16. August 2020 / 22:56 Uhr

Siegtor gegen ManUnited: Ex-Gladbacher Luuk de Jong führt FC Sevilla ins Finale der Europa League

Siegtor gegen ManUnited: Ex-Gladbacher Luuk de Jong führt FC Sevilla ins Finale der Europa League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sevillas Luuk de Jong erzielte den Siegtreffer gegen Manchester United.
Sevillas Luuk de Jong erzielte den Siegtreffer gegen Manchester United. © 2020 Pool
Anzeige

Der FC Sevilla steht vor dem vierten Titelgewinn der Europa League: Der spanische Top-Klub hat sich dank des Siegtreffers des eingewechselten Ex-Gladbachers Luuk de Jong mit 2:1 im Halbfinale gegen Manchester United durchgesetzt.

Anzeige

Der FC Sevilla ist auf dem Weg zum nächsten Meisterstück: Der spanische Erstligist hat sich am Sonntagabend im Finale der Europa League mit 2:1 (1:1) gegen Premier-League-Klub Manchester United durchgesetzt und ist damit erster Finalist des Finalturniers der Europa League in Nordrhein-Westfalen. Der kurz zuvor eingewechselte Ex-Gladbacher Luuk de Jong (45 Pflichtspiele von 2012 bis 2014) erzielte in der 78. Minute den Siegtreffer für Sevilla, das am kommenden Freitag (21 Uhr, RTL und DAZN) im Finale die Chance hat, die Europa League zum sechsten Mal (inklusive des Vorgänger-Wettbewerbs UEFA-Cup) zu gewinnen. Mit fünf Titeln (dreimal Europa League, zweimal UEFA-Cup) sind die Andalusier bereits Rekordgewinner. Manchester United war durch Bruno Fernandes in der 9. Minute per Foulelfmeter in Führung gegangen. Suso (26.) gelang zur Mitte der ersten Hälfte der Ausgleich.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Der FC Sevilla, der sich durch seinen vierten Platz in der abgelaufenen La-Liga-Saison bereits für die kommende Champions-League-Saison qualifiziert hat, trifft im Finale nun auf den Sieger des zweiten Halbfinals. Dieses bestreiten am Montagabend Inter Mailand und Schachtjor Donezk in Düsseldorf.

Sevilla und ManUnited lieferten sich einen echten Schlagabtausch: Die Begegnung hatte gerade erst begonnen, da spielte Anthony Martial Marcus Rashford genial frei. Der englische Nationalstürmer scheiterte zwar noch an Sevillas Torwart Yassine Bounou, wurde anschließend jedoch von Diego Carlos gefoult, der schon im Viertelfinale früh einen Strafstoß verursacht hatte. Gegen die Wolverhampton Wanderers hatte Bounou pariert, gegen Bruno Fernandes war er chancenlos. Der portugiesische Mittelfeldspieler stellte nach dem Siegtreffer gegen Kopenhagen in der Runde der letzten acht erneut seine Qualitäten aus elf Metern unter Beweis.

Alle Sieger der Europa League

Zur Saison 2009/10 wurde der Europapokal reformiert und die Europa League ersetzten den UEFA Cup als kleinen Europacup. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt alle Sieger des Wettbewerbs.  Zur Galerie
Zur Saison 2009/10 wurde der Europapokal reformiert und die Europa League ersetzten den UEFA Cup als "kleinen Europacup". Der SPORTBUZZER zeigt alle Sieger des Wettbewerbs.  ©

Sevilla wirkte jedoch nicht geschockt. Die Andalusier kämpften sich in einer abwechslungsreichen Partie, die immer hektischer wurde, zurück. Felix Brych, der als erster deutscher Schiedsrichter ein Europacup-Spiel in Deutschland leitete, hatte jede Menge zu tun, Spieler und Verantwortliche nach harten Zweikämpfen zu beruhigen. 17 Minuten nach dem ersten Treffer zeigte er dann erneut auf den Anstoßpunkt: Sergio Reguilón bereitete über links stark vor, passte flach in die Mitte, wo Suso den Ball über die Linie drückte.

Beide Mannschaften gönnten sich vor den Augen von 2014er Weltmeister Lukas Podolski, der sich im Stadion mit dem Pokal fotografieren ließ, keine Pausen. Weil Bounou bei zwei wuchtigen Distanzschüssen jedoch gut aufpasste und Sevilla in der Offensive die Präzision beim letzten Zuspiel fehlte, fielen zunächst jedoch keine weiteren Tore.

48 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte United-Youngster Mason Greenwood die große Chance, das zu ändern. Der 18-Jährige kam freistehend jedoch ebenso wenig an Bounou vorbei wie Rashford vier Minuten später und kurz darauf Martial gleich zweimal (53.). Sevilla konnte sich bei seinem starken Schlussmann bedanken, dass United zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht davonzog.

Wie man vor dem Tor effizient spielt, zeigte der dreimalige Europa-League- und zweimalige UEFA-Cup-Sieger in der Schlussphase. Jesús Navas flankte von rechts ins Zentrum und de Jong traf quasi aus dem Nichts zum Sieg.