17. April 2022 / 22:36 Uhr

"Soziale Erniedrigung": Barcelona-Ultras beschließen Fan-Boykott bei La-Liga-Heimspiel

"Soziale Erniedrigung": Barcelona-Ultras beschließen Fan-Boykott bei La-Liga-Heimspiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eine Ultra-Gruppierung des FC Barcelona will das nächste Heimspiel boykottieren.
Eine Ultra-Gruppierung des FC Barcelona will das nächste Heimspiel boykottieren. © IMAGO/Revierfoto (Montage)
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Die Ränge im Camp Nou werden beim kommenden Heimspiel des FC Barcelona gegen den FC Cadiz am Montag leerer sein als gewohnt. Die Ultra-Gruppierung "Grada d'Animacio" kündigte am Sonntag an, die Partie zu boykottieren. Dies geht aus einer Erklärung der Vereinigung hervor.

Nach dem Ärger beim FC Barcelona über Zehntausende Frankfurt-Fans im Camp Nou bei der 2:3-Pleite in der Europa League hat die Ultra-Gruppierung "Grada d'Animacio" angekündigt, das Heimspiel gegen den FC Cadiz an diesem Montag zu boykottieren. "Die Ereignisse vom Donnerstag zwingen uns, Maßnahmen zu ergreifen (…) und genau aus diesem Grund werden wir nicht am nächsten Spiel zwischen Barcelona und Cádiz teilnehmen", hieß es in der Erklärung am Sonntag.

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"Letzten Donnerstag haben wir einen Tag erlebt, der immer als die größte Schande bezeichnet werden wird, die in unserem Stadion passiert ist, und uns zu steinernen Gästen auf der Party eines anderen gemacht hat", hieß es weiter. Das Geschehene sei eine "soziale Erniedrigung" gewesen.

Wie die Mundo Deportivo zuvor berichtet hatte, will auch die Fan-Vereinigung "Nostra Ensenya" um 20 Uhr – eine Stunde vor Beginn der Partie – vor dem Stadion protestieren. Auf Instagram hatte "Nostra Ensenya" die große Zahl von Gäste-Fans beim Spiel, bei dem Frankfurt Barça aus dem Wettbewerb warf, als Demütigung bezeichnet. Ein weiterer Vorwurf der Vereinigung richtet sich gegen Joan Laporta. Demnach soll der Klub-Boss dies aus finanziellen Gründen zugelassen und damit auch die "körperliche Unversehrtheit" der Heim-Fans "in Gefahr" gebracht haben. Auch die Ultras stellten den Geldfaktor in den Mittelpunkt ihrer Kritik.

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Barcelona-Trainer Xavi hatte seine Kritik an der Organisation rund um das Europa-League-Spiel gegen Frankfurt am Sonntag erneuert: "Die Spieler haben sich nicht wohlgefühlt, was nicht heißt, dass wir nicht gut waren. Aber es hat uns negativ beeinflusst." Laporta hatte zuvor bereits angekündigt, künftig bei internationalen Spielen nur noch personalisierte Tickets zu verkaufen. Im Stadion der Katalanen waren am Donnerstag mehr als 30.000 Eintracht-Fans, obwohl der FC Barcelona nach eigenen Angaben nur 5000 Tickets nach Deutschland verkauft hatte.