01. August 2021 / 20:51 Uhr

So liefen die sechs Partien des Segeberger Kreispokal am Sonntag

So liefen die sechs Partien des Segeberger Kreispokal am Sonntag

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Fünf Tore erzielte TSV Nahes Zehner Konstantin Korella gegen die TV Trappenkamp.
Fünf Tore erzielte TSV Nahes "Zehner" Konstantin Korella gegen die TV Trappenkamp. © TSV Nahe
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Ein Spieler des TSV Nahe zeigte sich in Gala-Verfassung und knipste satte fünf Mal. 

Max Spreitzer vierfacher Torschütze für den SV Henstedt-Ulzburg

FC Ulzburg - SV Henstedt-Ulzburg 1:14

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Der mit Abstand höchste Sieg im Kreispokal-Achtelfinale gelang Landesligist SV Henstedt-Ulzburg. Die Elf von Trainer Dominik Fseisi ließ dem B-Klassisten überhaupt keine Chance und kannte auch in Sachen Torausbeute keinerlei Gnade. Bereits nach neun gespielten Minuten hieß es aus FCU-Sicht 0:3, zur Pause dann 0:6. Bester Schütze der Gäste war Max Spreitzer mit vier Treffern, gefolgt von Ole Schneemann, Fabian Jacobs und Pasquale Longo mit zwei Toren. Für die restlichen Tore sorgten Lasse Drews, Tobias Weißörtel, Mika Steensen und Luka Hartwig.

Jan "Faxe" Jacobsen (FCU): "Leider ist es dann doch hoch ausgegangen, aber es wurde von uns auch so erwartet. Die vier Klassen Unterschied hat man natürlich sofort gespürt. HU hat sofort Druck gemacht und schon ganz früh 3:0 geführt. Da war die Messe eigentlich schon gelesen. Wir haben trotzdem versucht rauszuspielen und haben uns nicht versteckt. Dann ging es auch durch die vielen Wechsel seinen Gang. Die rote Karte ist vielleicht einen Tick zu hart. Ende gut, alles gut. Keiner hat sich verletzt und wir fiebern dem Punktspielstart entgegen."

Dominik Fseisi (SVHU): "Professionell gelöst und hoch gewonnen. Es war allen in allem in Ordnung. Etwas blöd war es, dass es in einem hitzigen Derby nur einen Schiri und keine Linienrichter gab. Für den Kreispokal gab es nicht genügend Schiris. Die Jungs haben es vernünftig gelöst und wir sind zufrieden."

SSC Phoenix Kisdorf nimmt Hürde SG Oering-Seth ohne Probleme

SG Oering-Seth - SSC Phoenix Kisdorf 1:7

An der Kirchstraße in Seth war der Drops nach 22 Minuten schon so gut wie gelutscht. Yannick Urbanski, Jeremy Schalk und Robin Kähler waren die ersten drei Schützen. Direkt nach dem Wiederanpfiff verwandelte Thore Kreuzaler einen Foulelfmeter sicher zum 4:0 aus SSC-Sicht, ehe Jeremy Schalk seinen zweiten Treffer erzielte. Die SG kam durch Nico Post zum Ehrentreffer. Kisdorf aber spielte es weiter konzentriert herunter und schraubte den Spielstand durch Dreierpacker Schalk und Julius Schult noch weiter in die Höhe.


Klaus-Dieter Koch (SG): "Heute hat die eindeutig bessere Mannschaft gewonnen, die deutlich weniger Fehler gemacht hat als wir. Mit einfachen Ballverlusten haben wir Kisdorf immer wieder zu Chancen eingeladen. Gerade die ersten zwei Tore resultierten daraus, das dritte spielen sie gut aus. Trotzdem hatten wir zwei gute Möglichkeiten durch Kevin Finnern und Nico Post. Nach der Pause wurde und durch den Foulelfmeter direkt ein Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem haben wir uns nicht hängen lassen. Heute sollte es einfach nicht sein. Kisdorf ist der verdiente Sieger. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Serie."

Boris Völker (SSC): "Seth war tapfer. Wir haben aber früh die ersten drei Tore geschossen. So haben wir uns selbst auf die Siegerstraße gebracht. Später haben wir auch nichts mehr anbrennen lassen."

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Fetihspor Kaltenkirchen effektiver als der Leezener SC

Leezener SC - Fetihspor Kaltenkirchen 1:3

Das Duell der beiden Verbandsligisten, die jedoch in verschiedenen Staffeln antreten, entschied "Fetih" für sich. Ein eher zweifelhafte Elfmeterentscheidung nutzte Andrej Denk nach einer knappen Viertelstunde zur Kaltenkirchener Führung. Leon Marre gelang das 2:0 aus Gästesicht, doch noch gab Leezen, das überwiegend nach Kontern gefährlich aufkam, sich nicht kampflos geschlagen. Khaled Saei sorgte mit dem 0:3 in der 63. Minute für die Vorentscheidung. Der 1:3-Ehrentreffer - am Ende nicht mehr als Ergebniskosmetik - fiel durch einen direkten Freistoß von Tobias Neumann, den Torhüter Torben Krogmann ins eigene Netz lenkte.

Kay Beuck (LSC): "Nach einer Viertelstunde müssen wir durch zwei Kopfbälle eigentlich schon 2:0 führen. Dann kassieren wir nach einem sehr ominösen Elfer gegen uns das 0:1. Da muss man sich wirklich streiten, aber leider hat der Schiri sich so entschieden. Durch einen unglücklichen Abwehrversuch fällt das 0:2, mit dem wir trotz ordentlicher Leistung in die Kabine gehen. Es war relativ ausgeglichen. Wir nutzen dann wieder eine Chance nicht, aber fangen uns das 0:3 nach einem Freistoß. Zwei Riesenchancen lassen wir liegen und sind dann weiter am Drücker. Wir nutzen unsere Möglichkeiten nicht unter unterm Strich hat Fetih das dann auch verdient."

Martin Genz (Fetihspor): "Das 3:1 geht absolut in Ordnung. Die Szene vor dem 1:0 war für mich ein Kann-Elfmeter. Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz, aber Leezen war bei Kontern auch gefährlich. Ein Schuss ging auch gegen den Pfosten. Das wäre dem Spielverlauf aber auch nicht gerecht geworden. Verdient belohnen wir uns mit dem 2:0. Als Leezen nochmal gut Gas gegeben hat, machen wir mit dem 3:0 alles klar. Da unser Wechselkontingent schon aufgebraucht war und unser Spieler Izzet Yapakci nach schwerem Foul von Hans-Jordt Petersen nicht weitermachen konnte, mussten wir das Spiel mit zehn Mann beenden. Der Freistoß zum 1:3, bei dem unser Keeper Torben Krogmann noch dran war, war sehenswert.

Verdienter Sieg für den SV Wahlstedt

TSV Nützen - SV Wahlstedt 0:4

Auch der SV Wahlstedt freute sich am Sonntag über den Viertelfinaleinzug. Schon nach 17 Minuten war man dank Toren von Kristian Jensen und Rene Bossert auf einem deutlich besseren Weg als der Gastgeber, der eine Etage tiefer in der Kreisklasse A spielt. Die Vorentscheidung fiel mit dem 3:0, erneut war es Kristian Jensen. Furkan Cörek traf nach 48 Minuten und ließ die allerletzten Zweifler verstummen. Nützens Mirco Fedder wurde nach 65 Minuten mit gelb-rot des Feldes verwiesen. Auch aufgrund der fünf Wechsel auf Seiten der Wahlstedter ging der Spielfluss im weiteren Verlauf des Spiels allmählich dahin.

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Mike Baaske (SVW): "Ein ganz klarer Erfolg. Wir hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz. Wir haben es gut gemacht und haben früh gepresst. Nach einer Zeit stimmte auch die Passgenauigkeit. Beim Stand von 2:0 hat der Gegner noch einen Elfmeter verschossen. Aber ich denke trotzdem nicht, dass da noch was passiert wäre. Das 4:0 fällt kurz nach der Halbzeit und dann haben wir einen kleinen Bruch durch die vielen Wechsel drin gehabt. Da haben wir es nicht mehr so gut gemacht und die Überzahl wurde nicht gut ausgespielt. Da haben wir oft die falschen Ansätze gesucht und ein höheres Ergebnis verpasst. Trotzdem haben wir einen Schritt nach vorne gemacht und sind weiter. Von daher bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt."

Konstantin Korella mit fünf Treffern für seinen TSV Nahe

TV Trappenkamp - TSV Nahe 1:10

Kurzen Prozess mit dem heutigen Gegner machte auch Kreisligist TSV Nahe. Das Team von Christopher Otte führte gegen die Trappenkamper schon nach dem ersten Abschnitt mit 4:0 dank Toren von Florian Kaste, Ayman Khouli und zwei Mal Konstantin Korella. Letztgenannter erzielte nach dem Seitenwechsel auch das fünfte und sechste Tor. Das Heimteam verkürzte zwischenzeitlich auf 1:5, nachdem Svante Mannshardt verwandelt hatte. Außenverteidiger Florian Kaste schnürte seinen Doppelpack und auch Philipp Dittmann reihte sich unter die Schützen. Korella vollendete nach 84 Minuten bereits zum fünften Mal. Dank des 10:1 von Tanju Lohse wurde es schließlich sogar noch zweistellig. Ein bitterer Abend für die TV Trappenkamp.

Christopher Otte (TSV): "Im Grunde genommen ein schönes Spiel. Einige Dinge haben wir uns zuletzt zu Herzen genommen und heute sah das schon richtig gut nach Fußball aus. Von daher können wir zufrieden sein. Es hätte sogar noch höher ausfallen müssen, bei der Chancenverwertung müssen wir also nochmal ran. Den Ball haben wir gut laufen lassen."

TuS Tensfeld sorgt nach der Halbzeit für klare Verhältnisse

SV Westerrade - TuS Tensfeld 2:5

Nach 13 Minuten war der Torreigen bereits gebrochen, als Marco Huth eingenetzt hatte. Eyyüp Sari gelang zum oft zitierten "psychologisch wichtigen Zeitpunkt " der zweite Treffer. Tensfeld kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und spätestens nach dem 3:0 und 4:0 von Nick Scharnert und Torge Brötzmann war klar, dass Westerrade hier wohl nicht mehr herankommen würde. Nach genau einer Stunde schnürte Eyyüp Sari seinen Doppelpack. Weil der TuS in der Schlussphase etwas nachließ und der Schlendrian einkehrte, kam Westerrade noch zu zwei Ehrentreffern von Hendrik Jäschke und Jona-Michel Ahrendt.

Jan Evers (SVW): "Es war leider eine relativ klare Geschichte. Wir konnten nicht an den Sieg gegen Bramfeld am Mittwochabend anknüpfen. Die Tensfelder waren körperlich sehr präsent und haben und uns nicht unterschätzt. Nach den ersten zwei Toren konnten wir relativ wenig machen. Den Klassenunterschied hat man phasenweise dann doch schon gesehen. Verdienter Sieg für Tensfeld. Pokalsieger wären wir eh nicht geworden. Von daher konzentrieren wir uns auf den Ligastart."

Rüdiger Brüggen (TuS): "Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt, weil wir den Gegner auch nicht auf die leichte Schulter genommen haben. Wir verpassen einige Chancen, um es noch deutlicher zu gestalten. Bis zur 75. haben wir das wirklich gut gemacht. Dann allerdings haben wir etwas nachgelassen und uns noch zwei Tore gefangen. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Vorausblickend auf unsere bevorstehende Turnierwoche haben wir später auch etwas durchgetauscht. Wir freuen uns aufs Viertelfinale und hoffen auf eine Spielverlegung. Wir sind kommende Woche drei Mal im Einsatz."

Zu folgenden Paarungen kommt es im Viertelfinale:

Sonntag, 08. August, 15.00 Uhr:

Sieger Schmalfelder SV / TSV Weddelbrook - SSC Phoenix Kisdorf
TuS Tensfeld - SV Henstedt-Ulzburg
Fetihspor Kaltenkirchen - SV Todesfelde
TSV Nahe - SV Wahlstedt

Der SV Todesfelde besiegte die Kaltenkirchener TS am Sonntag mit 4:0 (wir berichteten).