22. Mai 2020 / 17:05 Uhr

So begründet der NFV den Aufstieg des VfB Lübeck

So begründet der NFV den Aufstieg des VfB Lübeck

Bend Strebel
Lübecker Nachrichten
Der VfB Lübeck steigt in die 3. Liga auf.
Der VfB Lübeck steigt in die 3. Liga auf. © 54°
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Das Präsidium entscheidet außerdem über den Abstieg und wie es bei den Frauen und im Jugendbereich weitergeht.

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Während im Netz bereits die Foren, Likebuttons und Kommentarspalten heiß liefen, verkündete der NFV, was inoffiziell schon alle wussten: in Folge des Abbruchs der Saison 2019/20 in allen fünf Regionalligen beschließt das Präsidium des Verbandes einstimmig den Aufstieg des VfB Lübeck in die 3. Liga.

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"Der VfB Lübeck ist in allen Konstellationen der Tabelle an der Spitze, daher das klare Votum für den Aufstieg,“ äußerte sich NFV-Präsident Günter Distelrath nach der Videokonferenz am Freitagvormittag. "Eine Relegationsrunde zwischen dem Zweitplatzierten VfL Wolfsburg und dem VfB Lübeck, wie von einigen Vereinen vorgeschlagen, lehnt das NFV-Präsidium ab" heißt es ferner in der veröffentlichen Pressemitteilung.

Darüber hinaus beschloss das Präsidium - ebenfalls einstimmig - aus den gegebenen Umständen auf eine Aufstiegsrunde in die Regionalliga Nord der Herren zu verzichten und fünf direkte Aufsteiger aus den Oberligen der vier norddeutschen Landesverbände (Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein sowie zwei Vereine aus Niedersachsen) für die Spielzeit 2020/2021 zuzulassen. Voraussetzung dafür ist, dass ein bewilligter Antrag auf Zulassung vorliegt.

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Ahmet Metin Arslan (v.l.), Morten Rüdiger, Patrick Hobsch, Daniel Halke und Dongsu Kim freuen sich über den Sieg. Zur Galerie
Ahmet Metin Arslan (v.l.), Morten Rüdiger, Patrick Hobsch, Daniel Halke und Dongsu Kim freuen sich über den Sieg. ©

Diese Voraussetzung trifft auf den 1. FC Phönix Lübeck zu, der somit aus der Oberliga Schleswig-Holstein in die Regionalliga Nord aufsteigt und nach 21 Jahren wieder viertklassig spielt. "Der NFV-Spielausschuss berät in den kommenden Wochen über die Durchführung der Liga in der Spielzeit 2020/2021 mit einer Stärke von dann 22 Mannschaften und wird verschiedene Modelle (angelehnt an die Verfügungslagen der Länder/des Bundes und dem damit verbundenen prognostizierten Beginn der Saison) den Vereinen zur Diskussion vorlegen", kommentierte der Verband den Beschluss

Auch in der Frauen-Regionalliga Nord werden keine Teams absteigen. Angepeilt wird eine Vergrößerung der Liga auf 15 Teilnehmer (Aufsteiger gemäß Meldung aus Bremen, Hamburg und Niedersachsen), ein Aufsteiger in die 2. Frauenbundesliga wird aufgrund fehlender Meldungen nicht benannt.

Auch für die drei Junioren-Regionalligen Nord gilt in Analogie zum Herren- und Frauenbereich, dass es keine Absteiger geben soll. Der VfL Osnabrück und der Eimsbütteler TV können in die U19-Bundesliga aufsteigen. Bei den B-Junioren dürfte Holstein Kiel in der kommenden Saison in der B-Junioren Bundesliga starten. Aus den vier norddeutschen Landesverbänden wird - je nach Meldung - jeweils eine Mannschaft in die A-, Bund C-Junioren Regionalliga aufsteigen.

"Die vom NFV-Präsidium verabschiedeten Beschlüsse werden nun als Anträge den Delegierten und Mitgliedern zu einem Außerordentlichen NFV-Verbandstag im Juni zur Abstimmung vorgestellt", erläutert der Verband das weitere Vorgehen.