25. September 2022 / 12:13 Uhr

"Steckengeblieben", "60 Tage um aufzuwachen": Spanien-Presse schürt WM-Sorgen nach Schweiz-Debakel

"Steckengeblieben", "60 Tage um aufzuwachen": Spanien-Presse schürt WM-Sorgen nach Schweiz-Debakel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die spanische Presse geht hart mit der Nationalmannschaft ins Gericht.
Die spanische Presse geht hart mit der Nationalmannschaft ins Gericht. © IMAGO/NurPhoto (Montage)
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Bei der Niederlage gegen die Schweiz in der Nations League am Samstag hat sich Spanien noch nicht in WM-Form gezeigt. Der deutsche WM-Gruppengegner muss harte Kritik aus der Heimat einstecken. Die spanische Presse geht hart mit der Mannschaft von Luis Henrique ins Gericht.

Deutschland, England – und jetzt auch Spanien. Beim nächsten europäischen Schwergewicht geht die WM-Angst um. Am Samstagabend in der Nations League lieferte die "Furia Roja" eine zahme Leistung gegen die Schweiz ab. Das Team von Trainer Luis Henrique unterlag der "Nati" mit 1:2 (0:1) und verlor auch die Tabellenführung in Gruppe 2. Den beiden Standardtoren durch den ehemaligen BVB-Verteidiger Manuel Akanji (21.) und den ehemaligen Gladbacher Stürmer Breel Embolo (58.) hatte Spanien nur einen Treffer von Jordi Alba (55.) entgegen zu setzen.

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Im Land des deutschen Gruppengegners bei der WM in Katar zieht sich nun eine ähnliche Sorge vor dem Turnier in zwei Monaten, wie bereits bei den anderen Mitfavoriten Deutschland und England, die ebenfalls zum Start in diese Länderspielpause verloren hatten. "60 Tage um aufzuwachen", titelte die Fachzeitung Marca aus Madrid am Sonntag mit Blick auf die verbliebene Vorbereitungszeit für das Turnier, das am 20. November beginnt. "Bis zum WM-Debüt müssen wir noch einiges verbessern" hieß es weiter.

Sorge besteht in Spanien auch, dass das Final-Four-Turnier in der Nations League auf der Zielgeraden verpasst werden könnte. In Braga kommt es am Dienstag (20.45 Uhr) zum direkten Duell um den Gruppensieg und den Einzug ins Final Four. "Menos mal que nos queda Portugal", titelte Diario AS in Reimform ("Ein Glück, dass Portugal noch bleibt") und stimmte so auf das Spiel gegen den Erzrivalen ein, das auf einmal auch sportliche Bedeutung besitzt. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschlands (RND), hat die Pressestimmen aus Spanien zur Niederlage gegen die Schweiz zusammengetragen:

Marca: "60 Tage um aufzuwachen: Bis zum WM-Debüt müssen wir noch einiges verbessern [...] Spaniens Trainer Luis Enrique täte gut daran, sich das Spiel noch mal ganz genau anzusehen. Spanien war in Saragossa nicht wiederzuerkennen. Obwohl die Roten die Fähigkeit zum Ballbesitz bestätigten, wussten sie nichts damit anzufangen."

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Sport: "Es ist Zeit, in Portugal zu gewinnen – Die Roten fielen gegen die Schweiz und müssen nun in Braga gewinnen, um in die Final Four der Nations League einzuziehen. Alba erzielte das Tor, aber die Mannschaft von Luis Henrique war sehr schwach. [...] Spanien ist vom Weg abgekommen. In einem schweren Spiel gegen Portugal muss der Mannschaft ein Kunststück gelingen, wenn sie ins Final Four der UEFA Nations League kommen will."

El Mundo Deportivo: "Steckengeblieben – Zwei Tore nach Standardsituationen bestrafen die geringe Schlagkraft der Roten. [...] La Roja fühlte sich zu keinem Zeitpunkt wohl gegen einen starken Rivalen. [...] Zwei strategische Tore (der Schweizer), ein Thema, um das sich die spanische Mannschaft angesichts der Weltmeisterschaft in Katar kümmern muss"

Diario AS: "Ein Glück, dass noch Portugal bleibt [...] Die Weltmeisterschaft beginnt in Braga. Dort erwartet die Spanier das entscheidende Spiel in der Nations League, vor allem aber ein unschätzbarer Test, um zu sehen, wo La Roja weniger als zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Katar steht."

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