29. April 2022 / 21:38 Uhr

"So steigen wir nicht auf": Werder Bremen schlägt nach "purer Enttäuschung" gegen Kiel Alarm

"So steigen wir nicht auf": Werder Bremen schlägt nach "purer Enttäuschung" gegen Kiel Alarm

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen droht den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga zu verpassen.
Werder Bremen droht den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga zu verpassen. © IMAGO/Kirchner-Media
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Werder Bremen hat die Tabellenführung in der 2. Bundesliga verloren und muss plötzlich wieder um den direkten Wiederaufstieg bangen. Die Spieler sind nach der 2:3-Pleite gegen Holstein Kiel nach 2:0-Führung fassungslos.

Pures Entsetzen bei Werder Bremen: Die Tabellenführung ist verloren, der direkte Wiederaufstieg gerät ausgerechnet zwei Spieltage vor Saisonende in der 2. Bundesliga in Gefahr. "So geht es nicht. Das darf uns einfach nicht passieren", sprach Werder-Abwehrspieler Marco Friedl nach der bitteren 2:3-Heimniederlage am Freitagabend gegen Holstein Kiel Klartext. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner gab eine 2:0-Führung noch leichtfertig aus der Hand. Für Werner war es erst die zweite Niederlage mit Werder überhaupt. "Wir müssen uns insgesamt fragen, wie es so kommen konnte. Wir müssen diese Dinge offen ansprechen", forderte der Coach.

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Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Wohninvest Weserstadion brachten Niclas Füllkrug (2. Minute) und Marvin Ducksch mit einem verwandelten Handelfmeter (23.) Werder scheinbar sicher in Führung. Doch durch zwei Eigentore von Füllkrug (45.) und Anthony Jung (71.) kam Kiel wieder zurück. Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Julian Korb sogar für den Kieler Sieg und schockte die Bremer, die die Tabellenführung wieder an den FC Schalke 04 abgeben mussten. "Pure Enttäuschung. Wir spielen zuhause vor so einer Kulisse, starten gut ins Spiel. Es läuft alles für uns, wir führen 2:0 und geben das Ding noch aus der Hand", versuchte Anthony Jung seinen Frust in Worte zu verpacken. Der Vorsprung auf den Aufstiegs-Relegationsplatz, den aktuell der SV Darmstadt mit einem weniger absolvierten Spiel inne hat, beträgt nur drei Punkte.

"Wenn wir so spielen, steigen wir natürlich nicht auf"

Schenkt Werder nach dem Vorsprung gegen Kiel also nun auch in der Liga das Polster auf einen Nichtaufstiegsplatz her? "Ich glaube, dass wir vor allem nach dem 2:0 mit dem Feuer gespielt haben. Wir haben viel zu viel zugelassen", kritisierte Friedl und zog ein bitteres Fazit. "Wenn wir so spielen, steigen wir natürlich nicht auf. Das muss uns auch bewusst werden für die nächsten zwei Spiele." Auch Friedl kündigte wie sein Trainer eine "knallharte" Analyse an. "Wir haben das zu 100 Prozent selbst vergeigt", stellte der Österreicher fest.

Und bei dieser Analyse müssen sich die Spieler auf einen schlecht gelaunten Trainer einstellen. Dass dies sein bitterster Abend als Cheftrainer bei Werder Bremen sei, dementierte Werner nicht. "Es ist schon ein Nackenschlag, da müssen wir nicht groß drum herumreden", sagte der Coach. "Trotzdem geht der Blick nach vorn. Wir haben schon in der Vergangenheit auf Nackenschläge richtige Antworten gefunden." In den letzten beiden Saisonspielen trifft Werder noch auf Erzgebirge Aue (8. Mai) und im letzten Heimspiel eine Woche später auf Jahn Regensburg.