25. Februar 2021 / 10:00 Uhr

So lief die bisherige Saison beim FC Grimma: Viel Lob und Anerkennung

So lief die bisherige Saison beim FC Grimma: Viel Lob und Anerkennung

Tom Rietschel
Leipziger Volkszeitung
Robin Brand (Grimma/M.) setzt sich energisch gegen mehrere Gegenspieler vom FC Oberlausitz durch.
Robin Brand (Grimma/M.) setzt sich energisch gegen mehrere Gegenspieler vom FC Oberlausitz durch. © hanni
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Fußball-Oberligist FC Grimma startete verheißungsvoll in die aktuell unterbrochene Saison 2020/21. Der Fußball-Oberligist von der Mulde hat bis zur erneuten Zwangspause mit starken Leistungen überzeugt. Teil II des  SPORTBUZZER-Rückblick.

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Grimma. So liest sich die Bilanz der bisherigen Saison des FC Grimma: neun Spiele, 17 Punkte, weiterhin nach Spitzenreiter FC Eilenburg die zweitbeste Auswärtsmannschaft (zehn Zähler) – das Abschneiden des Fußball-Oberligisten lässt sich durchaus als extrem positiv bewerten.

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Vielleicht beste Saisonleistung

Nachdem die Mannschaft von Trainer Alexander Kunert als Neuling die vergangene Saison nach dem Corona-bedingten Abbruch als Tabellenzehnter abschloss, knüpften die Muldestädter nahtlos an die Leistungen der Vorsaison an. Aktuell auf Rang sechs positioniert, hat die Truppe die Erwartungen bisher mehr als erfüllt und sich für die Wiederaufnahme der Meisterschaft alle Optionen offengehalten.

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Im zweiten Teil unseres Rückblickes beleuchten wir die Spieltage sechs bis neun. Nach leichten anfänglichen Problemen zeigten die Muldestädter ihre vielleicht beste Saisonleistung und schossen gegen einen personell sehr gut besetzten Gegner aus Sandersdorf einen klaren 5:1-Sieg heraus. Zur Pause waren mit einer 3:0-Führung bereits die Messen gelesen, auch im zweiten Durchgang blieb man bis zum Schluss konzentriert.

Beeindruckend war in diesem Spiel, wie die Gastgeber die sich bietenden Möglichkeiten konsequent verwerteten und sich–auch trotz einer komfortablen Führung–nie zufrieden gaben. Kunert: „Wenn man 5:1 gewinnt, hat man vieles richtig gemacht. Wir werden den Sieg zwar richtig einordnen, doch insgesamt muss ich meiner Truppe ein Riesenkompliment machen.“

Stil einer Spitzenmannschaft

FC GrimmaSG Union Sandersdorf 5:1 (3:0). Grimma: Birkigt –Markus (72. Käseberg), Mattheus (81. Kunath), Bartsch, Kurzbach (72. Mertes) –Jackisch, Sommer, Brand, Wiegner – Hoffmann (72. Ziffert), Ruppelt (78. Weber). Trainer: Kunert. Schiedsrichter: Jänike (Jena). Tore: 1:0 Jackisch (30.), 2:0 Brand (33.), 3:0 Hoffmann (41.), 4:0 Wiegner (64.), 5:0 Ruppelt (70.), 5:1 Ludwig (86.). Zuschauer: 112.

Diesen Schwung nahmen die Muldestädter dann auch mit ins thüringische Dachwig, wo man beim Aufsteiger FC An der Fahner Höhe gastierte. Im Stile einer Spitzenmannschaft sorgte man beim 4:0 (2:0)-Sieg für klare Fronten und ließ den Gastgebern dabei nicht die Spur einer Chance. Mann des Tages war wie so oft Christoph Jackisch, der neben seinen zwei Treffern (44., 63.) auch die beiden anderen Tore von Maximilian Sommer (22.) und Kevin Wiegner (90.+2) vorbereitete. Platz vier war der Lohn für diesen sehr guten Grimmaer Auftritt in Thüringen.

FC An der Fahner HöheFC Grimma 0:4 (0:2). Grimma: Birkigt – Markus (79. Kunath), Mattheus, Bartsch, Kurzbach (54. Mertes) –Jackisch, Sommer (79. Weber), Brand, Wiegner – Hoffmann (67. Ziffert), Ruppelt (79. Käseberg). Trainer: Kunert. Schiedsrichter: Hildebrandt (Halle). Tore: 0:1 Sommer (22.), 0:2, 0:3 Jackisch (44., 63.), 0:4 Wiegner (90.+2). Zuschauer: 212.

Glück und Geschick für Grimma

Somit war der Regionalligist Chemnitzer FC in der nächsten Woche gewarnt, schließlich wollte man in Grimma in der 3. Hauptrunde des Sachsenpokals seine Favoritenstellung untermauern. Und genau das sollten die 320 Zuschauer im Husaren-Sportpark dann auch zu sehen bekommen. Vor allem im ersten Durchgang blieb die Kunert-Elf chancenlos, Chemnitz bestimmte klar die Begegnung und sorgte mit einem 3:0-Pausenvorsprung früh für klare Verhältnisse.

Zwar konnten sich die Muldestädter nach dem Wechsel deutlich steigern, doch war der CFC letztlich eine Nummer zu groß. Den Grimmaer Treffer bei der 1:5 (0:3)-Niederlage erzielte Oliver Kurzbach (62.). Dadurch konnte sich die Kunert-Elf auf die Meisterschaft konzentrieren, wo man mit einem 2:1 (1:1)-Heimerfolg über den VFC Plauen den dritten Sieg in Folge landete.

Neuerliche Saison-Unterbrechung

Auch von einem frühen Rückstand (9.) ließen sich die Gastgeber nicht aus der Bahn werfen, auch wenn der Ausgleich von Jasper Hoffmann aufgrund eines folgenschweren Torwartfehlers recht glücklich zustande kam (31.). Nach dem Wechsel drehte man die Partie vollends, als Maximilian Sommer mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich war (62.). Plauen drängte in der Folgezeit zwar, doch mit Glück und Geschick brachte der FC den kostbaren Vorsprung über die Zeit.Letztlich war es ein Arbeitssieg, doch das interessierte zwei Tage später keinen Menschen mehr.

FC GrimmaVFC Plauen 2:1 (1:1). Grimma: Birkigt – Markus (72. Mertes), Mattheus (83. Kunath), Bartsch, Kurzbach –Ziffert (72. Schwarz) – Jackisch, Sommer, Brand, Wiegner (52. Ruppelt) –Hoffmann (83. Hübner). Trainer: Kunert. Schiedsrichter: Drößler (Gotha). Tore: 0:1 Sovago (7.), 1:1 Hoffmann (31.), 2:1 Sommer (62.). Zuschauer: 129.

Auf den Punkt topfit

Nach dem fünften Sieg im achten Saisonspiel rangierten die Grimmaer mit 17 Punkten auf Rang drei – nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Eilenburg. Diese Leistung verdiente absoluten Respekt. Vor dem neuerlichen Lockdown folgte allerdings die erste Auswärtsniederlage. In Neugersdorf zogen die Kunert-Schützlinge mit 1:2 (0:1) den Kürzeren und mussten sich dabei einem etwas besseren Gegner beugen. Die Gastgeber wirkten insgesamt homogener und waren im Offensivbereich gefährlicher. Nichtsdestotrotz keimte nach dem Grimmaer Anschlusstreffer von Lucas Bartsch (68.) noch einmal Hoffnung auf – doch diesmal sollte es zu einem Punktgewinn leider nicht mehr reichen. Doch auch diese Pleite vor der neuerlichen Saison-Unterbrechung schmälerte das bisherige Abschneiden der Muldestädter keinesfalls.

FC Oberlausitz NeugersdorfFC Grimma 2:1 (1:0). Grimma: Becker – Mattheus (82. Weber), Bartsch, Ziffert, Kurzbach (42. Mertes) – Schwarz – Jackisch, Sommer (82. Kunath), Brand, Hoffmann (82. Käseberg) – Ruppelt (63. Markus). Trainer: Kunert. Schiedsrichter: Stramke (Welzow). Tore: 1:0 Keil (38.), 2:0 Krutoff (62.), 2:1 Bartsch (68.). Gelb-Rote Karten: Keil (Neugersdorf/wegen wiederholten Foulspiels, 90.+3). Zuschauer: 100.

Die Mannschaft hat im ersten Drittel der Saison Großartiges geleistet und die Fans ein ums andere Mal begeistert. Dafür gilt der Truppe jede Menge Lob und Anerkennung. Ziel muss es sein, auf den Punkt topfit zu sein, wenn die Oberliga-Saison wieder aufgenommen wird. Sollte dies gelingen, wird man in Zukunft noch sehr viel Freude an der Mannschaft haben.

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Einsätze: Sommer, Brand, Markus, Kurzbach, Bartsch, Ruppelt, Mertes (alle 9), Birkigt, Hoffmann, Wiegner, Ziffert (alle 8), Mattheus (7), Jackisch, Hübner (beide 6), Kunath (5), Weber (4), Konzok, Käseberg, Griesbach, Schwarz, Tröger (alle 3), Becker (1)

Einwechslungen: Mertes (8), Ruppelt (5), Kunath, Hoffmann, Weber (4), Käseberg (3), Mattheus, Konzok, Kurzbach, Hübner, Ziffert (2), Schwarz, Markus (1)

Auswechslungen: Markus (7), Kurzbach (5), Hoffmann, Wiegner, Ziffert, Ruppelt (4), Sommer, Mattheus (3), Hübner (2), Konzok, Griesbach, Jackisch, Kunath (1)

Tore: Jackisch (4), Brand, Sommer, Hoffmann, Wiegner (alle 3), Bartsch, Ruppelt, gegnerische Selbsttore (alle 1)

Gelbe Karten: Hübner (5), Kurzbach (4), Tröger, Brand, Ziffert, Ruppelt (alle 2), Sommer, Mattheus, Schwarz, Jackisch, Kunath, Bartsch, Mertes (alle 1)

Gelb-Rote Karten: keine

Rote Karten: keine.