14. Januar 2020 / 17:47 Uhr

Simon Guerra verpasst knapp Olympia-Teilnahme

Simon Guerra verpasst knapp Olympia-Teilnahme

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Simon Guerra (Nummer 1) verpasste mit dem chilenischen Nationalteam die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. 
Simon Guerra (Nummer 1) verpasste mit dem chilenischen Nationalteam die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. © Privat
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Volleyball-Bundesliga: Netzhoppers-Akteur scheitert mit Chile an Venezuela, Fokus liegt auf BR-Spiel.

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Als einziger Nationalspieler war Simon Guerra vom Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers KW-Bestensee in der vergangenen Woche für sein Heimatland Chile in der Olympia-Qualifikation für die Spiele im Sommer in Tokio im Einsatz. Mit einem Punkt weniger auf dem Konto als Gruppenerster Venezuela, verpassten die Chilenen – ebenfalls wie beide Deutsche Mannschaften – die Teilnahme an den Spielen in Japan. „Wir hatten es selber in der Hand, haben aber leider die entscheidende Partie gegen Venezuela mit 1:3-Sätzen verloren“, ärgert sich der Mittelblocker der Netzhoppers, der am kommenden Sonntag 24 Jahre alt wird.

Rechtzeitig vor der Bundesligapartie am morgigen Donnerstag, den 16. Januar, bei den BR Volleys (Anpfiff: 19 Uhr, Max-Schmeling-Halle) ist Guerra aus Chile zurückgekehrt und will mithelfen, dass er zusammen mit seinen Teamkameraden eine ähnlich gute Leistung abrufen wird, wie bei der unglücklichen 2:3-Niederlage am 21. Dezember in Herrsching. „Diese Partie ist vergessen, jetzt konzentrieren wir uns voll auf das Match in Berlin“, kündigt der 23-Jährige an.

Netzhoppers-Partie wird live im Fernsehen übertragen

Ähnlich sieht es auch sein Teamkollege Dirk Westphal, der von 2005 bis 2009 für die BR Volleys, die damals noch SCC Berlin hießen, gespielt hat: „In Herrsching waren wir in gewissen Phasen noch viel zu unkonzentriert, sonst hätten wir sicherlich den vierten Satz bei einer eigenen 9:2-Führung nicht mehr aus den Händen gegeben“, ist sich der 33-jährige 78-fache Nationalspieler sicher und fügt hinzu: „Wir müssen in der Schmeling-Halle versuchen, so lange wie möglich den haushohen Favoriten Paroli zu bieten. Das wird sicherlich nicht einfach werden. Hinzu kommt, dass diese Partie live im Fernsehen übertragen wird und wir das erste Mal überhaupt die Möglichkeit bekommen, uns deutschlandweit den TV-Zuschauern zu präsentieren. Dieser Umstand sollte für uns ein zusätzlicher Ansporn sein.“

Auch für Netzhoppers-Coach Mirko Culic sind Begegnungen in der Berliner Max-Schmeling-Halle immer etwas besonderes: „Es ist jedes Mal schön, vor mehreren tausend Zuschauern zu spielen. Es wird jedenfalls nicht einfach werden, den Meisterschaftsfavoriten Nummer eins, der in dieser Saison noch keine einzige Partie verloren hat, etwas zu ärgern. Wir werden aber das Match nutzen, um noch etwas am Feinschliff zu arbeiten, denn nur 47 Stunden später empfangen wir in der Landkost-Arena Düren zu einem ganz wichtigen Match im Kampf um Play-off-Platz acht.“

Die morgige Partie gegen die BR Volleys ist die dritte in dieser Saison gegen diesen Gegner. Das Hinspiel haben die Netzhoppers KW-Bestensee am ersten Spieltag mit 1:3 verloren und im Pokal setzte es anschließend am 3. November 2019 eine deutliche 0:3-Heimniederlage.