05. Mai 2019 / 16:45 Uhr

So wollte Tönnies dem VfL Wolfsburg den Trainer klauen...

So wollte Tönnies dem VfL Wolfsburg den Trainer klauen...

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Glasner stand auch bei Schalke-Boss Tönnies hoch im Kurs
Er wollte ihn unbedingt: Schalke-Chef Clemens Tönnies (r.) hatte sich mit dem neuen VfL-Trainer Oliver Glasner in einem Jagdhaus getroffen. © (c) SalzburgerLand Tourismus
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Zwei Spiele noch, dann ist diese Fußball-Bundesliga-Saison vorbei, nach den Partien beim VfB Stuttgart und gegen den FC Augsburg endet auch die Amtszeit von Bruno Labbadia beim VfL.

Dann übernimmt Oliver Glasner vom Linzer ASK. Um ihn hatten auch der VfB Stuttgart sowie Schalke 04 gebuhlt – die Königsblauen wollten den 44-Jährigen unbedingt. S04-Aufsichtsrats-Vorsitzender Clemens Tönnies legte sich dabei besonders ins Zeug. Wie 2009, als er VfL-Meistertrainer Felix Magath aus Wolfsburg nach Gelsenkirchen gelotst hatte.

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Tönnies war in einem Privatjet nach Salzburg geflogen, um mit Glasner in einem Jagdhaus im Salzburger Land das Projekt Schalke 04 zu besprechen, schreibt die Kronen Zeitung. Das Vorgehen des Schalke-Chefs erinnert dabei stark an die Magath-Verpflichtung. Beide hatten sich im Frühjahr 2009 ganz geheim auf einem Bauernhof getroffen. „Ich habe ihn emotional aufgeladen, ihn mit dem Schalke-Virus infiziert“, hatte Tönnies damals gesagt.

"Ich bin LASK-Trainer und möchte derzeit auch nur über den LASK reden"

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Damals bekam Tönnies, was er wollte, diesmal jedoch nicht. VfL-Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer hatten in den Gesprächen mit Glasner die besseren Argumente. Glasner selbst will über das Treffen mit Tönnies nichts sagen. „Ich bin LASK-Trainer und möchte derzeit auch nur über den LASK reden“, sagt der neue VfL-Coach, der an Ostermontag in Wolfsburg einen Vertrag bis 2022 unterschrieben hatte.