14. Mai 2019 / 17:52 Uhr

Kritik an Steffi Jones und Bayern-Trainer: Simone Laudehr tritt aus Frauen-Nationalelf zurück

Kritik an Steffi Jones und Bayern-Trainer: Simone Laudehr tritt aus Frauen-Nationalelf zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Simone Laudehr ist mit sofortiger Wirkung aus der deutschen Nationalmannschaft der Frauen zurückgetreten.
Simone Laudehr ist mit sofortiger Wirkung aus der deutschen Nationalmannschaft der Frauen zurückgetreten. © imago images / Karina Hessland
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Die Welt- und Europameisterin Simone Laudehr hat unmittelbar nach der Nicht-Berücksichtigung für die WM 2019 durch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ihren Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft verkündet - und dabei die ehemalige Bundestrainerin Steffi Jones sowie ihren Vereinstrainer beim FC Bayern München, Thomas Wörle, scharf kritisiert.

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Mittelfeldspielerin Simone Laudehr hat wenige Stunden nach der WM-Kader-Nominierung ihren Rücktritt aus der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft bekanntgegeben. Nach reiflicher Überlegung sei sie „zu dem Entschluss gekommen, mich in Zukunft nur noch auf mein Engagement beim FC Bayern zu konzentrieren und meine Laufbahn in der Nationalmannschaft als beendet zu betrachten“, schrieb Laudehr am Dienstag auf Instagram. Für das Aufgebot von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war Laudehr zuvor nicht mehr berücksichtigt worden.

Die 32 Jahre alte Laudehr hat für den DFB insgesamt 103 Länderspiele absolviert und blickte in ihrem Abschiedspost auf „Höhen und Tiefen“ zurück. Mit der deutschen Mannschaft wurde Laudehr Welt- und Europameisterin der Jahre 2007 respektive 2009 und 2013 sowie Olympiasiegerin 2016 in Rio de Janeiro.

Der deutsche WM-Kader für Frankreich 2019:

Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM in Frankreich nominiert. Zur Galerie
Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM in Frankreich nominiert. ©
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Laudehr beklagt sich über mangelnde Unterstützung

Kritik ernteten sowohl die ehemalige Bundestrainerin Steffi Jones als auch ihr Trainer beim FC Bayern, Thomas Wörle. Sie habe einige Tiefen erlebt, schrieb Laudehr und nanne etwa "die Ausbootung aus dem Kader vor der EM 2017 ohne Angabe von Gründen durch die damalige Bundestrainerin (gemeint ist Jones, d. Red.) und auch die fehlende Unterstützung durch den Vereinstrainer, um mich mit entsprechenden Einsatzzeiten wieder an meine eigentliche Leistungsstärke heranzuführen."

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Liebe Fans, liebe Fußballfreunde, nach reiflicher Überlegung und nachdem ich keine Berücksichtigung mehr für den Kader der Nationalmannschaft für die kommende WM bekommen habe, obwohl ich mit großem Aufwand wieder die volle Fitness nach meinen Verletzungen erreichen konnte, bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich in Zukunft nur noch auf mein Engagement beim FC Bayern zu konzentrieren und meine Laufbahn in der Nationalmannschaft als beendet zu betrachten. Ich habe gern und mit großem Stolz 103 Mal für die deutsche Nationalmannschaft gespielt und habe dabei alle Höhen (Weltmeisterin, mehrmalige Europameisterin, Olympiasiegerin) und auch einige Tiefen erlebt (vorzeitiges Ausscheiden bei der WM in Deutschland, Verletzung bei Olympia 2016 mit einem anschließend ewig langem Weg zurück zur vollen Fitness, Ausbootung aus dem Kader vor der EM 2017 ohne Angabe von Gründen durch die damalige Bundestrainerin und auch die fehlende Unterstützung durch den Vereinstrainer, um mich mit entsprechenden Einsatzzeiten wieder an meine eigentliche Leistungsstärke heranzuführen und mir dadurch eine Chance zu geben, mich für den WM Kader zu qualifizieren). Überwiegend sind aber die vielen positiven und phantastischen Erinnerungen an eine jahrelange grandiose Zeit mit der deutschen Frauennationalmannschaft in der absoluten Weltspitze. Die Erlebnisse und Eindrücke aus den mehr als 10 Jahren der Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft werden mich mein Leben lang begleiten. Ich wünsche meiner Mannschaft bei der kommenden WM in Frankreich alles Gute und viel Erfolg auf dem Weg den 3. Stern zu holen. Eure Simone

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„Die Erlebnisse und Eindrücke aus den mehr als 10 Jahren der Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft werden mich mein Leben lang begleiten“, schrieb Laudehr zum Ende ihrer Ausführungen. Sie wünsche dem Team für das Endturnier in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) „alles Gute und viel Erfolg“.

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