12. Juli 2019 / 13:12 Uhr

Offensiv und laut: So tickt Hertha BSC-Coach Ante Covic

Offensiv und laut: So tickt Hertha BSC-Coach Ante Covic

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Coach
Der neue Trainer von Hertha BSC erhält viel Lob von seinen Akteuren. © Soeren Stache
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Bundesliga: Nach dem Trainingslager in Neuruppin steht für Hertha BSC und Ante Covic in Karlsruhe der nächste Test an. Die Spieler freuen sich bislang über die kommunikative Art und die offensive Philosophie ihres neuen Trainers. Noch wird viel ausprobiert.

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Am Wochenende sind die Stimmbänder von Ante Covic wieder richtig gefordert. Hertha BSC bestreitet beim Jubiläumsturnier des befreundeten Karlsruher SC seinen zweiten Test für die Bundesliga-Saison - schon in den ersten Wochen präsentierte der neue Proficoach der Berliner, dass er am Rande des Platzes auch mal so richtig laut werden kann. «Ich bin ein sehr, sehr emotionaler Mensch. Und meine Stimme ist daran gewöhnt, dass sie gebraucht wird», sagte der 43-Jährige lächelnd. "Wenn du als Fußballlehrer auf den Platz gehst, bist du den Jungs etwas schuldig. Man braucht niemandem etwas vorspielen, das habe ich in der Vergangenheit auch nicht gemacht."

Auf dem Trainingsplatz ist Covic nicht der Typ stummer Zuschauer. Immer wieder greift der Ex-Profi ein, gibt Ratschläge. Seine Profis loben bislang die kommunikative Philosophie. "Er redet viel mit uns Spielern, außerdem haben wir schon viele Videosequenzen angeschaut. Er hat es in kurzer Zeit geschafft, zu erklären, was er von uns erwartet", sagte Kapitän Vedad Ibisevic, den Covic frühzeitig in der Funktion bestätigte. "Einiges ist anders als vorher, aber seine Tipps machen Sinn."

Von Helmut Schön bis Jürgen Röber: Die Vorgänger von Hertha-Trainer Pal Dardai

Von Helmut Schön bis Jürgen Röber: Die Vorgänger von Hertha-Trainer Ante Covic Zur Galerie
Von Helmut Schön bis Jürgen Röber: Die Vorgänger von Hertha-Trainer Ante Covic © dpa
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Nachdem die Entwicklung des Teams in der vierten kompletten Saison unter Pal Dardai vor allem offensiv stagnierte, erhofft sich der Hauptstadtclub nun neue Impulse. Nur 49 erzielte Treffer spiegeln mit Platz elf auch die Abschlussplatzierung von Hertha wider. "Wir werden schon versuchen, aktiver und offensiver zu spielen, mit dem Ball zu spielen", gibt Geschäftsführer Michael Preetz die Devise vor. "Ante ist ein offensiv denkender und offensiv spielen lassender Trainer, der viel mit dem Ball arbeiten möchte. Natürlich ist es darauf ausgerichtet, offensiv Möglichkeiten zu kreieren."

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Beim 4:1 im ersten Test gegen Drittligist Eintracht Braunschweig im Trainingslager von Neuruppin ließ Covic gleich drei verschiedene Systeme spielen, experimentierte mit zwei Angreifern nebeneinander oder einem Stoßstürmer, der von zwei offensiven Außen flankiert wird. In der Abwehr testete der frühere Mittelfeldspieler eine Dreier- und Vierkette. "Er hat einen eindeutigen Plan, will genaue Abstände und klare Positionen", sagte Innenverteidiger Niklas Stark beim Nachrichtenportal t-online.de über seinen Trainer. "Das versucht er uns zu vermitteln, was ich sehr gut finde."

Auch in Karlsruhe will Covic allen Spielern ungefähr die gleiche Einsatzzeit geben. "Aufgrund der Belastung geht es darum, nicht jeden Spieler 90 Minuten durchspielen zu lassen", erläuterte er den Fahrplan für die anstehenden Partien. Um 15 Uhr trifft Hertha zunächst auf den österreichischen Bundesligisten Sturm Graz, direkt im Anschluss geht es gegen Gastgeber und Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC, der sein 125-jähriges Vereinsjubiläum feiert.

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