01. Mai 2022 / 18:30 Uhr

Slapstick-Eigentor kostet Nörten fast den Sieg – starker Duymelinck trifft doppelt

Slapstick-Eigentor kostet Nörten fast den Sieg – starker Duymelinck trifft doppelt

Andreas Fuhrmann
Göttinger Tageblatt
Immer auf Ballhöhe: Lucas Duymelinck (links, hier bedrängt von Marian Becker) machte ein starkes Spiel und traf doppelt für den SSV Nörten-Hardenberg. 
Immer auf Ballhöhe: Lucas Duymelinck (links, hier bedrängt von Marian Becker) machte ein starkes Spiel und traf doppelt für den SSV Nörten-Hardenberg.  © Peter Heller
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Der SSV Nörten-Hardenberg hat am Sonntag sein Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen mit 3:1 (0:0) gewonnen. Dabei hätte ein Slapstick-Eigentor den Gastgebern fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Revanche geglückt: Der SSV Nörten-Hardenberg hat die 1:2-Niederlage vom vergangenen Mittwoch gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen wettgemacht. Im Heimspiel setzte sich das Team von Trainer Jan Diederich am Sonntag verdient mit 3:1 (0:0) gegen den TSV durch. Dabei hätte den Gastgebern ein Slapstick-Eigentor fast den Sieg gekostet.

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Beim TSV LaSeu stand Trainer Florian Jünemann nach überstandener Corona-Infektion wieder an der Linie. Dafür fehlte Moritz Jünemann (Knie). Der SSV hatte sich nach der schwachen Vorstellung in Landolfshausen einiges vorgenommen. Nur sah man davon in den ersten 30 Minuten nicht viel. Stattdessen boten beide Teams viel Kampf, Krampf und Gemecker.

SSV Nörten-Hardenberg - TSV Landolfshausen/Seulingen 2021/22

Der SSV Nörten-Hardenberg fügt dem TSV Landolfshausen/Seulingen eine verdiente Niederlage in der Fußball-Landesliga zu. Zur Galerie
Der SSV Nörten-Hardenberg fügt dem TSV Landolfshausen/Seulingen eine verdiente Niederlage in der Fußball-Landesliga zu. © Peter Heller

Dann aber besannen sich die Nörtener auf ihre Stärken, ließen Ball und Gegner besser laufen. Den arg dezimierten Gästen schmeckte das gar nicht, zudem schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Eine davon hätte der SSV in der 31. Minute beinahe zur Führung genutzt. Landolfshausens Ladushan Ravindran unterlief im Aufbau ein katastrophaler Rückpass, Lucas Duymelinck spritzte dazwischen und bediente Tim Armbrecht, der aber einen Hauch im Abseits stand. Chance vertan.

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Nörten trifft kurz nach der Pause

In der 39. Minute stand Armbrecht dann nicht im Abseits, als er nach einer feinen Kopfball-Vorlage aus zwölf Metern zentraler Position zum Schuss kam. Seine Volley-Abnahme strich aber knapp über den Kasten von TSV-Torhüter Joachim Hagemann. So retteten sich die angezählten Gäste unbeschadet in die Pause.

Die aber änderte an den Kräfteverhältnissen auf dem Platz nicht viel. Im Gegenteil: Es waren keine zwei Minuten in der zweiten Hälfte gespielt, da zog der SSV über die linke Seite einen feinen Angriff auf. Silvan Steinhoff bediente den völlig freistehenden Armbrecht im Fünfer, der legte klug ab auf Duymelinck – und der quirlige Stürmer verwandelte aus kurzer Distanz trocken.

Lucas Duymelinck erzielt das 3:1 für Nörten

Nörten war jetzt klar besser – brachte sich aber beinahe selbst um den verdienten Lohn. In der 54. Minute leitete Julian Muster einen Kopfball in Richtung SSV-Tor – ein Abnehmer war weit und breit nicht zugegen. Michael Horst aber verschätzte sich komplett, als er den Ball zu seinem Schlussmann Dennis Koch zurückspielen wollte – und bugsierte das Kunstleder am verdutzten Koch vorbei ins eigene Tor.

Eigentor von Michael Horst am Ende ohne Bedeutung

Der Ausgleich gab dem TSV noch einmal Auftrieb. Doch dann war dem Gastgeber auch einmal das Glück hold. Nach einem Pressschlag im Mittelfeld landete der Ball in der 73. Minute genau im Lauf von Tim Armbrecht – und diesmal ließ sich der Offensivmann die Chance nicht entgehen. Wenig später traf Duymelinck nach einem schnell ausgeführten Freistoß zum 3:1. Die Entscheidung.

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„Wir haben verdient gegen einen starken Gegner verloren“, sagte TSV-Trainer Jünemann. Die Entstehung des 1:2 sei natürlich unglücklich gewesen. Über 90 Minuten gehe der Sieg aber in Ordnung.

SSV-Trainer Diederich war zufrieden, auch wenn sein Team die ersten 30 Minuten verschlafen habe. „Danach waren wir fußballerisch aber richtig gut.“ Nach dem 1:1 hätte die Partie auch kippen können, gab er zu. „Aber wir haben dann eine super Reaktion gezeigt und verdient gewonnen.“

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