07. Januar 2022 / 09:05 Uhr

Sollbauer kann sich Frieser gut bei Dynamo Dresden vorstellen

Sollbauer kann sich Frieser gut bei Dynamo Dresden vorstellen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Sollbauer kann sich Dominik Frieser bei Dynamo Dresden gut vorstellen.
Michael Sollbauer kann sich Dominik Frieser bei Dynamo Dresden gut vorstellen. © Getty Images
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Der österreichische Abwehrroutinier der Dresdner hält nicht nur große Stücke auf seinen jüngeren Landsmann, der noch auf Vereinssuche ist - auch seine neue Heimat gefällt ihm gut.

Dresden. Er war einer der Leistungsträger in den ersten 18 Saisonspielen und hat sich mit seinem selbstbewussten Auftreten auch als Führungsspieler profiliert: Der Abwehrspieler Michael Sollbauer ist momentan nicht aus der Mannschaft von Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden wegzudenken. Der Österreicher fühlt sich an der Oberelbe sehr wohl und ist froh, dass er während der Winter-Vorbereitung nicht mit Dynamo verreisen muss.

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Guter Eindruck von den Neuzugängen

Der 31-Jährige vermisst die milderen Temperaturen am Mittelmeer nicht. Ihm ist es lieber, nicht unbedingt notwendige Reisen zu vermeiden: „Die momentane Situation ist aufgrund von Corona ganz, ganz schwierig und ich glaube, man muss da nicht noch ein Risiko eingehen, sich zum Flughafen begeben und so.“

Dynamo Dresden trainiert am 06. Januar 2022 im Ostragehege

Die Vorbereitung komplett in Dresden zu absolvieren, sei richtig, so Sollbauer: „Wir haben hier im Trainingszentrum optimale Bedingungen, haben einen guten Wochenplan ausgearbeitet. Ein Vorteil ist auch, dass wir zu Hause schlafen können. Wir haben hier alles, können das Hygienekonzept richtig gut einhalten und kontrollieren, was auch wichtig ist, damit wir keine Ausfälle haben.“ Bisher fehlt nur Robin Becker wegen einer Corona-Infektion, die sich der Ex-Braunschweiger noch im alten Jahr im Urlaub eingefangen hat.

Positiv stimmen Sollbauer auch seine ersten Eindrücke von den Neuzugängen Václav Drchal und Oliver Batista Meier. Beide hätten gut ins Team reingefunden: „Ich glaube, da machen wir es den Jungs auch relativ leicht. Sie sind aber auch vom Charakter her Typen, die absolut dazu passen – auch sprachlich. Vaclav beherrscht die deutsche Sprache schon ziemlich gut, muss ich sagen. Das ist auch für ihn ein Riesenvorteil. Für die Integration im Team ist es natürlich auch leichter. Ansonsten geht es mit Englisch sehr gut. Was man schon gesehen hat: Die Jungs haben schon eine gewisse Qualität.“ Jetzt müssten sie aber schnell ihren Platz im System und in der Mannschaft finden.

„Er kann sich ganz gut anpassen“

Ob mit seinem ehemaligen Mitspieler Dominik Frieser noch ein dritter Neuling bei den Schwarz-Gelben anheuert, weiß Sollbauer nach eigener Aussage nicht: „Natürlich sind wir in Kontakt, es gibt auch immer wieder einen Informationsaustausch über Dresden und seine aktuelle Situation. Ich glaube, er bringt genug Qualität mit, aber auch wir haben hier gute Jungs. Von daher müssen wir einfach mal schauen. Ich habe es ja auch nicht in der Hand, keine Ahnung, was noch passiert.“

Dynamo zuraten würde Sollbauer aber allemal, den 28 Jahre alten Grazer zu verpflichten, der mit ihm zuletzt beim FC Barnsley kickte: „Ich habe mit ihm ein paar Jahre zusammengespielt, erst in Österreich und dann auch in England. Er ist sicher ein Spieler, der zu diesem Pressingsystem passt, das kennt er aus den vergangenen Jahren. Das hat er in Österreich und auch jetzt in England gespielt. Er ist sicher einer, der sehr weite Wege geht, das Pressing auch so annimmt und seine Stärken absolut im Umschaltspiel hat.“


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Frieser sei auch charakterlich ein guter Typ: „Er findet sich leicht in eine Mannschaft ein, ob es in Österreich oder in England war. Er hat jetzt auch die Zeit alleine dort gepackt, ohne deutschsprachige Spieler. Er kann sich ganz gut anpassen.“ Ob der aktuell vertragslose Offensivspieler das auch in Dresden nachweisen kann, bleibt abzuwarten. Er soll auch bei Rapid Wien im Fokus stehen. Caroline Grossmann und Jochen Leimert