10. Januar 2020 / 17:49 Uhr

So feierten Wolfsburgs Fine Raschke und die deutsche Eishockey-U18 den WM-Titel

So feierten Wolfsburgs Fine Raschke und die deutsche Eishockey-U18 den WM-Titel

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Goldmedaille: Fine Raschke von den Grizzlys Wolfsburg st mit Deutschlands U18-Eishockey-Frauen Weltmeisterin der Division I geworden. © privat
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In einem dramatischen Spiel 2:1 gegen Japan: So schafften Deutschlands U18-Eishockeyspielerinnen am Donnerstagabend den Aufstieg in die Eliteklasse, holten sich den Weltmeistertitel der Divison I. Dann feierte das Team um Kapitänin Fine Raschke von den Grizzlys Wolfsburg mächtig.

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Es war weit nach Mitternacht, da dröhnte aus dem Speisesaal des Hotels in Füssen, in dem nur noch die deutsche U18-Frauen-Eishockeynationalmannschaft wohnte, immer noch laut Gesang aus voller Kehle. Die Weltmeisterinnen der Division I feierten. Mittendrin: die Wolfsburgerin Fine Raschke. Sie war Kapitänin der Auswahl, die nun als achtbestes Team der Welt im kommenden Jahr bei der WM der Elite mitspielt. „Wir haben alles an Partyschlagern gesungen, was ging“, berichtete sie am Freitag. Ein paar Stunden nach der Party.

Da war sie mit ihren Eltern auf der Heimreise. Nach wenig Schlaf. „Der schönste Moment des Turniers war die Schlusssirene im Spiel gegen Japan, zu wissen, gewonnen zu haben.“ Was danach kam sei „eher wie ein Film abgelaufen. Das muss ich alles erst einmal realisieren.“

Das Team stürzte nach der Sirene natürlich sofort auf seine Keeperin Sofie Disl, dann begann der Ehrungsreigen. Raschke wurde als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Es folgte die Übergabe der Goldmedaillen. Danach gab es den Siegerpokal. Den durfte die Wolfsburger Verteidigerin abholen und als Erste in die Höhe stemmen. „Die Trophäe zu gewinnen, aufgestiegen zu sein, das ist das Schönste“, sagte sie am Freitag. Die Auszeichnung als beste Spielerin bedeute ihr zwar auch viel, aber sie sei dadurch besonders, „dass ich sie als Spielerin des Goldmedaillengewinners bekommen habe, und die Medaillen haben wir als Team geholt“.

"Einen schöneren Schlusspunkt hätte es nicht geben können!"

„Wir haben uns alle super verstanden, das war eine Grundlage“, so die Mannschaftsführerin. „Einen schöneren Schlusspunkt hätte es nicht geben können.“ Glückwunsch auf Glückwunsch „von Klub, Familie, Freunden,“ trudelte per WhatsApp ein. Und als sie ins Bett fiel, „da merkte ich auf einmal, wie anstrengend das Turnier war – was taten mir die Beine weh... Das 2:1 gegen Japan war das anstrengendste Spiel, das ich je hatte.“

Ihre Juniorinnenzeit mit 60 Länderspielen ist nun vorbei. „Die, die im kommenden Jahr noch bei der U18-WM spielen, haben versprochen, dass sie die Klasse halten“, berichtete Raschke. Sie selbst hofft, über den Frauen-Perspektivkader in die A-Nationalmannschaft aufzurücken. „Ich gebe auf jeden Fall weiter Vollgas im Eishockey“, sagt die Schülerin. Das bedeutet für sie: Gold war gestern, bereits an diesem Wochenende ist sie wieder für die Grizzlys im Einsatz. Auf Frankreich, Dänemark und Japan folgt zweimal Bad Nauheim. Mit den U20-Jungen stehen dort zwei DNL-III-Partien an.

An vier Tagen in der Woche trainiert sie – mit der U20 und den U17-Jungen, für die sie noch spielen darf. Grizzlys-Chefcoach Roland Flöss freute sich riesig, gratulierte gleich nach dem Spiel: „Tolle Sache für Fine, sie war stark. Es ist auch eine Supersache für den Verein.“ In der U17 spielte sie in der Saison selten, demnächst aber in der Relegation öfter. Flöss, der das Team leitet: „Sie soll und kann uns helfen, die Klasse zu halten.“

Ehrung durch den Klub bei einem DEL-Spiel

Der Klub wird sie kommende Woche bei einem DEL-Spiel der Profis ehren. Geschäftsführer Rainer Schumacher: „Sie hat eine supertolle Leistung mit ihrem Team abgeliefert!“ Die Goldmedaille wird sie mitbringen. „Im Moment habe ich sie in der Hosentasche“, sagt Raschke. Ab und an fühlt sie hin. Und weiß dann: Alles wahr. Weltmeisterin, aufgestiegen.

Die Wolfsburgerin feiert mit der deutschen U18 den Aufstieg

B-Weltmeisterin: Die Wolfsburgerin Fine Raschke feiert mit der deutschen U18 den Aufstieg. Zur Galerie
B-Weltmeisterin: Die Wolfsburgerin Fine Raschke feiert mit der deutschen U18 den Aufstieg. © privat
Mehr über Fine Raschke

Schlusspunkt hätte es nicht geben können.“ Glückwunsch auf Glückwunsch „von Klub, Familie, Freunden,“ trudelte per WhatsApp ein. Und als sie ins Bett fiel, „da merkte ich auf einmal, wie anstrengend das Turnier war – was taten mir die Beine weh... Das 2:1 gegen Japan war das anstrengendste Spiel, das ich je hatte.“

Ihre Juniorinnenzeit mit 60 Länderspielen ist nun vorbei. „Die, die im kommenden Jahr noch bei der U18-WM spielen, haben versprochen, dass sie die Klasse halten“, berichtete Raschke. Sie selbst hofft, über den Frauen-Perspektivkader in die A-Nationalmannschaft aufzurücken. „Ich gebe auf jeden Fall weiter Vollgas im Eishockey“, sagt die Schülerin. Das bedeutet für sie: Gold war gestern, bereits an diesem Wochenende ist sie wieder für die Grizzlys im Einsatz. Auf Frankreich, Dänemark und Japan folgt zweimal Bad Nauheim. Mit den U20-Jungen stehen dort zwei DNL-III-Partien an.

An vier Tagen in der Woche trainiert sie – mit der U20 und den U17-Jungen, für die sie noch spielen darf. Grizzlys-Chefcoach Roland Flöss freute sich riesig, gratulierte gleich nach dem Spiel: „Tolle Sache für Fine, sie war stark. Es ist auch eine Supersache für den Verein.“ In der U17 spielte sie in der Saison selten, demnächst aber in der Relegation öfter. Flöss, der das Team leitet: „Sie soll und kann uns helfen, die Klasse zu halten.“ 

Der Klub wird sie kommende Woche bei einem DEL-Spiel der Profis ehren. Geschäftsführer Rainer Schumacher: „Sie hat eine supertolle Leistung mit ihrem Team abgeliefert!“ Die Goldmedaille wird sie mitbringen. „Im Moment habe ich sie in der Hosentasche“, sagt Raschke. Ab und an fühlt sie hin. Und weiß dann: Alles wahr. Weltmeisterin, aufgestiegen.