17. März 2020 / 20:13 Uhr

Sparprogramm bei Hansa Rostock: Alternativlos 

Sparprogramm bei Hansa Rostock: Alternativlos 

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Die Hansa-Kogge am Ostseestadion.
Die Hansa-Kogge am Ostseestadion. © Frank Söllner
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Der FC Hansa Rostock versucht, die Folgen der Coronakrise mit einem weitreichenden Sparprogramm zu dämpfen. Kurzarbeit in allen Bereichen einschließlich des Profiteams einzuführen, ist schmerzhaft, aber konsequent. Es gibt keine Alternative, kommentiert OZ-Sportchef Christian Lüsch. 

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Ein Profi-Fußballverein geht in den Ruhemodus. Was vor ein paar Tagen noch undenkbar erschien, ist nun Realität: bei Hansa Rostock steht Kurzarbeit bevor.

Von der Corona-Krise betroffen sind alle: Vereinsmitarbeiter, Honorartrainer, Profi-Fußballer. Alles Menschen, viele von ihnen Alleinverdiener, andere mit Frau und Kindern. Allen gebührt Mitgefühl. Schadenfreude ist fehl am Platze.

Hansa-Klubchef Robert Marien und sein Vorstandsteam sind als Krisenmanager gefordert. Eine Situation, die den Hanseaten nicht neu ist. In jüngerer Vergangenheit gab es einige Rettungsmissionen – allesamt erfolgreich.

Marien hat die Zeichen der Zeit – hoffentlich schnell genug – erkannt und erste Konsequenzen gezogen. Weil auf absehbare Zeit im Sport nichts mehr geht, war sein Handeln alternativlos.

Andere Drittligisten haben die Situation gejammert, das Saisonende und Rettung durch den Deutschen Fußballbund gefordert. Der Chef des Koggenklubs lotete währenddessen das Sparpotenzial in den eigenen Reihen aus, fällte schmerzhafte Entscheidungen. Das war konsequentes und eigenverantwortliches Handeln. Ob es sich auszahlt, ist ungewiss.

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