03. April 2022 / 18:58 Uhr

Sonntagsschuss leitet Niederlage ein: MSV Neuruppin verliert in Staaken

Sonntagsschuss leitet Niederlage ein: MSV Neuruppin verliert in Staaken

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
MSV-Winterzugang Sho Otsuka (l. im Zweikampf mit Kevin Adewumi) verlor mit seinem Team in Staaken.
MSV-Winterzugang Sho Otsuka (l. im Zweikampf mit Kevin Adewumi) verlor mit seinem Team in Staaken. © Marius Böttcher
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NOFV-Oberliga Nord: Nach dem Erfolgserlebnis in Seelow fehlt den Schützlingen von Trainer Henry Bloch in der Hauptstadt wieder einmal die Durchschlagskraft. MSV-Kapitän Marcus Lemke vergibt die Riesenchance zum Ausgleich.

NOFV-Oberliga Nord: SC Staaken – MSV Neuruppin 3:0 (0:0). Tore: 1:0 Ferris Freiwald (56.), 2:0 Kevin Adewumi (76.), 3:0 Justin Neumann (88.). Zuschauer: 123.

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Im Berliner Westen nichts Neues, dürfte sich der Großteil der 123 Zuschauer im Sportpark Staaken am Sonntagnachmittag gedacht haben. Denn auch gegen den MSV Neuruppin konnte der Heimnimbus der Oberliga-Kicker aus dem Stadtbezirk Spandau, die in dieser Saison keine Partie auf eigenem Geläuf verloren, gewahrt werden. Nach torloser erster Halbzeit mussten sich die Fontanestädter um Trainer Henry Bloch beim Spitzenteam verdient mit 0:3 geschlagen geben. Eine Niederlage, die man einplanen konnte. „Es sind dann eben doch einige deutliche Unterschiede zu erkennen. Das ist einfach so“, sagte Bloch.

In Bildern: MSV Neuruppin unterliegt mit 0:3 beim SC Staaken.

Am 22. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord setzte sich der Favorit aus der Hauptstadt nach torloser erster Halbzeit verdient durch. Ferris Freiwald (56. Minute), Kevin Adewumi (76.) und Justin Neumann (88.) trafen für den SCS. Zur Galerie
Am 22. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord setzte sich der Favorit aus der Hauptstadt nach torloser erster Halbzeit verdient durch. Ferris Freiwald (56. Minute), Kevin Adewumi (76.) und Justin Neumann (88.) trafen für den SCS. © Marius Böttcher

Unter der Woche schoss Kevin Blumenthal im Kellerduell bei Victoria Seelow (3:2) den goldenen Treffer, am Sonntag durfte er erneut in der vorderen Reihe angreifen, die Innenverteidigung bildeten Routinier Michael Engel und Enrique van der Lubbe. Die Gäste waren zunächst auch um Stabilität in der eigenen Defensive bemüht. „Der Plan war ähnlich wie beim Pokalhalbfinale in Krieschow. Wir wollten das Spiel eng machen“, erklärte Bloch.

Staaken gefiel auf dem engen Kunstrasenplatz mit schnellem Kurzpassspiel und kombinierte hin und wieder auch sehenswert, kam gegen eine vielbeinige Neuruppiner Abwehr aber kaum zu Chancen. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang vergab Patrice Donald Epale Otto, nachdem der MSV zuvor nicht entscheidend klärte. Engel bekam in höchster Not sein Bein dazwischen. Auf der anderen Seite probierte es Kapitän Marcus Lemke nach weitem Engel-Freistoß per Kopf. Der Versuch war für Staaken-Schlussmann Kevin Otremba aber sichere Beute.

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Freiwald besorgt die Führung, Lemke vergibt die Chance zum Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel gab Denis Barcic den ersten Warnschuss ab, das runde Leder flatterte aber über das Gehäuse von MSV-Torhüter Arne Sommer. Letzterer hatte in der 56. Minute, als der Gastgeber zur Führung traf, keine Abwehrchance: Nach einer Flanke von der linken Seite setzte sich Kevin Adewumi in der Gefahrenzone per Kopf durch und bediente SCS-Kapitän Ferris Freiwald, der per Volley-Direktabnahme sehenswert in den linken Knick traf. Ein Sonntagsschuss am Sonntag – aber keiner, der die Fontanestädter umwarf.

Stattdessen ergab sich die Riesenchance zum Ausgleich. Einen ruhenden Ball klärte Staaken vor die Füße von Marcus Lemke, dessen Linksschuss nur hauchzart am linken Pfosten vorbeistrich. „Den macht er eigentlich“, ärgerte sich der Neuruppiner Trainer nach der Partie. Die aufkeimende Hoffnung bei Bloch und Co. beendeten die Kicker von Staaken-Coach Jeffrey Seitz zwölf Minuten vor dem Ende. Kevin Adewumi traf nach Vorarbeit von Lovis Steinpilz mit einem satten Flachschuss ins linke untere Eck.

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„Auch da sind wir wie beim Rückstand nicht konsequent genug, haben vorher eigentlich selbst den Ball“, so Bloch. Für die endgültige Entscheidung sorgte der nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Justin Neumann, welcher aus spitzem Winkel und unter Mithilfe des Pfostens das 3:0 besorgte. „In der Pause dachten wir, hier geht was. Aber es sind immer die gleichen Fehler, die wir machen“, resümierte Henry Bloch, dessen Elf am kommenden Sonntag (14 Uhr) den FC Mecklenburg Schwerin empfängt.

MSV Neuruppin: Sommer – Haack, Engel (88. Hacker), van der Lubbe, Kratz – Lemke, A. Riehl – Blumenthal, Hugo Bloch (74. Koch), Otsuka (75. Machado) – F. Riehl.

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