14. Juni 2021 / 23:41 Uhr

"Sind natürlich sauer": Spanien hadert nach Nullnummer gegen Schweden mit Chancenverwertung

"Sind natürlich sauer": Spanien hadert nach Nullnummer gegen Schweden mit Chancenverwertung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Da half auch himmlischer Beistand nicht weiter: Koke und Spanien blieben zum Start in die EM ohne Tor.
Da half auch himmlischer Beistand nicht weiter: Koke und Spanien blieben zum Start in die EM ohne Tor. © IMAGO/Agencia EFE
Anzeige

847 Pässe, aber kein Tor: Die spanische Nationalmannschaft arbeitete sich bei ihrem EM-Auftakt in der Gruppe gegen Schweden an den defensiv agierenden Skandinaviern ab. Mittelfeldspieler Koke sagte nach dem Spiel, die Mannschaft sei "sauer".

Anzeige

847 Pässe spielte die spanische Selección bei ihrem ersten EM-Spiel gegen Schweden - der bisherige Bestwert dieses Turniers. Das Resultat: 0:0. Bitter für die junge Mannschaft von Trainer Luis Enrique, die als einer der Mitfavoriten in die Europameisterschaft gegangen war. Nachdem sich die Spieler in Sevilla an den sehr defensivstarken Schweden zum Auftakt der Gruppe E die Zähne ausbissen, machte sich Ernüchterung breit. "Wir sind natürlich sauer, weil wir das Tor nicht gemacht haben", meckerte Koke nach dem Spiel.

Anzeige

Der Mittelfeldspieler von Atlético Madrid lobte dennoch die Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben wirklich gekämpft, hatten aber leider nicht das nötige Glück", so Koke weiter. Auch 75 Prozent Ballbesitz und eine rekordverdächtige Pass-Bilanz von 847:107 reichten den Spaniern nicht zum Sieg. Das Team von Trainer Luis Enrique verzweifelte immer wieder am Abwehrbollwerk der Skandinavier, die sich den Punkt mit viel Herz und Leidenschaft verdienten. "Wir haben 110 Prozent gegeben", sagte der schwedische Abwehrspieler Victor Lindelöf nach dem ersten 0:0 dieser EM, das für die Dreikronen-Elf ein gefühlter Sieg war. "Die Spanier haben den Ball sehr gut laufen lassen, es war schwer, sich ihrem Druck zu stellen. Aber wir haben ein wirklich gutes Ergebnis erzielt."

Koke: "Das einzige, was gefehlt hat, war das Tor"

Die Iberer machten sich das Leben mit einer sehr mäßigen Chancenverwertung selbst schwer - allein in der Nachspielzeit vergaben die eingewechselten Gerard Moreno und Pablo Sarabia zwei hochkarätige Möglichkeiten zum Sieg. "Das einzige, was gefehlt hat, war das Tor", haderte Koke mit dem Ergebnis, das im Kampf um den Einzug in die K.o.-Phase ein Rückschlag ist. Gelingt am Samstag gegen Polen im zweiten Gruppenspiel kein Sieg, kann es bereits ungemütlich werden - vor allem, weil die durch den Corona-Fall von Kapitän Sergio Busquets in der Vorbereitung beeinträchtigte spanische Auswahl in der Heimat ohnehin durchaus kritisch betrachtet wird.

Anzumerken war der beispiellose Corona-Wirbel der vergangenen Tage den Spaniern auf dem Platz in Sevilla höchstens in der mangelnden Spritzigkeit, die freilich im Kampf um die drei Punkte am Ende wohl der ausschlaggebende Faktor war. Nur selten konnte sich das Team so energisch durchsetzen, dass es für den guten schwedischen Torwart Robin Olsen größere Schwierigkeiten nach sich zog - kaum zu glauben, dass diese Mannschaft erst vor wenigen Monaten Deutschland an gleicher Stelle mit 6:0 abgeschossen hatte und im Anschluss vor Kraft kaum laufen konnte. "Wir wissen, dass wir tolle Stürmer haben", sagte Innenverteidiger Aymeric Laporte von Manchester City, der auf eine schnell vorübergehende Schwäche hofft: "Es hat heute halt einfach nicht geklappt..."