23. Juli 2021 / 18:27 Uhr

Simon Terodde, Robert Glatzel, Fiete Arp und Co: Das sind die zehn Top-Transfers der 2. Liga

Simon Terodde, Robert Glatzel, Fiete Arp und Co: Das sind die zehn Top-Transfers der 2. Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Glatzel, Fiete Arp und Simon Terodde: Drei Zweitliga-Torjäger, die mit ihren neuen Mannschaften hoch hinaus wollen.
Robert Glatzel, Fiete Arp und Simon Terodde: Drei Zweitliga-Torjäger, die mit ihren neuen Mannschaften hoch hinaus wollen. © IMAGO/Getty/Montage
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Am Freitag beginnt die neue Saison in der 2. Bundesliga. Zwar können die Aufstiegsfavoriten um Schalke, Werder und den HSV auch noch bis Ende August Transfers tätigen. Doch auch jetzt haben sie sich kräftig verstärkt. Der SPORTBUZZER zeigt die zehn bisher besten Neuzugänge – von Simon Terodde bis Fiete Arp.

Am Freitagabend geht es endlich wieder los: Mit dem Auftaktspiel zwischen Schalke 04 und dem Hamburger SV (20.30 Uhr, Sky und Sat.1) startet die viel beschworene "beste 2. Bundesliga aller Zeiten". Der Kampf um den Aufstieg verspricht in der Serie mit Schalke, dem HSV, Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf oder Hannover 96 viel Spannung – gerade, weil sich viele Klubs auf dem Transfermarkt verstärkt haben. Doch wer konnte mit seinen Neuzugängen bisher am meisten überzeugen? Der SPORTBUZZER zeigt die zehn besten Transfers des bisherigen Sommers.

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Simon Terodde (FC Schalke 04)

Beim 33-Jährigen hätte wohl kein Verein in der 2. Liga lange nachdenken müssen: In drei der letzten sechs Jahre war Terodde Torschützenkönig im Bundesliga-Unterhaus. 24 Treffer in der vergangenen Saison waren der zweitbeste Wert hinter Serdar Dursun (27 Tore). Kein Wunder also, dass Bundesliga-Absteiger Schalke ihn ablösefrei vom HSV loseiste. Terodde, der aus dem nahen Bocholt stammt, soll die ohnehin runderneuerte Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis zurück in die Bundesliga schießen.

Danny Latza (FC Schalke 04)

Ein weiterer Schlüsselspieler der künftigen Truppe beim wohl größten Aufstiegsfavoriten kam – ebenfalls ablösefrei – aus Mainz: Latza stammt aus der Schalker Knappenschmiede, konnte sich bei den Profis aber nicht durchsetzen. Nach langen Jahren im Mittelfeld der 05er kehrt er jetzt zum Heimatklub zurück – und übernimmt direkt die Kapitänsbinde. "Er überzeugt in Trainingseinheiten und Spielen mit guten Leistungen, geht auf und neben dem Platz mit seiner Einstellung und Haltung voran und übernimmt Verantwortung für die Gruppe", erklärte Grammozis die Entscheidung.

Lars Lukas Mai (Werder Bremen)

Nach der enttäuschenden Saison, die im Abstieg mündete, gestaltet sich der Wiederaufbau bei Werder Bremen noch schwierig – auch weil der Gang in die 2. Liga überraschend kam und erst am letzten Spieltag feststand. Eine wichtige Planstelle ist in der Mannschaft vom neuen Trainer Markus Anfang aber bereits besetzt: Nach dem Abschied von Abwehrchef und Kapitän Niklas Moisander kam Mai für die Innenverteidigung. Der 21-Jährige ist zwar nur für die kommende Saison vom FC Bayern ausgeliehen, soll an der Weser aber direkt eine zentrale Rolle ausfüllen. In der vergangenen Spielzeit gelang ihm bei der Leih-Station in Darmstadt bereits der Durchbruch in Liga zwei, 29 Spiele machte er für die "Lilien". Bei Werder will er sich nun für Höheres empfehlen.

Jann-Fiete Arp (Holstein Kiel)

Findet er sich endlich zurecht, kann er ein ganz großer Gewinn für die "Störche" werden: Arp galt einst als einer der größten Hoffnungsträger beim HSV und des deutschen Fußballs insgesamt. Doch die himmelhohen Erwartungen an den Stürmer waren bisher nicht zu erfüllen. Der Wechsel zum FC Bayern erwies sich nicht als der erhoffte Karriere-Fortschritt. Stattdessen musste Arp sein Glück zuletzt in der Münchner Zweitvertretung in der 3. Liga versuchen. Nun setzt der Tabellen-Vierte aus Kiel unter anderem auf Arp, um die Abgänge von Janni Serra und Jae-Sung Lee zu kompensieren. Arp, der aus dem nahen Wahlstedt im Kreis Segeberg stammt, will die Chance nutzen: "Ich freue mich wahnsinnig über die Möglichkeit, hier in Kiel, nahe meiner Heimat, zu arbeiten. Gerade in der vergangenen Saison hat Holstein mit erfrischendem Fußball für Aufsehen gesorgt. Nun habe ich große Lust, als Teil des Teams dazu beizutragen, diesen so erfolgreichen Weg mitzugestalten."

Robert Glatzel (Hamburger SV)

Die wohl größte Aufgabe für HSV-Sportvorstand Jonas Boldt in diesem Sommer hat er bereits gelöst: Selbstverständlich brauchte es einen Ersatz für Tor-Garant Terodde. Der ist nun in Person von Glatzel für 900.000 Euro von Cardiff City aus Wales gekommen. Glatzel spielte in der Rückserie der vergangenen Saison auf Leihbasis in Mainz, erzielte dort in 13 (Kurz-)Einsätzen zwei Treffer. Aus seinen vorherigen Stationen in Kaiserslautern und Heidenheim verfügt er auch über reichlich Zweitliga-Erfahrung. An die Terodde-Quote kam er bisher aber nicht ganz heran: Sein Bestwert waren 13 Tore in 28 Spielen in der Saison 2018/19 für den FCH.


Sebastian Kerk (Hannover 96)

Einen zweiten Sebastian eiste 96 von Zweitliga-Absteiger Osnabrück los. Mit zehn Toren und zehn Vorlagen war Kerk in der vergangenen Saison Elfter der Scorer-Liste, konnte den Osnabrücker Abstieg aber auch nicht verhindern. Nun wechselte für nur 50.000 (!) Euro an die Leine. "Ich kenne 96 noch aus der ersten Liga, weiß, was 96 für eine Strahlkraft haben kann", sagte der 27-Jährige nach seiner Ankunft im SPORTBUZZER-Interview. Da soll es mit Hannover nun auch wieder hingehen...

Mats Möller Daehli (1. FC Nürnberg)

Welche Spielmacher-Qualitäten er hat, hat der Norweger Möller Daehli zunächst bei Freiburg, dann lange bei St. Pauli und zuletzt auch schon eine Halbserie in Nürnberg nachhaltig unter Beweis gestellt. Nun haben ihn die Nürnberger für 1,5 Millionen Euro Ablöse fest vom KRC Genk verpflichtet. "Er hat sich innerhalb kürzester Zeit einen hohen Stellenwert bei Mannschaft, Fans und Verein erarbeitet. Mats hat unser Spiel besser gemacht. Deshalb war es unser großer Wunsch, ihn fest zu verpflichten", erklärte FCN-Sportvorstand Dieter Hecking den Transfer.

Tim Kleindienst (1. FC Heidenheim)

72 Pflichtspiele hat Kleindienst in der Vergangenheit schon für Heidenheim angesammelt, dabei beachtliche 34 Tore geschossen. Nach einem kurzen Intermezzo bei KAA Gent, von denen er schon in der letzten Rückrunde an Heidenheim ausgeliehen war, kehrt er nun zum FCH zurück – für genau die 3,5 Millionen Euro Ablöse, die Gent für ihn gezahlt hat. Viel Geld für die Ostwürttemberger. "In der Rückrunde der vergangenen Spielzeit hat er erneut in herausragender Art und Weise unter Beweis gestellt, wie extrem wertvoll er, mit seinen Toren, aber auch insbesondere mit seinen läuferischen Qualitäten und seiner Arbeit gegen den Ball, für unsere Mannschaft ist", sagte Sportvorstand Holger Sanwald nach der Wiederverpflichtung des 25-Jährigen.

Hanno Behrens (Hansa Rostock)

Die Euphorie in Rostock ist groß: Nach neun Jahren spielt die "Kogge" wieder in der 2. Bundesliga. Und auf dem Transfermarkt ist dem Nordklub ein Coup geglückt: Vom 1. FC Nürnberg konnte man den hocherfahrenen Behrens loseisen. Die 183 Zweitliga- und 30 Bundesliga-Spiele des 31-Jährigen werden beim Kampf um den Klassenerhalt sicher helfen. Gerade ablösefrei könnte er sich als Glücksgriff erweisen. "Mir persönlich ist es gerade nach dieser Corona-Zeit wichtig, in einem Stadion zu spielen, in dem richtig gute Stimmung herrscht", freute sich Behrens, der als gebürtiger Schleswig-Holsteiner ein Nordlicht ist, auf die neue Aufgabe. "Ich kenne den Verein und das Umfeld und weiß, dass in Rostock immer Vollgas gegeben wird"

Dominick Drexler (FC Schalke 04)

Trotz der erfolgreichen Relegation und dem Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln wird Drexler in der anstehenden Spielzeit im Bundesliga-Unterhaus auf dem Platz stehen. Absteiger Schalke 04 sicherte sich die Dienste des offensiven Mittelfeldspielers zunächst ablösefrei. Laut Sport1 sollen bei einem Aufstieg allerdings 100.000 Euro fällig werden. "Als sich Schalke 04 bei mir gemeldet hat, musste ich nicht lange überlegen", wurde Drexler in einer Klubmitteilung zitiert. Als erfahrender Akteur mit 97 Spielen und 55 Torbeteiligungen in der 2. Liga soll er das Team von S04-Trainer Dimitrios Grammozis führen und zusammen mit Neuzugang Simon Terodde die Offensive beleben.