15. Oktober 2019 / 08:56 Uhr

Sitzvolleyballer des Dresdner SC feiern den Meistertitel

Sitzvolleyballer des Dresdner SC feiern den Meistertitel

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Mit Leverkusen lieferten sich Alexander Schiffler (l.) und der Dresdner SC schon viele Duelle.
Mit Leverkusen lieferten sich Alexander Schiffler (l.) und der Dresdner SC schon viele Duelle. © imago/Beautiful Sports
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Die 2015 gegründete Mannschaft um Alexander Schiffler holt den Titel erstmals nach Dresden. Dennoch hat sie Sorgen.

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Dresden. Mit diesem Erfolg hatte Alexander Schiffler nicht unbedingt gerechnet, aber ein bisschen geliebäugelt. Der 37-Jährige erkämpfte sich am Wochenende mit den DSC-Sitzvolleyballern in Koblenz erstmals den deutschen Meistertitel. Das erst 2015 gegründete Team setzte sich in einem spannenden Finale gegen Bayer Leverkusen mit 2:0 durch und entthronte damit den Titelverteidiger und Rekordmeister.

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Nach Bronze und Silber in den vergangenen zwei Jahren krönte die Mannschaft um die Nationalspieler Alexander Schiffler und Florian Singer ihren bisherigen Weg. „Das war schon ein großes Ziel, mit der eigenen Truppe einmal Meister zu werden. Dass wir es in relativ kurzer Zeit geschafft haben, einer etablierten Mannschaft wie Leverkusen den Rang abzulaufen, freut mich wirklich sehr. Das ist etwas Besonderes“, ist der viermalige Paralympics-Teilnehmer und Bronzemedaillengewinner 2012 überglücklich.

Nachdem seine Truppe in der Vorrunde Hoffenheim, Magdeburg und die zweite Mannschaft von Berlin ohne Satzverlust besiegt hatte, trafen die DSC-Athleten auf Vizemeister Rheinland-Pfalz. „Das war der Knackpunkt. In einer eng umkämpften Partie konnten wir uns im Tiebreak, in dem wir schnell mit 8:0 führten, durchsetzen. Unsere starke Blockarbeit war dabei ausschlaggebend“, berichtet Schiffler. Mit diesem Sieg tankten die Dresdner Selbstvertrauen und mussten zudem nicht schon im Halbfinale gegen Leverkusen ran, sondern gegen Leipzig. Das Sachsenduell entschied der DSC klar für sich

„Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir vor den Titelkämpfen ein extra Trainings-Wochenende absolviert haben. Und der Erfolg ist umso höher zu bewerten, da bei uns der Hauptzuspieler fehlte“, erklärt der Mannschaftskapitän, der hinzufügt: „Bayer Leverkusen hat immerhin vier aktuelle Nationalspieler in seinen Reihen, dazu den Kapitän der holländischen Auswahl.“ Besonders gefreut hat sich Schiffler, dass mit Dejan Filipovic ein DSC-Akteur als bester Spieler des Turniers, an dem insgesamt zehn Teams teilnahmen, ausgezeichnet wurde. Den kroatischen Ex-Nationalspieler hatte der DSC-Kapitän vor einigen Monaten von Zagreb nach Radebeul gelotst und er erwies sich als wichtige Stütze.

Sorgenfrei sind die Dresdner trotzdem nicht. „Wir sind auf der Suche nach einem Trainer für uns und müssen jetzt verstärkt auf Sponsorensuche gehen, um uns weiterentwickeln zu können“, erklärt Alexander Schiffler, der Ende Oktober mit Mannschaftsgefährte Florian Singer und seiner Ehefrau Michelle, die für die deutsche Frauen-Auswahl spielt, ins Trainingslager der Nationalmannschaft nach Kienbaum fährt. Denn im März wollen sich die deutschen Teams in den USA das Ticket für Tokio erkämpfen.