28. Dezember 2021 / 12:16 Uhr

So lief die Hinserie von Turbine Potsdam: Selina Cerci trifft und trifft

So lief die Hinserie von Turbine Potsdam: Selina Cerci trifft und trifft

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Top-Torjägerin Selina Cerci (l.) ist Turbines Shootingstar der Hinrunde. © imago images/foto2press
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Der SPORTBUZZER macht den Hinrunden-Check bei Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam: Es gab eine große Gewinnerin, einen Ausrutscher – aber immerhin keine weiteren Coronafälle.

Für den 1. FFC Turbine Potsdam endete das Fußballjahr mit einem Schrecken. Der Start in die Rückserie mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg fiel vor Weihnachten aus, weil drei Spielerinnen positiv auf Covid-19 getestet wurden. In Lauerstellung und mit dem Rückenwind aus acht Spielen ohne Niederlage können die Bundesliga-Fußballerinnen aus der Landeshauptstadt in die Rückrunde starten. Doch im Zwischenfazit gibt es auch Abstriche. Der SPORTBUZZER fasst das Turbine-Halbjahr zusammen.

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  • Die Lage: Die Ergebnisse der PCR-Tests seien bei allen Spielerinnen, die vor dem Wolfsburg-Spiel per Schnelltest ein positives Resultat hatten, negativ ausgefallen. Es gab keine weiteren Ansteckungen. „Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen“, bestätigt Turbines Geschäftsführer Stephan Schmidt, der sich dieser Tage selbst etwas Urlaub gönnt. Auch die Spielerinnen haben frei – bis zum 3. Januar. Dann bittet Trainer Sofian Chahed zum Trainingsauftakt.
  • Die Tabelle: Die Bundesliga-Spitze ist eng zusammen. Herbstmeister Bayern München (28 Punkte) und die Verfolger Hoffenheim (27), Wolfsburg (26) und Frankfurt (25) trennt jeweils nur ein Zähler. Dahinter mussten die Turbinen als Fünfte den Anschluss schon etwas abreißen lassen, haben aber auch noch das Nachholspiel gegen den VfL (29. Januar) im Köcher. Rang drei, der zur ersten Champions-League-Teilnahme seit der Saison 2013/14 berechtigen würden, ist noch in Sichtweite. Turbine liegt in Lauerstellung – es wird schwer, aber nicht unmöglich.

Turbines Hinrunde in Bildern

 Wolfsburg, Germany, August 28th Dina Orschmann 11 Potsdam and Joelle Wedemeyer 24 Wolfsburg battle for the ball during the Flyeralarm Frauen-Bundesliga game between VfL Wolfsburg and 1. FFC Turbine Potsdam at AOK-Stadion on August 28, 2021 in Wolfsburg, Germany Flyeralarm Frauen-Bundesliga - VfL Wolfsburg v 1. FFC Turbine Po PUBLICATIONxNOTxINxBRA Zur Galerie
Wolfsburg, Germany, August 28th Dina Orschmann 11 Potsdam and Joelle Wedemeyer 24 Wolfsburg battle for the ball during the Flyeralarm Frauen-Bundesliga game between VfL Wolfsburg and 1. FFC Turbine Potsdam at AOK-Stadion on August 28, 2021 in Wolfsburg, Germany Flyeralarm Frauen-Bundesliga - VfL Wolfsburg v 1. FFC Turbine Po PUBLICATIONxNOTxINxBRA ©
  • Der Ausrutscher: Die 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen von Mitte September ärgert Coach Chahed bis heute. Seine Elf war in der ersten Hälfte überlegen, spielte aber ohne Durchschlagskraft. Die Quittung gab es nach der Pause, als Potsdam zweimal ausgekontert wurde. Die individuellen Fehler, die in der Hinrunde immer mal wieder vorkamen, sind dem Coach manchmal noch ein Dorn im Auge.
  • Die Gewinnerin: Nach Ladehemmung zum Saisonbeginn platzte bei Torjägerin Selina Cerci der Knoten. Die 21-Jährige startete in der Hinserie richtig durch. Mit acht Treffern ist sie die zweitbeste Torjägerin der Liga. Dazu kommen drei Vorlagen. Die Stürmerin hat einen echten Lauf, traf in den letzten vier Partien jeweils mindestens einmal. Und: Cerci ist Turbines Dauerbrennerin, verpasste nur sechs Einsatzminuten. Nicht umsonst forderte zuletzt sogar Münchens Meistertrainer Jens Scheuer: „In der Form gehört sie in die Nationalmannschaft.“
  • Der Trainer: Sofian Chahed und Turbine – das passt! Vor den Feiertagen hat der 38-Jährige seinen Vertrag bis 2025 verlängert. „Es ist eine klare Entwicklung zu sehen – und die ist noch nicht zu Ende“, sagte der Trainer, der von seiner Elf immer wieder viel Einsatz und hohe Aufmerksamkeit fordert. Er fühle sich wohl in Potsdam, betonte der Coach bei seiner Vertragsverlängerung. Präsident Rolf Kutzmutz bemerkte: "Die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer stimmt."