09. März 2019 / 16:56 Uhr

So reagiert Union Berlin auf den Antisemitismus-Skandal

So reagiert Union Berlin auf den Antisemitismus-Skandal

dpa
Almog Cohen (3.v.l.) wurde nach diesem Handgemenge des Feldes verwiesen. Wenig zuvor griff er Akaki Gogia ans Trikot.
Der Ingolstädter Almog Cohen (3.v.l.) wurde nach der 0:2-Niederlage von einem Anhänger des FC Union Berlin auf Twitter beleidigt. © Andreas Gora/dpa
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2. Bundesliga: Der Tweet eines Union Berlin-Anhängers sorgt aktuell für Aufregung. In diesem wird Ingolstadts Almog Cohen antisemitisch beschimpft. Nun hat sich Union Berlin zu dem Fall geäußert.

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Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin hat angesichts eines antisemitischen Tweets (SPORTBUZZER berichtete) während der Partie gegen den FC Ingolstadt 04 (2:0) zum Kampf gegen jegliche Form von Rassismus aufgerufen. "Wir müssen den Kampf gegen die Verrohung unserer Gesellschaft entschlossen aufnehmen und ihn konsequent führen, auch in unseren Reihen", schrieb Union-Präsident Dirk Zingler auf der Webseite des Vereins.

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Am Freitagabend war der Ingolstädter Kapitän Almog Cohen während des Spiels von einem Unbekannten per Tweet antisemitisch angegriffen worden. Union hatte daraufhin schon während des Spiels die Polizei informiert. Auch der Staatsschutz ermittelt. Ingolstadt hatte sich nach dem Spiel über Twitter "für die unverzügliche Unterstützung" bei Union bedankt.

Zingler: "Schäme mich für solche Unioner"

Auf der Webseite hieß es weiter, dass es "immer wieder Berichte über Fälle von rassistischen Übergriffen auf den Rängen im Stadion An der Alten Försterei" gäbe, "die jedoch nur selten beim Ordnungsdienst gemeldet und zur Anzeige gebracht werden".

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Simon Terodde: 25 Tore in 93 Spielen schoss Simon Terodde für "Eisern" Union. Mittlerweile spielt er beim 1. FC Köln. ©
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Zingler kündigt nun an, dass der Verein in solchen Fällen künftig aktiv werde: "Ich schäme mich für solche Unioner. Wir werden alles daransetzen, sie zu isolieren und strafrechtlich verfolgen zu lassen. Union steht für humanistische und demokratische Werte. Wer diese nicht teilt, hat in unserem Verein und in unserem Stadion nichts verloren."

Appell an Vereinsmitglieder und Besucher des Stadions

Zugleich fordert der Präsident im Namen des Vereins auch die Vereinsmitglieder und Besucher des Stadions auf, gegen solche Fälle aktiv vorzugehen. "Der 1. FC Union Berlin bittet alle Unioner um Unterstützung im Kampf gegen jegliche Art von Diskriminierung. Union steht für Mitmenschlichkeit und Toleranz!"

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