28. September 2022 / 09:47 Uhr

Mané beendet Torflaute, Mazraoui sammelt Spielpraxis: So schlugen sich die Nationalspieler des FC Bayern

Mané beendet Torflaute, Mazraoui sammelt Spielpraxis: So schlugen sich die Nationalspieler des FC Bayern

Timon Zöfelt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Während Sadio Mané (links) und Noussair Mazraoui (rechts) viel in der Länderspielpause zum Einsatz gekommen sind, hat Matthijs de Ligt nur auf der Bank gesessen.
Während Sadio Mané (links) und Noussair Mazraoui (rechts) viel in der Länderspielpause zum Einsatz gekommen sind, hat Matthijs de Ligt nur auf der Bank gesessen. © IMAGO/Sebastian Frej/MIS/Pressinphoto (Montage)
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Der FC Bayern München will im Anschluss an die Länderspielpause seinen Negativlauf in der Bundesliga stoppen. Zahlreiche Profis der Münchener waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs und hofften auf Erfolgserlebnisse. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über den Verlauf der Länderspielphase der abgestellten FCB-Profis.

Für den FC Bayern München ging es mit einem schlechten Gefühl in die Länderspielpause. Vier sieglose Bundesliga-Spiele in Serie bedeuteten einen seit knapp über 20 Jahren beispiellosen Negativlauf für den deutschen Rekordmeister in der deutschen Beletage. Zeit zum Durschnaufen blieb für einen Großteil der FCB-Leistungsträger jedoch nicht. Zahlreiche Profis der Münchener waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Kehren sie aufgrund von Erfolgserlebnissen nun mit frischen Selbstvertrauen zum Klub zurück oder setzte es den nächsten Dämpfer? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), gibt einen Überblick, wie die Länderspielphase der abgestellten Bayern-Akteure verlief.

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Deutschland: Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leroy Sané, Thomas Müller, Jamal Musiala

Wirklich besser wurden die Befindlichkeiten der Bayern-Stars, die mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs waren, nicht. Nach der corona-bedingten Abreise von Manuel Neuer und Leon Goretzka, verspielten die DFB-Profis um Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Co. bei der empfindlichen Pleite gegen Ungarn (0:1) das Final Four in der Nations League und blieben auch gegen England (3:3) sieglos. Die Form des Münchener Quintetts ließ viele Fragezeichen zurück. Besonders gegen Underdog Ungarn enttäuschten die in der Startelf stehenden Gnabry, Müller und Sané auf ganzer Linie. Kimmich agierte in beiden Partien auf der Sechserposition solide, konnte seine Kollegen jedoch nicht entscheidend mitreißen. Einziger Lichtblick: Jamal Musiala, der seine starke Form beim FCB auch in der Nationalmannschaft bestätigte und besonders bei seinem Einsatz von Beginn an gegen England als bester Deutscher zu überzeugen wusste. Unter dem Strich ist jedoch eine ernüchterndes Fazit der Länderspielphase zu ziehen.

Frankreich: Dayot Upamecano, Benjamin Pavard

Für das Defensiv-Duo des FC Bayern nahm die Negativserie auch in der französischen Nationalmannschaft seinen Lauf. Zwar holte die "Equipe Tricolore" am 5. Nations-League-Spieltag gegen Österreich um Teamchef Ralf Rangnick (2:0) ihren ersten Sieg, Upamecano und Pavard hatte Auswahl-Trainer Didier Deschamps jedoch über die gesamte Matchdauer außen vor gelassen. Erst beim abschließenden Duell mit Dänemark durften die Münchener über die vollen 90 Minuten ran. Das Ergebnis: Der Weltmeister unterlag Dänemark mit 0:2 und beendete eine verkorkste Nations-League-Saison mit einem weiteren Nackenschlag. Für die Leistungsträger des FCB geht es zudem mit einem Dämpfer zurück nach München.

Niederlande: Matthijs de Ligt

Für die Niederlande endete eine erfolgreiche Gruppenphase der Nations League mit der Qualifikation für das Finalturnier im Juni 2023. Mit fünf Siegen und sechs Punkten vor Belgien holte sich das das Team von Louis van Gaal den Sieg in Gruppe 4 der A-Liga. Matthijs de Ligt kehrt dennoch mit gemischten Gefühlen aus der Länderspielpause an die Säbener Straße zurück. Für den Innenverteidiger verlief die Abstellung zur Elftal nämlich weniger erfolgreich: Sowohl beim Sieg über Polen (2:0) als auch gegen Belgien (1:0) schmorte der 23-Jährige die gesamte Spielzeit über auf der Bank und kehrt ohne zusätzliche Spielpraxis zurück zum Klub.

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Österreich: Marcel Sabitzer

Marcel Sabitzer muss sich mit der österreichischen Nationalmannschaft in der kommenden Nations League-Saison in der B-Liga beweisen. Lediglich ein Sieg und vier Punkte reichten der ÖFB-Auswahl nicht für den Klassenerhalt. Bei der 0:2-Niederlage gegen Weltmeister Frankreich durfte Marcel Sabitzer 69 Minuten lang mitwirken, gegen Gruppensieger Kroatien (1:3) ließ Rangnick den Bayern-Profi sogar über die volle Distanz auf dem Feld. Seine Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:1 konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Auch der Mittelfeldmann bringt von seinem Abstecher zur Nationalmannschaft daher nicht das anvisierte Erfolgserlebnis, sondern stattdessen einen Abstieg, mit zurück zum deutschen Rekordmeister.

Kroatien: Josip Stanisic

Positiv gestimmt dürfte stattdessen Josip Stanisic die Heimreise antreten. Für den Außenverteidiger geht eine erfolgreiche Länderspielpause vorbei. Mit 13 Punkten hat sich Kroatien, der WM-Finalist von 2018, für das Endrunden-Turnier in der Nations League qualifiziert. Im ersten Spiel gegen Dänemark (2:1) saß Stanisic noch auf der Bank, gegen Österreich (3:1) spulte er auf seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger die vollen 90 Minuten ab.

Senegal: Sadio Mané

Der neue Offensiv-Star des FC Bayern war mit der Auswahl aus dem Senegal unterwegs. Beim 2:0-Sieg im Test gegen Bolivien traf der 30-Jährige per Elfmeter zum Endstand. Auch beim darauffolgenden Duell mit dem Iran stand der Angreifer für den WM-Teilnehmer über die volle Distanz auf dem Rasen. Da reichte es am Ende jedoch nur zu einem Remis. Dennoch: Der Sieglos-Serie beim Verein konnte Mané immerhin beim Nationalteam trotzen und auch seine persönliche Torflaute beenden.

Marokko: Noussair Mazraoui

Zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren gehörte der Sommer-Transfer der Münchener wieder zum Kader der marokkanischen Nationalmannschaft. Gegen Chile stand er als Linksverteidiger in der Startelf und spielte 90 Minuten durch. Das Freundschaftsspiel, das in Barcelona ausgetragen wurde, gewann Marokko mit 2:0 (0:0). Vier Tage später tauschte er im torlosen Test gegen Paraguay mit dem früheren Dortmunder Achraf Hakimi die Seite und spielte als Rechtsverteidiger ebenfalls über die volle Distanz. Insgesamt 120 Minuten wertvolle Spielpraxis, die Rückenwind für den Konkurrenzkampf beim FC Bayern geben.

Kanada: Alphonso Davies

Für den schnellen Außenverteidiger der Münchener ging es mit der kanadischen Nationalmannschaft in der Länderspielphase gegen WM-Gastgeber Katar. Stammspieler Davies lieferte beim 2:0-Erfolg seines Teams eine ordentliche Leistung ab, legte einen Treffer sogar vor. Nach 60 Minuten musste der 21-Jährige jedoch stark humpelnd vom Platz. Entwarnung gab es bereits beim zweiten Kanada-Test gegen Uruguay. Da stand Davies nämlich wieder über die komplette Spieldistanz auf dem Rasen. Die 0:2-Pleite konnte aber auch er nicht verhindern. Die Länderspiel-Bilanz vor der Rückkehr zu den Bayern fällt daher gemischt aus.

Niederlande U21 und A-Nationalmannschaft: Ryan Gravenberch

In der Bundesliga kam Ryan Gravenberch bisher nur auf fünf Kurzeinsätze und insgesamt nur für 106 Minuten zum Einsatz – auch in der Länderspielpause lief es nicht viel besser für den 20 Jahre alten Zentralspieler, der zwischen der niederländischen U21 und der A-Nationalmannschaft pendelte. Zum Auftakt am Freitag mit der U21 (2:1 gegen Belgien) stand der im Sommer für 18,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichtete Bayern-Profi zwar in der Startelf, wurde aber nach 61 Minuten ausgewechselt. Bondscoach Louis van Gaal zog ihn dann hoch in die A-Auswahl, wo er beim 1:0 gegen Belgien am Sonntag in der Nachspielzeit – quasi mit Schlusspfiff – eingewechselt wurde. Somit wartet Gravenberch weiterhin auf sein erstes Pflichtspiel über die vollen 90 Minuten in dieser Saison.

Frankreich U19: Mathys Tel

Mit der Junioren-Auswahl der Franzosen war Mathys Tel gleich dreimal gefordert. Der Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen. Gegen die Nachwuchsmannschaften von Portugal (0:2) und Serbien (1:3) setzte es jeweils Pleiten. Bei beiden Partien stand der 17 Jahre alte Angreifer der Münchener über 90 Minuten auf dem Platz. Gegen die Portugiesen führte er seine Teamkollegen sogar als Kapitän an. Zwischendurch gewann Frankreichs U19 gegen Finnland (2:0), Tel wurde für die letzten 20 Minuten beim Stand von 2:0 eingewechselt und hatte kaum noch Aktien am Sieg. Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben beim FC Bayern hat der Offensiv-Youngster also nur bedingt sammeln können.

Deutschland U18: Paul Wanner

Erfolgreicher Einstand für den Bayern-Youngster in der neuen DFB-Auswahl. Nach seiner ersten Berufung in die U18-Nationalmannschaft von Trainer Christian Wörns kam Wanner gleich im ersten Spiel eines Vier-Nationen-Turniers gegen Gastgeber Tschechien (4:0) als Joker zu seinem 30-minütigen Debüt. Zwei Tage später gegen der offensive Mittelfeldspieler gegen die USA (2:0) in der Startelf und wurde in der 67. Minute ausgewechselt. Im letzten Duell gegen Mexiko, das die deutsche Auswahl mit 0:1 verlor, kam Wanner, der vor seiner Nominierung für die U18 zuvor 13-mal für die U17 des DFB gespielt hatte, nicht zum Einsatz.

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