18. Oktober 2021 / 23:05 Uhr

Siegtor in der Nachspielzeit: TSG Neustrelitz jubelt spät

Siegtor in der Nachspielzeit: TSG Neustrelitz jubelt spät

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Dustin Keil war Torschütze des vielumjubelten 2:1 gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf.
Dustin Keil war Torschütze des vielumjubelten 2:1 gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf. © TSG Neustrelitz
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Mit dem 2:1 gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf setzt die TSG Neustrelitz ihre Serie von sechs ungeschlagenen Spielen fort. Den Erfolg widmeten die Mecklenburger ihrem Spieler Tom Kliefoth, der sich kürzlich erneut schwer verletzt hat.

Last-Minute-Sieg mit emotionaler Widmung: Die TSG Neustrelitz kommt in der NOFV-Oberliga Nord immer besser in Fahrt. Durch das Siegtor von Dustin Keil in der zweiten Minute der Nachspielzeit siegten die Residenzstädter am Sonntag mit 2:1 (0:0) gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf (13. Platz/11 Punkte). Für die TSG-Kicker (jetzt 10./13) war es das sechste ungeschlagene Spiel in Serie.

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Den Erfolg widmeten die Neustrelitzer ihrem verletzten Spieler Tom Kliefoth. Der Außenbahnspieler, der sich nach einem Kreuzbandriss gerade erst wieder auf den Platz zurückgekämpft hatte, zog vor einer Woche im Pokalspiel gegen den Torgelower FC Greif (3:1 n.V.) die gleiche Verletzung zu. Kliefoth wird der TSG wohl mindestens ein halbes Jahr fehlen. "Wir haben ein Familienmitglied aus unserem engsten Kreis in der Vorwoche auf dem Platz verloren und wollten für den Jungen das Spiel unbedingt gewinnen", lauteten die emotionalen Worte des Neustrelitzer Trainers Maximilian Dentz auf der Pressekonferenz nach der Partie.

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Dentz selbst ist wenige Stunden vor dem Heimspiel Vater einer Tochter geworden. Ein Punktdreier seiner Mannschaft hätte das Wochenende abgerundet. Zu Beginn der zweiten Hälfte sah es allerdings nicht so aus, als wenn die Neustrelitzer als Sieger vom Patz gehen würden. Dennis Mrkaljevic (51.) brachte den BSV per Strafstoß kurz nach dem Seitenwechsel in Führung. Allerdings meldete sich die TSG zurück und glich durch Artur Bednarczyk (63.) aus.

"Bis zum Gegentor hat man gesehen, dass uns momentan drei wichtige Offensivspieler (Kliefoth, Schultze und Stövesand, d. Red.) fehlen. Die Kreativität war nicht da. Die Jungs haben aber gekämpft und waren gewillt, das Spiel hinten heraus gewinnen zu wollen", kommentierte Dentz. Er durfte in der Nachspielzeit als der eingewechselte Dustin Keil zum 2:1-Endstand traf. Schon gegen Torgelow hatte er als Joker in der Verlängerung geglänzt.

Dass die Formkurve zuletzt nach oben gegangen ist, sorgt für gute Stimmung in den Reihen der Neustrelitzer. Dentz spricht davon, dass seine Schützlinge "den Hebel ein wenig umgelegt" hätten. Dennoch betont der 32-Jährige, dass man sich von der Situation nicht blenden lassen solle. "Wir müssen uns weiter fragen, was wir als Trainerteam besser machen können. Gleiches gilt für die Jungs."

TSG Neustrelitz: Delpino - Röth, Riechert, Bednarcyzk, Guth, Schmunck, Gäbel (60. Fijalkowski), Niemitz (63. Friebe), Robinson, Watanabe (63. Keil), Ladwig (80. Akasha).
Tore: 0:1 Mrkaljevic (51./Elfmeter), 1:1 Bednarczyk (63.), 2:1 Keil (90. +2).
Schiedsrichter: Niclas Rose.
Zuschauer: 204.