17. Mai 2020 / 11:59 Uhr

Söder rüffelt Hertha BSC wegen Körperkontakt-Jubel: "Wichtig, welche Signale der Fußball sendet"

Söder rüffelt Hertha BSC wegen Körperkontakt-Jubel: "Wichtig, welche Signale der Fußball sendet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Spieler von Hertha BSC für ihr Jubel-Verhalten beim Bundesliga-Neustart kritisiert.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Spieler von Hertha BSC für ihr Jubel-Verhalten beim Bundesliga-Neustart kritisiert. © dpa/Getty Images/Montage
Anzeige

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Neustart der Bundesliga grundsätzlich als Erfolg gewertet - er sieht jedoch auch noch Verbesserungsbedarf. Gerade auf den Körperkontakt-Jubel von Hertha BSC reagierte er mit Unverständnis. Hinsichtlich möglicher Spiele mit Fans hält er sich noch bewusst zurück. 

Anzeige

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Neustart der Bundesliga im Sport1-Doppelpass grundsätzlich als "gut gelungen" bezeichnet. Eine Sache habe ihn jedoch gestört: der Körperkontakt-Jubel von Hertha BSC beim 3:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim. "Ich fand es nicht gut", meinte er und rüffelte den Hauptstadt-Klub dafür, der Jubel-Empfehlung nicht nachgekommen zu sein: "Wenn sich alle daran halten, nur der eine Verein nicht, dann sollte man schon sagen, haltet euch auch daran."

Mehr vom SPORTBUZZER

Man könne diese Jubel-Vorgabe noch mal "nachschärfen", so Söder, damit auch die Berliner sie am kommenden Spieltag annehmen. Nach seinem einmal mehr bekundeten Unverständnis für das Verhalten von Salomon Kalou ("Das war nicht sensibel") und Augsburg-Trainer Heiko Herrlich ("Das war nett gemeint, lässt sich aber anders lösen") verwies der Ministerpräsident dabei vor allem auf die Vorbildfunktion des Fußballs in seiner gesonderten Rolle - gerade in Zeiten, in denen es öffentlich Corona-Demonstrationen gäbe. "Denn wenn man die Stimmungslage im Land gesehen hat, war es so, dass vieles, was den Fußball betrifft, Kritik hervorgerufen hat", sagte Söder, "da ist es wichtig, welche Signale der Fußball sendet."

Söder: "Geburtswehen" zum Bundesliga-Neustart

Der CSU-Politiker unterstrich noch einmal, dass es "Spitz auf Knopf" gestanden habe, dass ein Bundesliga-Neustart überhaupt möglich gewesen ist. Dass es noch Verbesserungsbedarf gibt, dessen sei sich Söder bewusst: "Das sind vielleicht auch Geburtswehen. Wir müssen aus den Erfahrungen lernen und ein bisschen nachsteuern." Persönlich habe er im Vorfeld größere Befürchtungen gehabt: "Daher freue ich mich, dass die Liga diesen ersten Härtetest bestanden hat."

Die Sportwelt blickt auf die Bundesliga: Die Pressestimmen zum Restart

Die Rückkehr der Bundesliga aus der Corona-Zwangspause wurde auch im Ausland aufmerksam verfolgt. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengefasst. Zur Galerie
Die Rückkehr der Bundesliga aus der Corona-Zwangspause wurde auch im Ausland aufmerksam verfolgt. Der SPORTBUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengefasst. ©

Söder zu Spielen mit Fans: "Eins nach dem anderen"

Zu einer Prognose, wann es wieder Spiele mit Fans geben kann - womöglich im Herbst -, wollte sich Söder nicht hinreißen lassen. "Man sollte nicht übertreiben", erklärte er. Zunächst einmal solle die aktuelle Saison zu Ende gespielt werden. Man wolle beobachten, wie in anderen Ligen vorgegangen wird. "Ich kann nur eines sagen", so Söder, "ich habe vor drei Monaten gebittert, wie es überhaupt in Deutschland weitergeht. Daher: Eins nach dem anderen."