17. März 2020 / 13:35 Uhr

Solidarität mit allen: BSG Chemie Leipzig ruft zu gegenseitiger Hilfe auf 

Solidarität mit allen: BSG Chemie Leipzig ruft zu gegenseitiger Hilfe auf 

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Ansichten vom Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig.
Foto: Andre Kempner
Dies BSG Chemie will in der momentanen Situation nicht nur an sich denken. © André Kempner
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In der aktuellen Coronakrise ist vor allem gegenseitige Solidarität gefragt. Darauf hat nun auch Regionalligist BSG Chemie Leipzig aufmerksam gemacht. Das Motto des Clubs: #farbenvergessen.

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Leipzig. "Seid solidarisch. Zeigt, dass ihr nicht nur Chemiker, sondern vor allem liebenswerte Menschen seid. Helft den Älteren in eurer Umgebung, wo und wie ihr könnt." Mit diesen Worten appellierte die BSG Chemie am Dienstag via Twitter an ihre Fans, in Zeiten der zunehmenden Verlangsamung des öffentlichen Lebens Solidarität zu üben. Hilfsangebote sollen dabei vereinsübergreifend stattfinden, nicht umsonst erwähnen die Leutzscher neben Dauerrivale Lok in einem Zusatz auch RB Leipzig explizit – ganz im Sinne von #farbenvergessen.

Der Wink zu Lok erhält eine doppelte Botschaft, denn der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hatte am vergangenen Freitag entschieden, dass der Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost bis einschließlich 22. März ruht. Eine Neubewertung der Situation soll "rechtzeitig vor dem 23. März" erfolgen, teilte der Verband auf seiner Homepage mit. Das wäre dann also in dieser Woche.

Leutzscher lehnen Geisterspiele ab

Die BSG hatte zuvor in einer Stellungnahme mit Blick auf die zunehmende Zahl von Corona-Infizierten betont, dass es realistischer sei die kommenden vier Spieltage an das Ende der Saison zu verschieben und stellte einen Antrag zur Spielverlegung an den Verband. Darunter fallen die Auswärtsspiele gegen Hertha II und das Derby gegen Lok im Bruno-Plache-Stadion sowie die Heimspiele gegen den SV Lichtenberg und Energie Cottbus.

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01.12.1984: Oberligaderby zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und der BSG Chemie Leipzig. Endstand 4:0. Im Bild: P. Schöne. Zur Galerie
01.12.1984: Oberligaderby zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und der BSG Chemie Leipzig. Endstand 4:0. Im Bild: P. Schöne. © LVZ
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Gleichzeitig betonte Chemie, dass Geisterspiele keine Alternative und für die BSG wie auch ihre Fanszene nicht akzeptabel seien. Denn – wie die bereits übertragene Partien ohne Zuschauer im TV zeigten - "Fußball wird für Fans im Stadion gespielt. Vereine leben hierfür und davon. Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit dienen ausschließlich egoistischen Belangen."

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Das für das kommende Wochenende geplante Abschiedsspiel für Sven Schlüchtermann wurde bereits verlegt. Es wird innerhalb der nächsten Saisonvorbereitung stattfinden. Bis dahin gilt für Chemie: "Wir wuppen das!"

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