13. Oktober 2021 / 18:07 Uhr

Soukous Rückkehr ins Ostseestadion

Soukous Rückkehr ins Ostseestadion

Sebastian Lindner
Ostsee-Zeitung
Am Sonntag kehrt Cebio Soukou nach zweieinhalb Jahren zurück ins Ostseestadion. Allerdings im Trikot des SV Sandhausen.
Am Sonntag kehrt Cebio Soukou nach zweieinhalb Jahren zurück ins Ostseestadion. Allerdings im Trikot des SV Sandhausen. © Lutz Bongarts
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Um wieder „höhere Ziele in Angriff nehmen zu können“, wechselte Cebio Soukou nach einem Jahr bei Hansa Rostock direkt wieder weiter. Nun kehrt er mit Sandhausen ins Ostseestadion zurück.

Sein letzter Auftritt im Ostseestadion ist schon eine Weile her. Und besonders glanzvoll war er auch nicht. Ein mageres 0:0 gegen die Sportfreunde Lotte am 35. Spieltag steht als bis dato letzter Auftritt von Cebio Soukou in Rostock in den Statistiken, das letzte Heimspiel der Saison 2018/19 verpasste er aufgrund einer Gelbsperre. Am Sonntag kehrt Soukou nun zurück, allerdings im Trikot des SV Sandhausen. Bei den Kurpfälzern steht er seit Saisonbeginn unter Vertrag, traf in neun Einsätzen bisher ein Mal.

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„Ich freue mich, wieder in Rostock zu spielen“, sagte der 29-Jährige am Mittwoch. Gute Erinnerungen hat er noch ans Ostseestadion. „Das Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Stuttgart ist auf jeden Fall hängengeblieben.“ Kein Wunder, steuerte er zum 2:0 ein Tor und eine Vorlage bei. Ein paar Kontakte hat Soukou auch noch in die Hansestadt, darunter zu seinem ehemaligen Vermieter. Und mittlerweile ist auch ein neuer hinzugekommen. „Aus Aue kenne ich Calogero Rizzuto. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und quatschen ein paar Mal die Woche.“

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Budesliga und Viertelfinale beim Afrika-Cup

Soukou kam aus der 2. Bundesliga und dem Erzgebirge an die Ostsee, spielte ein Jahr lang bei Hansa und zog dann weiter nach Bielefeld, zehn Drittliga-Tore aus 33 Spielen und sechs Vorlagen im Gepäck. „So war von Anfang an der Plan. Ich habe in Rostock nur für ein Jahr unterschrieben, und mir war klar, dass ich dort performen muss, um wieder höhere Ziele in Angriff nehmen zu können.“

Und es lief für ihn. Der Wechsel zur Arminia spülte Soukou nach einem Jahr direkt in die Bundesliga, die Ostwestfalen stiegen auf. „Es ist alles super gelaufen, auch mit der Entscheidung, nach Bielefeld zu wechseln. Sonst hätte ich wohl nie mehr 1. Liga gespielt.“ Gut lief es für den Angreifer auch in der Nationalmannschaft des Benin. Seine ersten Schritte machte er dort zu Rostocker Zeiten. Aktuell steht er bei 15 Spielen und zwei Toren, absolutes Highlight war 2019 die Teilnahme am Afrika-Cup, die erst im Viertelfinale ein Ende nahm. „Es ist alles sehr familiär dort, es zählt nur das große Ganze, weniger individuelle Ansichten“, schilderte er. Sein Standing sei „recht gut“, auch wenn nicht alles optimal liefe, weil er die Sprache nicht perfekt beherrsche. „Aber wenn ich da bin, dann spiele ich“, so Soukou, der für das Heimatland seines Vaters aufläuft. Vater ist er vor kurzem auch selbst geworden, seine charakterlichen Weiterentwicklungen wohl größer als jene auf dem Platz, sagte er.

Holpriger Start in Sandhausen für Soukou

Soukous Start beim neuen Arbeitgeber in Sandhausen verlief auch aus „verletztungstechnischen Gründen recht holprig“, weder seine persönliche Leistung noch die des Teams stimme ihn aktuell zufrieden. „Da ist noch Luft nach oben.“ Vor allem in der Tabelle stimmt das. Dort rangiert der SVS aktuell auf Relegationsrang 16 mit sieben Punkten auf dem Konto. „Wir haben einen guten Kader. Das Team ist auf jeden Fall besser, als nur gegen den Abstieg zu spielen.“

Das glaubt er von Hansa auch. „Ich habe einige Spiele von Hansa gesehen, sie hätten mehr Punkte verdient. Die Mannschaft ist schwer zu bespielen, dazu laufstark.“ Und deswegen wird auch das Spiel am Sonntag kein einfaches für seine Sandhäuser. Soukou selbst will aber auf jeden Fall gewinnen. „So gehe ich immer ins Spiel, egal, wieviel mir ein Gegner bedeutet oder ob Freunde in der Mannschaft sind. Das macht jeder so, das gehört zum Sportlerdasein.“ Doch egal, wie die Partie ausgeht, ein Bierchen mit Kumpel Calogero wird es hinterher auf jeden Fall geben. Oder? „Wir trinken beide kaum Alkohol, deswegen wird es eher kein Bier. Aber quatschen werden wir auf jeden Fall noch.“