08. Februar 2022 / 10:30 Uhr

Beim Anzug getrickst? Teammanager nach Disqualifikation beim Skispringen: "Sind ja nicht bescheuert"

Beim Anzug getrickst? Teammanager nach Disqualifikation beim Skispringen: "Sind ja nicht bescheuert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Katharina Althaus (l.) wurde beim Mixed-Wettbewerb im Skispringen disqualifiziert.
Katharina Althaus (l.) wurde beim Mixed-Wettbewerb im Skispringen disqualifiziert. © IMAGO/Xinhua/Sammy Minkoff (Montage)
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Das deutsche Skisprung-Team um Karl Geiger und Co. wurde am Montag beim olympischen Mixed-Wettbewerb disqualifiziert. Der Grund: Der Sprunganzug von Katharina Althaus wurde als regelwidrig gewertet. Teammanager Horst Hüttel wies mögliches Kalkül der deutschen Mannschaft zurück. 

Teammanager Horst Hüttel hat nach der Disqualifikation von Skispringerin Katharina Althaus im olympischen Mixed-Wettbewerb mögliche Tricksereien am Sprunganzug entschieden zurückgewiesen. "In keinster Weise, wir sind ja nicht bescheuert", sagte der 53-Jährige am Dienstag in der ARD und führte aus: "Das ist das größte Schaufenster, was die Mädchen überhaupt haben. Das Risiko geht keine ein, da lege ich die Hand dafür ins Feuer." Althaus war wie vier andere Athletinnen tags zuvor bei der olympischen Mixed-Premiere wegen nicht regelkonformer Sprungkleidung disqualifiziert worden.

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"Natürlich bewegt man sich an gewissen Limits, aber die wurden ja im Einzel-Wettbewerb und vorher auch ein Stück weit angegangen und diskutiert, aber nie überzogen", sagte Hüttel. "Ich weiß, dass die Katha exakt den gleichen Anzug gesprungen ist wie im Einzel." Dort hatte die Oberstdorferin am Samstag in Zhangjiakou die Silbermedaille gewonnen.

Der 25-Jährigen ging es laut Hüttel auch am Dienstag "nicht gut". Althaus habe versucht, sich abzulenken, sagte er. "Sie waren gerade im olympischen Dorf, um auf andere Gedanken zu kommen. Aber sie ist natürlich noch frustriert, und da kann man nicht erwarten, dass das in einem Tag abgeschüttelt wird, dafür saß der Schmerz zu tief."

Althaus: "Mein Herz ist gebrochen"

Die 25-Jährige äußerte sich in der Nacht zum Dienstag auch selbst über die sozialen Netzwerke. "160 Weltcup-Starts, fünf Weltmeisterschaften, drei Olympische Spiele: Und jetzt bin ich zum ersten Mal disqualifiziert worden. Mein Herz ist gebrochen", schrieb Althaus bei Instagram. In einer ersten Reaktion hatte sie am Montag den Weltverband Fis attackiert: "Sie haben damit das Damen-Skispringen zerstört. Unsere Namen stehen jetzt alle da und wir haben die Arschkarte gezogen. Damit macht man Nationen kaputt, Förderungen und den ganzen Sport unfair." Neben Althaus waren vier weitere Springerinnen anderer Nationen wegen ihrer Anzüge disqualifiziert worden.

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