01. Oktober 2020 / 09:42 Uhr

Spaß und Kameradschaft stehen bei Christopher Wurr und Kevin Hopp im Vordergrund

Spaß und Kameradschaft stehen bei Christopher Wurr und Kevin Hopp im Vordergrund

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Angebote und Anfragen gab es zuhauf: Doch für die beiden VfB-Torjäger Kevin Hopp (li.) und Christopher Wurr gibt es nichts Schöneres als ihrem Hobby Fußball mit ihrer Mannschaft auf der Waldwiese zu fröhnen.
Angebote und Anfragen gab es zuhauf: Doch für die beiden VfB-Torjäger Kevin Hopp (li.) und Christopher Wurr gibt es nichts Schöneres als ihrem Hobby Fußball mit ihrer Mannschaft auf der Waldwiese zu fröhnen. © Uwe Paesler
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Die meisten Fußballer streben es in der Regel an, dass sie bei einem Verein spielen, der ihrem persönlichen Potenzial ansatzweise gerecht wird. Zudem soll ein solcher Verein im Idealfall dann auch noch gerne in einer möglichst weit oben angesiedelten Spielklasse vertreten sein. Doch es gibt auch Spieler für die dies nicht unbedingt erstrebenswert ist und bei denen dieser Anspruch gar nicht existiert.

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Finden lassen sich solche Kicker beispielsweise beim Fußball-Kreisligisten VfB Kiel. Eine dieser Ausnahmen ist Christopher Wurr, der bereits seine ersten fußballerischen Gehversuche beim VfB unternahm, da sich sein Elternhaus in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz befand. In der Jugend lief er zwar auch für Holstein Kiel und den TSV Russee auf, doch es zog ihn immer wieder zurück zum VfB.

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Im Männerbereich beschränkte sich sein Engagement auf den Kieler Traditionsverein, wenn man einmal davon absieht, dass er sich in der Saison 2015/16 für den TSV Altenholz in der Schleswig-Holstein-Liga versuchte. Ansonsten blieb er stets dem VfB treu und für diesen erzielte er im Laufe der Jahre Tore wie am Fließband. 103 Treffer in 117 Kreisliga-Partien gelangen dem 1,98 Meter großen Angreifer seit dem Jahr 2014. In Anbetracht einer solch beeindruckenden Bilanz zog er logischerweise auch das Interesse anderer Vereine auf sich. Doch Wurr gab dem TSV Kropp und zahlreichen anderen Mannschaften stets einen Korb, und dies wird sich in Zukunft auch nicht ändern.

Die Ballermänner von der Hamburger Chaussee: Auf die Tore von Kevin Hopp (li.) und Christopher Wurr kann sich der VfB verlassen.
Die Ballermänner von der Hamburger Chaussee: Auf die Tore von Kevin Hopp (li.) und Christopher Wurr kann sich der VfB verlassen. © Uwe Paesler

„Es gab ehrlich gesagt in jedem Winter und in jedem Sommer immer irgendwelche Anfragen. Für mich gab es und gibt es aber keinen Grund für einen Vereinswechsel. Der VfB ist für mich so eine Art Wohlfühloase und die Waldwiese ist sozusagen mein Wohnzimmer. Unser Platz hat einen sehr besonderen Charme, den ich einfach nicht missen möchte. Mein Großvater hat mir immer davon erzählt, dass damals dort Spiele vor mehr als 5000 Zuschauern stattfanden. Es wäre großartig, wenn in Zukunft mal einige Hundert kommen würden. Und selbst wenn ich woanders spielen würde, dann würde das für mich auch überhaupt keinen Sinn machen, schließlich könnte es durchaus sein, dass ich mich andernorts mit 19 von 27 Spielern nicht gut verstehe.“

Vor dieser Spielzeit zog es der 27-jährige Goalgetter trotz des vermeintlich besten Fußballalters sogar ernsthaft in Betracht, nur noch für die zweite Mannschaft des VfB aufzulaufen. Diese Tatsache macht mehr als deutlich wie sehr er sich mit dem VfB verbunden fühlt und wie wenig ihn eine Luftveränderung reizt. „Hinzu kommt natürlich auch noch, dass ich dem Verein auch sehr viel zu verdanken habe und dies möchte ich mit meiner Treue auch ein Stück weit zum Ausdruck bringen. Mir ist jedenfalls klar, dass ich ein Gesicht des VfB Kiel sein kann“, verdeutlicht Wurr.

Kevin Hopp: „Fußball ist ein Hobby, das mit Spaß einhergehen soll und diesen Spaß kann man beim VfB auch sehr gut erleben“

Und der Angreifer ist kein Einzelfall beim VfB, denn auch die persönliche und sportliche Situation von Sturmpartner Kevin Hopp ist vergleichbarer Natur. Der 30-Jährige ist seit Jahren fester Bestandteil der ersten Elf und auch er konnte stets den Beweis erbringen, dass er weiß wo das Tor steht. In den vergangenen fünf Spielzeiten kam Hopp in 109 Partien zum Einsatz, in denen er 73-Mal das Spielgerät in den Maschen versenken konnte. Und auch ihm wurde mehrfach ein Vereinswechsel schmackhaft gemacht, doch auch Hopp lehnte dies stets ab, da er seine fußballerische Heimat schon lange gefunden hat. „Ich habe hier im Laufe der Jahre auch die etwas schwierigen Zeiten miterlebt, aber es nie wirklich in Betracht gezogen, das Weite zu suchen. Fußball ist ein Hobby, das mit Spaß einhergehen soll und diesen Spaß kann man beim VfB auch sehr gut erleben. Des Weiteren wurde ich hier damals auch wahnsinng gut aufgenommen und in all den Jahren habe ich hier sehr viele gute Freunde gefunden. Es geht beim VfB Kiel auf jeden Fall sehr familiär zur Sache, und das weiß ich sehr zu schätzen.“