22. September 2018 / 21:09 Uhr

Souveräne Vorstellung: Der VfB Lübeck schlägt Germania Egestorf/Langreder mit 5:2

Souveräne Vorstellung: Der VfB Lübeck schlägt Germania Egestorf/Langreder mit 5:2

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Torschützen unter sich: Daniel Franziskus beglückwünscht Dennis Hoins (Nr. 23).
Torschützen unter sich: Daniel Franziskus beglückwünscht Dennis Hoins (Nr. 23). © 54° / Garve
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Doppeltorschütze Dennis Hoins sowie Marvin Thiel schießen an der Lohmühle sehenswerte Tore

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Der VfB Lübeck ist zurück in der Spur

Regen zum Anpfiff, kühle 13 Grad nur – Schmuddelwetter auf der Lohmühle. Aber als das Regionalligaspiel des VfB Lübeck gegen Germania Egestorf/Langreder von Schiri Eric Müller abgepfiffen wurde, kam passend zum Ergebnis die Sonne raus. Mit 5:2 schickten die Grün-Weißen die Gäste zurück nach Niedersachsen – und 1539 Zuschauer zufrieden nach Hause. Der VfB ist nach dem 1:2-Ausrutscher in Havelse zurück in der Spur.

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Rotation nach erster Saisonpleite

Trainer Rolf Landerl („Ich habe um uns herum nach der Niederlage einige Zweifel gespürt, doch das ist gar nicht nötig“) hatte Konsequenzen gezogen nach der ersten Pleite seit fast fünf Monaten und seine Startelf gleich auf fünf Positionen verändert. Klar war eigentlich nur, dass die zuletzt gesperrten Daniel Halke und Sven Mende in die Anfangsformation zurückkehren würden, überraschend, dass Sturmspitze Leon Dippert erstmals von Beginn an auf dem Rasen stand.

Das Spiel VfB Lübeck gegen Germania Egestorf/Langreder in Bildern:

Das 1:0 und das 5:2 für die Lübecker erzielte Dennis Hoins. Beide Male war der 26-Jährige per Distanzschuss erfolgreich, wobei Leon Dippert und Kresimir Matovina als Vorlagengeber Pate standen. Zur Galerie
Das 1:0 und das 5:2 für die Lübecker erzielte Dennis Hoins. Beide Male war der 26-Jährige per Distanzschuss erfolgreich, wobei Leon Dippert und Kresimir Matovina als Vorlagengeber Pate standen. ©

Torreigen begann nach fünf Minuten

Der VfB begann nervös, Tim Weißmann, Mende und Halke zeigten Unsicherheiten im Defensivbereich – aber die passende Reaktion folgte sofort: Hoher Ball in den Egestorf-
Strafraum, Dippert legte ab, Dennis Hoins zog aus 12, 13 Metern, halblinke Position ab – und traf zum 1:0 ins lange Eck (5.). „Den Ball treffe ich so wohl nur einmal von zwanzig Versuchen“, wunderte er sich später selbst über sein Tor. Die Gäste aber waren nicht geschockt, attackierten den VfB weiter früh, provozierten direkt am Sechzehner einen Freistoß. Niklas Teichgräber legte sich die Kugel hin – und traf über die Mauer hinweg zum 1:1 (8.). Den hätte wohl nur Manuel Neuer gehalten . . .



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Hausherren bieten Fans Spektakel

Die Hausherren fühlten sich nun herausgefordert und lieferten den Fans bis zur Pause ein sehenswertes Spiel. Tempo, Taklings und Tore – das war Spaßfußball. Sieben Minuten nach dem Ausgleich war der VfB schon wieder in Front. Der starke Florian Riedel hatte geflankt, Daniel Franziskus stand mittig frei, köpfte unbedrängt zum 2:1 ein. Es war bereits das siebte Saisontor des Goalgetters.

Am 11. Spieltag der Regionalliga Nord empfing der Tabellenzweite VfB Lübeck Germania Egestorf/Langreder - So fällt der Zeugnis der Mannschaft von Trainer Rolf Landerl aus:

Malte Schuchardt: Beim Freistoßgegentor und 2:4 machtlos. Auf der Linie ansonsten kaum  gefordert, aber brachte auch heute seine Nebenmänner in einigen Situationen unnötig in Bedrängnis. Zur Galerie
Malte Schuchardt: Beim Freistoßgegentor und 2:4 machtlos. Auf der Linie ansonsten kaum  gefordert, aber brachte auch heute seine Nebenmänner in einigen Situationen unnötig in Bedrängnis. ©

Marvin Thiel verwandelt Eckball direkt

Das frechste Tor gelang aber Marvin Thiel. In der 25. Minute setzte er eine Ecke fast direkt ins Gästetor, Keeper Straten-Wolf und die Latte verhinderten den Einschlag. 120 Sekunden später Thiels zweiter Versuch, identische Situation. Und diesmal fand der Ball den Weg ins Tor zum 3:1 – auch wenn Straten-Wolf ordentlich nachhalf. Als Leon Dippert Sekunden vor der Halbzeit eine weitere starke Riedel-Flanke am langen Pfosten zum 4:1 ins Tor drückte, waren eigentlich alle Messen gelesen.

"Haben Ausrufezeichen setzen können"

Aber nach der Pause begann der VfB etwas zu schludern. „Nach dem Seitenwechsel kam bei uns ein bisschen der Schlendrian rein und wir hatten eine Phase, in der wir auch defensiv zu viele Fehler gemacht haben“, gestand Hoins. So kassierte Grün-Weiß das 2:4 durch Paldino (74.) – aber aus der Hand gab er das Spiel nicht mehr. Und Dennis Hoins gelang nach schöner Vorarbeit von Kresimir Matovina das 5:2 (90.+1). „Das war ein souveräner Auftritt von uns. Wir haben nach der Niederlage letzte Woche ein Ausrufezeichen setzen können“, zog Daniel Franziskus schließlich ein korrektes Fazit. Weitere Stimmen zum Spiel findet ihr hier.


Statistik zum Spiel
VfB Lübeck: Schuchardt – Riedel (81. Matovina), Halke, Grupe, Weißmann, Thiel – Hoins, Mende, Arslan (67. Deichmann) – Franziskus, Dippert (67. Sezer)
1. FC Germania Egestorf/Langreder: Straten-Wolf – Dismer, Oelmann, Gaida, Teichgräber – Dösemeci (48. Ilic), Siegert, Stieler, Novotny (76. Homeier) – Engelking (68. Paldino), Behnsen
SR: Eric Müller (Bremen) - Z.: 1539
Tore: 1:0 Hoins (5.), 1:1 Teichgräber (8.), 2:1 Franziskus (14.), 3:1 Thiel (27.), 4:1 Dippert (45.), 4:2 Paldino (76.), 5:2 Hoins (90.+1)
Gelbe Karten: Halke (6) – Behsen, Dösemeci, Stieler

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