30. Juli 2019 / 16:02 Uhr

So lief's für den MTV Gifhorn beim größten Jugendfußball-Turnier der Welt in Schweden

So lief's für den MTV Gifhorn beim größten Jugendfußball-Turnier der Welt in Schweden

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das MTV-Team in Schweden: (h. v. l.) Chris Wimmer (Trainer), Alex Geiner, Jarne Werner, Piet Kretschmar, Martin Winn (Co-Trainer) und André Neumann (Betreuer); (M. v. l.) Mats-Ole Rücker, Tim Biermann, Taylor Borchert, Moritz Dehne und Tom Linne; (v. v. l.) Louis Gryglewski, Pascal Neumann, Dominik Wiest, Paul Kornblum, Christos Palanis und Timon Pluschkat.
Das MTV-Team in Schweden: (h. v. l.) Chris Wimmer (Trainer), Alex Geiner, Jarne Werner, Piet Kretschmar, Martin Winn (Co-Trainer) und André Neumann (Betreuer); (M. v. l.) Mats-Ole Rücker, Tim Biermann, Taylor Borchert, Moritz Dehne und Tom Linne; (v. v. l.) Louis Gryglewski, Pascal Neumann, Dominik Wiest, Paul Kornblum, Christos Palanis und Timon Pluschkat.
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Die U13-Kicker des MTV Gifhorn haben sich beim Gothia-Cup in Schweden, dem größten Jugendfußball-Turnier der Welt, mit Teams aus aller Welt messen dürfen. Dass es überhaupt zu dieser Reise kam, verdankte das Team seiner Kreativität - und musste deshalb in Göteborg fleißig Postkarten schreiben.

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Das war ein Trip, der den U13-Fußballern des MTV Gifhorn noch lange in Erinnerung bleiben wird: Auch dank viel Crowdfunding-Unterstützung ging’s für die D-Jugend zum größten Jugendfußball-Turnier der Welt in Schweden, dem Gothia-Cup in Göteborg  – dass sportlich nicht viel zu holen war, war dabei fast nebensächlich.

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Denn nach der Anreise über Travemünde und Malmö per Fähre präsentierte sich das Team von Trainer Chris Wimmer spielerisch alles andere als schlecht. Zwar gab’s in der Gruppenphase drei Niederlagen gegen die englische Phoenix Academy (2:3), IS Halmie aus Schweden (1:2) sowie Lilleström SK aus Norwegen (2:3), aber „die Ansätze waren teilweise sehr gut“, lobte MTV-Betreuer André Neumann. „Auch wenn nichts Zählbares auf dem Konto war, haben wir uns gut verkauft, aber teilweise unglückliche Spielverläufe hinnehmen müssen.“

Eine K.o-Runde gab’s aber auch für die glücklosen Teams – und dort konnte der MTV dann endlich jubeln: Gegen Högsby IK aus Schweden gab’s ein sattes 7:1, mit Nättraby GoIF wartete dann ein weiterer Lokalmatador. Der wurde mit 6:0 ebenso deutlich abgefertigt, was den Einzug ins Achtelfinale bedeutete – gegen Tölö IF (ebenfalls Schweden) war mit 0:2 allerdings Endstation. „Wir hatten aber auch zwei Aluminiumtreffer zu verzeichnen. In der K.o.-Runde haben wir ganz toll gespielt“, freute sich Neumann dennoch. „Vor allem, weil die Schweden in diesem Alter schon auf große Tore spielen und bis zu zwei Spieler mit 2005er-Jahrgang im Team erlaubt waren – davon hatten wir aber keine.“

NFV-Pokal: MTV Gifhorn gegen Lupo/Martini Wolfsburg

NFV-Pokal: MTV Gifhorn gegen Lupo/Martini Wolfsburg Zur Galerie
NFV-Pokal: MTV Gifhorn gegen Lupo/Martini Wolfsburg © Cagla Canidar
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Neumanns Fazit fiel auch ohne den großen sportlichen Erfolg positiv aus: „Es war eine super Erfahrung. Die Jungs haben viele Mannschaften aus verschiedenen Nationen kennengelernt und haben sich mit ihrem Schulenglisch gut verständigen können. Sie waren alle total begeistert!“


Denn auch abseits des Rasens gab es Programm: So ging es unter anderem ins Experimentier- und Erlebnismuseum oder an den Strand, das eigentliche Highlight sei aber die Eröffnungsfeier des Turniers gewesen. Neumann: „Da wurden alle 75 teilnehmenden Nationen vorgestellt, zum Schluss gab es ein riesiges Feuerwerk – das hat die Jungs ordentlich beeindruckt.“

Die Crowdfunding-Aktion im Vorfeld hatte die Reise nach Göteborg erst möglich gemacht – die beliebteste Gegenleistung für die Spender war dabei, eine Postkarte aus Schweden zu erhalten. Also schwangen die Gifhorner auch fleißig die Stifte, „21 Karten mussten wir schreiben“, so Neumann. „Darauf hat jeder unterschrieben.“ So haben also nicht nur die Nachwuchs-Kicker des MTV eine schöne Erinnerung an die Reise in den Norden...