilla gewann die Werkself in der Europa League dank der Treffer von Moussa Diaby (42. und 52. Minute), Florian Wirtz (86.) und Nadiem Amiri (90.) deutlich mit 4:0 (1:0). In der Nachspielzeit sahen Bayer-Profi Kerem Demirbay und Gästespieler Nabil Fekir (beide 90.+3) nach einer wilden Rangelei jeweils die Rote Karte. Durch den Sieg hat Bayer beste Chancen, als Gruppensieger direkt ins Achtelfinale des Europacups einzuziehen. Der Bundesliga-Vierte bleibt nach vier Spieltagen mit nun zehn Punkten Tabellenführer der EL-Gruppe G vor Sevilla (7) und Celtic Glasgow (6).

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Torwart Lukas Hradecky lobte sein Team: "Wir wollten heute unbedingt gewinnen und haben dafür noch mal umso mehr gekämpft. Es war eine tolle Mannschaftsleistung."

Bei den Leverkusenern stand der zuletzt angeschlagene Mittelstürmer Lucas Alario zwar im Kader, begann jedoch auf der Bank. Der Argentinier war wegen muskulärer Probleme bis zum Schluss fraglich gewesen. Seoane nahm in seiner verletzungsgebeutelten Mannschaft im Vergleich zur 0:2-Niederlage zuletzt in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg drei Änderungen vor. Neben Diaby, der in der Liga gesperrt war, rückten auch Robert Andrich und Paulinho neu in die Startelf der Rheinländer.

Und die Umstellungen fruchteten: Leverkusen zeigte sich anders als zuletzt beim Pokal-Aus gegen den Karlsruher SC oder in der Liga äußerst spielfreudig und bestimmte das Spiel. Bereits nach 20 Minuten hätte Bayer führen müssen, Amine Adli scheiterte nach Doppelpass mit Andrich an Ex-BVB-Profi Marc Bartra, der den Schuss des Bayer-Youngsters kurz vor der Torlinie per Grätsche klärte. Auch die zweite gefährliche Offensivaktion der Seoane-Elf brachte keinen Ertrag: Nach Steilpass von Diaby im Strafraum stand Jeremie Frimpong im Abseits. Sein daraus resultierender Treffer (24.) zählte nicht. Um ein Haar wäre die Werkself wenig später unverdient in Rückstand geraten. Nach einem Andrich-Ballverlust kombinierten sich die Spanier vor das Tor von Keeper Lukas Hradecky, der einen Schuss von Nabil Fekir um den Pfosten lenkte (35.).

Bayer ließ sich davon nicht beirren und blieb am Ball. Startelf-Rückkehrer Diaby belohnte sich für ein tolles Spiel und sorgte kurz vor und nach der Halbzeit per Doppelpack für die klare Leverkusen-Führung: Erst vollstreckte der 22-Jährige eine Flanke von Nationalspieler Wirtz am zweiten Pfosten per Volley (42.), dann verwandelte der Franzose einen Wirtz-Abpraller am Sevilla-Strafraum zum 2:0 (52.). Leverkusen kontrollierte in der Folge das Spiel. Große Chancen aus dem Spiel heraus gab es auf beiden Seiten lange Zeit nicht mehr. Betis Sevilla musste über Standards ins Spiel zurückfinden: Einen Freistoß aus gut 20 Metern knallte Fekir an die Latte (67.). Doch die Spanier agierten in Folge zu ideenlos, um weitere Chancen zu kreieren. Wirtz legte kurz vor Schluss (86.) das 3:0 nach, der eingewechselte Amiri traf sogar noch zum 4:0-Endstand (90.). Danach wurde es noch einmal hektisch in Leverkusen, nach Rangeleien und Rudelbildung gab es zwei Platzverweise.